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Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

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  * Hausendorf, Sebastian: »Eine böse Mißwirtschaft«. Radolfzell 1933-1935. Konstanz, UVK 2012.{{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}     * Hausendorf, Sebastian: »Eine böse Mißwirtschaft«. Radolfzell 1933-1935. Konstanz, UVK 2012.{{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}  
  * Herbert, Ulrich: Fremdarbeiter. Politik und Praxis des "Ausländer-Einsatzes" in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches, Berlin-Bonn 1999.   * Herbert, Ulrich: Fremdarbeiter. Politik und Praxis des "Ausländer-Einsatzes" in der Kriegswirtschaft des Dritten Reiches, Berlin-Bonn 1999.
-  * Hensle, Michael: [[http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2005/1074/pdf/hensle_michael.pdf|"Rundfunkverbrechen" vor nationalsozialistischen Sondergerichten. Eine vergleichende Untersuchung der Urteilspraxis in der Reichshauptstadt Berlin und der südbadischen Provinz. Diss., Zentrum für Antisemitismusforschung, Berlin 2001]]+  * Hensle, Michael: "Rundfunkverbrechen" vor nationalsozialistischen Sondergerichten. Eine vergleichende Untersuchung der Urteilspraxis in der Reichshauptstadt Berlin und der südbadischen Provinz. Diss., Zentrum für Antisemitismusforschung, Berlin 2001, [[https://depositonce.tu-berlin.de/bitstream/11303/1505/1/Dokument_14.pdf|TU-Berlin, Online, PDF]]
  * Herbert, Ulrich: Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. Saisonarbeiter, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge, München 2001   * Herbert, Ulrich: Geschichte der Ausländerpolitik in Deutschland. Saisonarbeiter, Zwangsarbeiter, Gastarbeiter, Flüchtlinge, München 2001
  * Hilberg, Raul: Die Vernichtung der Europäischen Juden, Bd. 1 bis 3, Fischer, 1999.   * Hilberg, Raul: Die Vernichtung der Europäischen Juden, Bd. 1 bis 3, Fischer, 1999.
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  * Klee, Ernst: "Euthanasie" im Dritten Reich. Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens". Vollständig überarbeitete Neuausgabe, Frankfurt 2010.   * Klee, Ernst: "Euthanasie" im Dritten Reich. Die "Vernichtung lebensunwerten Lebens". Vollständig überarbeitete Neuausgabe, Frankfurt 2010.
  * Klee, Ernst: Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945, Frankfurt a. M. 2001.   * Klee, Ernst: Deutsche Medizin im Dritten Reich. Karrieren vor und nach 1945, Frankfurt a. M. 2001.
 +  * Klöckler, Jürgen: Eine Ikone der Fasnacht am Bodensee. Zur NS-Vergangenheit des Konstanzer und Stockacher Fasnachters Willi Hermann, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensee und seiner Umgebung, 137. Heft 2019, Thorbecke, Ostfildern 2019, (32 S.), [[https://www.thorbecke.de/pdf/zusatz/978-3-7995-1726-3.pdf|Sonderdruck, Thorbecke, Ostfildern 2019]]{{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}  
  * Klöckler, Jürgen: Selbstbehauptung durch Selbstgleichschaltung. Die Konstanzer Stadtverwaltung im Nationalsozialismus. Konstanzer Geschichts- und Rechtsquellen. Hrsg. vom Stadtarchiv Konstanz. XLIII. Thorbecke, Ostfildern 2012.{{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}   * Klöckler, Jürgen: Selbstbehauptung durch Selbstgleichschaltung. Die Konstanzer Stadtverwaltung im Nationalsozialismus. Konstanzer Geschichts- und Rechtsquellen. Hrsg. vom Stadtarchiv Konstanz. XLIII. Thorbecke, Ostfildern 2012.{{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}
  * Klöckler, Jürgen: SS-Obersturmbannführer Heinrich Koeppen. Zur Biographie des ersten Kommandanten der Radolfzeller SS-Kaserne, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, Band 129, Thorbecke, Ostfildern 2011, S. 287-290. [[http://www.bodenseebibliotheken.de/booklet.jsf?id=vgeb.123&fst=298&lines=1&columns=1|Digitalisat.]]{{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}   * Klöckler, Jürgen: SS-Obersturmbannführer Heinrich Koeppen. Zur Biographie des ersten Kommandanten der Radolfzeller SS-Kaserne, in: Schriften des Vereins für Geschichte des Bodensees und seiner Umgebung, Band 129, Thorbecke, Ostfildern 2011, S. 287-290. [[http://www.bodenseebibliotheken.de/booklet.jsf?id=vgeb.123&fst=298&lines=1&columns=1|Digitalisat.]]{{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}
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  * Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt a. M., S. Fischer 2007   * Klee, Ernst: Das Kulturlexikon zum Dritten Reich. Wer war was vor und nach 1945. Frankfurt a. M., S. Fischer 2007
  * Klee, Ernst: Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon. Frankfurt a. M., S. Fischer 2013.   * Klee, Ernst: Auschwitz. Täter, Gehilfen, Opfer und was aus ihnen wurde. Ein Personenlexikon. Frankfurt a. M., S. Fischer 2013.
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  * Berner, Herbert (Hrsg.): Die Akten, Bücher, Pläne und Sammlungen des Stadtarchivs Radolfzell, Bd. 1-3 / Wiss. Mitarb.: Franz Götz. Radolfzell. Stadtarchiv Radolfzell {{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}   * Berner, Herbert (Hrsg.): Die Akten, Bücher, Pläne und Sammlungen des Stadtarchivs Radolfzell, Bd. 1-3 / Wiss. Mitarb.: Franz Götz. Radolfzell. Stadtarchiv Radolfzell {{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}
  * Jenner, Harald: Quellen zur Geschichte der “Euthanasie”-Verbrechen 1939-1945 in deutschen und österreichischen Archiven. Ein Inventar. Im Auftrag des Bundesarchivs bearbeitet von Dr. Harald Jenner 2003/2004; [[https://www.bundesarchiv.de/geschichte_euthanasie/Inventar_euth_doe.pdf|Bundesarchiv Berlin, PDF]]{{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}   * Jenner, Harald: Quellen zur Geschichte der “Euthanasie”-Verbrechen 1939-1945 in deutschen und österreichischen Archiven. Ein Inventar. Im Auftrag des Bundesarchivs bearbeitet von Dr. Harald Jenner 2003/2004; [[https://www.bundesarchiv.de/geschichte_euthanasie/Inventar_euth_doe.pdf|Bundesarchiv Berlin, PDF]]{{:icons:empfehlung.jpg?10x10|Empfehlung}}
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 +=====Adressbücher/Einwohnerbücher/Fernsprechbücher====
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 +  * Friedrich Stadler (Hrsg.): Adreßbuch der Stadtgemeinde Radolfzell am Bodensee und Umgebung 1935. Konstanz, Friedrich Stadler Verlag 1935
 +  * Friedrich Stadler (Hrsg.): Adreßbuch der Stadt Radolfzell am Bodensee und Umgebung 1938. Konstanz, Friedrich Stadler Verlag 1938.
 +  * Friedrich Stadler (Hrsg.): Einwohnerbuch der Stadt Radolfzell am Bodensee. Konstanz, Friedrich Stadler Verlag 1950; belegt u.a. ferner 1952, 1955, 1956, 1958, 1964 ff.  
 +  * Friedrich Stadler (Hrsg.): Einwohnerbuch der Kreishauptstadt Konstanz, einschließlich der Gemeinde Wollmatingen. Konstanz,  Stadler Verlag, belegt u.a. 1934, 1936, 1938 und 1943.
 +  * Friedrich Georg Aker, Heuberg-Druckerei (Hrsg.): Einwohnerbuch für den Bezirk Stockach (eingeschlossen der frühere Bezirk Meßkirch). Meßirch 1938.
 +  * Reichspostdirektion Karlsruhe (Hrsg.): Amtliches Fernsprechbuch für den Bezirk der früheren Oberpostdirektion Konstanz. Freiburg, Der Alemanne Verlags- u. Druckerei-GmbH 1941.  
===== Tagebücher, Erinnerungsliteratur ===== ===== Tagebücher, Erinnerungsliteratur =====
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  * Semprun, Jorge: Der Tote mit meinem Namen. Frankfurt, Suhrkamp 2003.   * Semprun, Jorge: Der Tote mit meinem Namen. Frankfurt, Suhrkamp 2003.
  * Semprun, Jorge: Was für ein schöner Sonntag! Süddeutsche Zeitung | Bibliothek 2004.   * Semprun, Jorge: Was für ein schöner Sonntag! Süddeutsche Zeitung | Bibliothek 2004.
-  * Weiss, Peter: Die Ermittlung. Oratorium in 11. Gesängen. (1965). Mit Beiträgen von Walter Jens und Ernst Schumacher. Einmalige Sonderausgabe. Mit einer DVD des Fernsehspiels aus dem Jahr 1966 nach dem Schauspiel von Peter Weiss, auf Grundlage der Prozessmitschriften des Frankfurter Auschwitz-Prozesses. Regie Peter Schulze-Rohr, ca. 155 Min. Suhrkamp 2008. +  * Weiss, Peter: Die Ermittlung. Oratorium in 11. Gesängen. (1965). Mit Beiträgen von Walter Jens und Ernst Schumacher. Einmalige Sonderausgabe. Mit einer DVD des Fernsehspiels aus dem Jahr 1966 nach dem Schauspiel von Peter Weiss, auf Grundlage der Prozessmitschriften des Frankfurter Auschwitz-Prozesses. Regie Peter Schulze-Rohr, ca. 155 Min. Suhrkamp 2008
 +  * Zahner, Gerhard: [[http://www.gerdzahner.de/die-fl%C3%BCsterstadt/|"Die Flüsterstadt"]]. Uraufführung in Radolfzell 2010; die Inszenierung des Doppelgänger Theaterforums stand unter der Regie von Stefan Bresser.
===== Periodika, Zeitschriften ===== ===== Periodika, Zeitschriften =====
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  * Abele, Margarethe: {{:2014-10-20-suedkurier-leserbrief-margarethe_abele_-_zu_luisenplatz.pdf|"Beschämend" - Leserbrief zum Gestaltungsentwurf Kriegerdenkmal, Luisenplatz}}, Südkurier 20.10.2014   * Abele, Margarethe: {{:2014-10-20-suedkurier-leserbrief-margarethe_abele_-_zu_luisenplatz.pdf|"Beschämend" - Leserbrief zum Gestaltungsentwurf Kriegerdenkmal, Luisenplatz}}, Südkurier 20.10.2014
-  * Arndt, Isabelle: {{:wieland-karl_teufel-sk_2018.pdf|Stolperstein ist nach Bauarbeiten weg,}} Südkurier, 3. Dezember 2018. +  * Arndt, Isabelle: {{:wieland-karl_teufel-sk_2018.pdf|Stolperstein [von Karl Teufel] ist nach Bauarbeiten weg,}} Südkurier, 3.12.2018. 
-  * Arndt, Isabelle: [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Zwischen-Verhuellen-und-Verstecken-Radolfzell-beraet-ueber-Umgestaltung-des-Kriegerdenkmals;art372455,9741496|Zwischen Verhüllen und Verstecken. Radolfzell berät über Umgestaltung des Kriegerdenkmals]] Südkurier, 18. Mai 2018+  * Arndt, Isabelle: [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Zwischen-Verhuellen-und-Verstecken-Radolfzell-beraet-ueber-Umgestaltung-des-Kriegerdenkmals;art372455,9741496|Zwischen Verhüllen und Verstecken. Radolfzell berät über Umgestaltung des Kriegerdenkmals]] Südkurier, 18.5.2018
  * Arning, Anja: [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Neuer-Ablauf-fuer-den-Volkstrauertag;art372455,4551444|Neuer Ablauf für den Volkstrauertag]], Südkurier 29.10.2010   * Arning, Anja: [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Neuer-Ablauf-fuer-den-Volkstrauertag;art372455,4551444|Neuer Ablauf für den Volkstrauertag]], Südkurier 29.10.2010
  * Arning, Anja: [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Beruehrender-Weg-in-die-Radolfzeller-Vergangenheit;art372455,4822004|Berührender Weg in die Radolfzeller Vergangenheit]], Südkurier 09.04.2011   * Arning, Anja: [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Beruehrender-Weg-in-die-Radolfzeller-Vergangenheit;art372455,4822004|Berührender Weg in die Radolfzeller Vergangenheit]], Südkurier 09.04.2011
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  * Braun, Jörg: Radolfzeller in Polen vorneweg. SS-Truppe aus der Stadt kämpfte in vorderster Front - 1989 ein "zu heißes Eisen" {{:sk-1989_-_jorg_braun_50_jahre_beginn_des_ii._wk_-_radolfzell.pdf|Südkurier, 1. September 1989.}} {{:sk-1989_2-_jorg_braun_50_jahre_beginn_des_ii._wk_-_radolfzell.pdf|Teil 2}}{{:sk-1989_3-_jorg_braun_50_jahre_beginn_des_ii._wk_-_radolfzell.pdf|Teil 3}}   * Braun, Jörg: Radolfzeller in Polen vorneweg. SS-Truppe aus der Stadt kämpfte in vorderster Front - 1989 ein "zu heißes Eisen" {{:sk-1989_-_jorg_braun_50_jahre_beginn_des_ii._wk_-_radolfzell.pdf|Südkurier, 1. September 1989.}} {{:sk-1989_2-_jorg_braun_50_jahre_beginn_des_ii._wk_-_radolfzell.pdf|Teil 2}}{{:sk-1989_3-_jorg_braun_50_jahre_beginn_des_ii._wk_-_radolfzell.pdf|Teil 3}}
  * Burger, Doris: [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/Historiker-spricht-ueber-NS-Vordenker-Ludwig-Finckh;art372440,9012450|Neue Vorwürfe gegen Ludwig Finckh. Historiker Markus Wolter stellt seine Forschungsergebisse vor]], Südkurier, 23.11.2016.   * Burger, Doris: [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/gaienhofen/Historiker-spricht-ueber-NS-Vordenker-Ludwig-Finckh;art372440,9012450|Neue Vorwürfe gegen Ludwig Finckh. Historiker Markus Wolter stellt seine Forschungsergebisse vor]], Südkurier, 23.11.2016.
 +  * Czernotta, Annegret: [[https://www.nzz.ch/nzzas/nzz-am-sonntag/nazi-erbe-verbrechen-in-der-psychiatrie-ld.141784|Mord in der Psychiatrie (zu Albertine Hässig)]], NZZ am Sonntag, 27. Januar 2017.
  * Engelsing, Tobias: Hakenkreuz am Rathaus, Südkurier 24.04.2002   * Engelsing, Tobias: Hakenkreuz am Rathaus, Südkurier 24.04.2002
  * Engelsing, Tobias: [[http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2008/04/synagoge_konstanz|"Die Bude muss weg"]]. In: DIE ZEIT, Geschichte, 4 (2008)   * Engelsing, Tobias: [[http://www.zeit.de/zeit-geschichte/2008/04/synagoge_konstanz|"Die Bude muss weg"]]. In: DIE ZEIT, Geschichte, 4 (2008)

Termine

"Wie Dachau an den See kam..."

Filmvorführung und Gespräch mit der Zeitzeugin Dr. Grete Leutz und dem Regisseur Jürgen Weber am 27. Januar 2019 in Konstanz

Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wird in einer Gedenkveranstaltung der regionalhistorische Dokumentarfilm „Wie Dachau an den See kam …“ zur Geschichte des KZ-Außenlagers in Überlingen gezeigt.

Es ist geplant, dass an diesem Abend neben dem Filmemacher Jürgen Weber auch die Überlinger Zeitzeugin Dr. Grete Leutz anwesend sein wird. Als junge Frau wurde sie fast täglich Zeugin des Zuges der KZ-Häftlinge vom Lager Aufkirch zur Überlinger Stollenanlage. In der Außenstelle Überlingen des KZ Dachau mussten ab Oktober 1944 rund 800 Häftlinge einen Stollen in den Molassefelsen treiben, um die Friedrichshafener Rüstungsindustrie am Bodensee „bombensicher“ unterzubringen. Bis April 1945 liefen viermal pro Tag die Kolonnen der Häftlinge - schwer bewacht durch die SS - durch den Überlinger Westen.

Der Film zeichnet mit Aussagen zweier ehemaliger Häftlinge, mit den Erinnerungen von damals jungen Menschen aus Überlingen und mit Fachleuten die Geschichte der KZ-Außenstelle Überlingen nach. Aufgrund seiner regionalhistorischen Bedeutung und teilweise einmaliger Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wurde der Film aus dem Jahr 1995 als Retrospektive 2017 neu in der Reihe „Zeitgeschichtliche Kurz- und Dokumentarfilme“ aufgelegt.

Termin: 27. Januar 2019

Zeit: 19:30 – 21:00 Uhr

Ort: Wolkenstein-Saal (Kulturzentrum am Münster), Konstanz

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“, Kulturamt der Stadt Konstanz, vhs Landkreis Konstanz e. V. DIG Bodensee Region, Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit e.V. Konstanz und weitere

Eintritt: frei

2019/02/11 23:45 · sw · 0 Kommentare

Uraufführung: Gerron

Im Stadttheater Konstanz wird am 2.2.2019 das Stück „Gerron“ von Charles Lewinsky uraufgeführt. Regisseurin ist Annette Gleichmann.

Das Stück basiert auf der wahren Geschichte des jüdischen Künstlers Kurt Gerron. Als Frontsoldat und Arzt im 1. Weltkrieg kämpfend, mehrfach schwer verletzt, wurde er später im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Er floh 1933 zunächst nach Paris, dann nach Österreich, Italien und in die Niederlande, wo er 1943 interniert wurde. Im Jahr 1944 wurden er und seine Familie in das KZ Theresienstadt deportiert. Seine Mitwirkung als Regisseur an dem im KZ gedrehten Propagandafilm “Theresienstadt“ schützte ihn nicht vor der Deportation nach Auschwitz, wo er ebenso wie die 1600 mitwirkenden Kinder nach Ende der Dreharbeiten vergast wurde.

Uraufführung: 2.2.2019, Theaterwerkstatt Inselgasse, 20 Uhr

Ticketreservierung und weitere Spielzeiten: Gerron

Quelle: Stadttheater Konstanz

2019/02/02 13:14 · sw · 0 Kommentare

Vor 80 Jahren: Aktion "T4" - "Denkmal der Grauen Busse" 2019 im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen

Wirtschaftsgebäude von Grafeneck, Personal der als Tarnorganisation eingerichteten „Gemeinnützigen Krankentransport GmbH (Gekrat)“; einer von drei Bussen der Gekrat, mit denen ab Januar 1940 geistig und körperlich behinderte und psychisch kranke Menschen aus Pflegeeinrichtungen und Heilanstalten (wie z. B. Freiburg, Emmendingen und Reichenau, Konstanz) in die Vernichtungsanstalt Grafeneck gebracht wurden. Innerhalb eines Jahres wurden in der Gaskammer von Grafeneck 10.654 Menschen ermordet. Fotografie: Gedenkstätte Grafeneck

Die Radolfzeller Opfer der Aktion "T4" 1939-1941 waren Patient/innen der psychiatrischen Heil- und Pflegeanstalten Reichenau, Emmendingen und Wiesloch, der Kreispflegeanstalt Geisingen, der Universitätsnervenklink Freiburg und/oder minderjährige „Pfleglinge“ der St. Josefsanstalt Herten und davor in Kinderheimen in Freiburg, Konstanz und Sigmaringen untergebracht:

Maria Amann 1899-1941 | Frieda Armbruster 1890-1940 | Alwin Bödler 1883-1940 | Walter Böhler 1934-1940 | Emma Braun 1886-1940 | Albertine Hässig 1890-1940 | Nikolaus Honsell 1887-1940 | Otto Hans Keller 1893-1940 | Leopold Kohler 1887-1940 | Anna Ronkat 1904-1940 | Josefa Trost, geb. Klaus 1878-1940 | Helmut Waller 1920-1940 | Berta Welschinger 1902-1940 | Elisabeth Welschinger 1931-1940

"Denkmal der grauen Busse" 2019 im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen.

Montag, 28. Januar 2019, 11.00 Uhr Eröffnungsveranstaltung zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus

Ort: Festhalle des Zentrums für Psychiatrie Emmendingen

Programm: Kranzniederlegung und Gedenkminute am Denkmal im ZfP Emmendingen Begrüßung Michael Eichhorst, Geschäftsführer ZfP Emmendingen und Calw

Vortrag „Erinnern, gedenken, bilden: Oder: Wie können wir in unseren psychiatrischen Kliniken mit der NS Vergangenheit umgehen?“

Referent: Prof. Dr. med. Thomas Müller, Leiter des Forschungsbereichs Geschichte und Ethik in der Medizin am ZfP Südwürttemberg / Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm. Er ist Leiter des Württembergischen Psychiatriemuseums und Koordinator der Historischen Forschung der Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg.

Eröffnung und Ausstellung des Denkmals der Grauen Busse

Zu den weiteren Veranstaltungen des Begleitprogramms 2019:

Download (PDF)

Beschlussvorlage - Zur Umbenennung des "Landserwegs" in "Fritz-Klose-Weg"

Der „Landserweg“ im Dezember 2018, links die alte Mauereinfassung des Kasernenareals, rechts die Wohnblöcke der ehemaligen SS-Siedlung. Fotografie: Markus Wolter

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In seiner Sitzung am 27. November 2018 wird der Radolfzeller Gemeinderat über eine Straßenumbenennnung entscheiden. Der durch den einschlägigen NS-Kontext in die Kritik geratene „Landserweg“ - zwischen ehemaliger SS-Kaserne und SS-Wohnsiedlung - soll nach einer im Sommer 2018 an den Ältestenrat übermittelten Initiativanfrage umbenannt werden. Nach ensprechender Empfehlung des Ältestenrats folgte eine nochmalige, quellengestützte Überprüfung der Sachlage und Stellungnahme durch die Abteilung Stadtgeschichte. In der Initiativanfrage war von Markus Wolter die Umbennung des „Landserwegs“ in „Fritz-Klose-Weg“ vorgeschlagen worden, benannt nach dem neben Jacob Dörr zweiten nachweislichen Todesfall eines KZ-Häftlings im Außenkommando Radolfzell. Alternativ schlägt die Abteilung Stadtgeschichte die historisch überlieferte Flurbezeichnung „Am Entennest“ (sic) vor.

Beschlussvorlage:abgerufen auf: Ratsinformationssystem, Sitzungskalender (PDF)

2018/11/23 20:57 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Bunte Demo statt braunes Denkmal

Antifaschistische Kundgebung zum Vokstrauertag in Radolfzell am Sonntag, 18.11.18 um 11:30 Uhr.

Der Text des Flyers

Wenn Kriegstoten gedacht werden soll, muss erklärt werden warum sie gestorben sind. So gibt es Täter die morden und Menschen die jenen zum Opfer fallen. Im postnazistischen Deutschland wird diese Erklärung ausgelassen. Das führt dazu, dass Opfern und Tätern im selben Atemzug gedacht wird. Das Kriegerdenkmal in Radolfzell treibt diese absurde Form des Gedenkens auf die Spitze. Unterschiedslos stehen auf den Gedenkplatten die Namen der Ermordeten in mitten ihrer Häscher. So finden sich zahlreiche SS-Offiziere und Wehrmachtssoldaten inmitten derer, der jährlich zum Volkstrauertag gedacht wird. Das Kriegerdenkmal wurde 1938 im Auftrag der SS errichtet. Das macht den Ort zu einer Pilgerstätte für Neonazis aus der Region. Wiederholt nutzte die faschistische Partei Der Dritte Weg diesen Ort um Kränze nieder zu legen und Kriegsverbrechern zu huldigen. Antifaschistische Proteste gegen solche PR-Aktionen versuchte die Stadt schon zweimal zu verhindern – ohne Erfolg: Die Demoverbote wurden vor Gericht als illegal eingestuft und kosteten die Stadt über 10.000 Euro.

Aus diesen Gründen sagen wir nein zu unterschiedsloser Trauer, zu Nazidenkmälern und zu faschistischen Umtrieben. Deswegen wollen wir den Opfern faschistischer Gewalt auf angemessene Weise gedenken.

Treffpunkt: Gedenkstein der deportierten Jüdinnen und Juden an der Seetorstraße vor dem Bahnhof Radolfzell. Danach wird es am Kriegerdenkmal auf dem Luisenplatz eine Kundgebung gegen das Denkmal geben.

Quelle: https://de-de.facebook.com/events/491576801250024/

2018/11/17 15:05 · sw · 0 Kommentare
 
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