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Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



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===== 2018 ===== ===== 2018 =====
-  * **15.05.2018** Der Kulturausschuss des Gemeinderartes berät über die verbliebenen vier Vorschläge bzw. Prüfanträge zur "Umgestaltung des Luisenplatzes**: 1. Erläuterungstafel zu Großherzogin Luise von Baden; 2. Schaffung eines "Aufenthaltsortes" mit zusätzlichen Sitzbänken; 3. Begrünung    /Bewuchs des "Kriegerdenkmals"; 4. Versetzung des "Kriegerdenkmals" an den Rand des Areals. +  * **01.09.2018** Die neue Website [[http://karlheinz-hug.de/kriegsdenkmal-radolfzell|NS-Kriegsdenkmal in Radolfzell und anderswo]] geht online. Bewusst wurde von Karlheinz Hug als Startdatum der 79. Jahrestag des Überfalls auf Polen gewählt, an dem sich auch Radolfzeller SS-Truppen beteiligten.  
-Ergebnis: Verworfen werden die Erläuterungstafel und die Anbringung von Sitzbänken. Der neuerliche Vorschlag, die Namenstafeln auf den Waldfriedhof zu verlegen (Breimaier) bzw. der Vorschlag von Norbert Lumbe, den Abriss des "Kriegdenkmals" und eine künstlerische Ausschreibung zusätzlich in ein Prüfungsverfahren aufzunehmen, werden abgelehnt. Eine dauerhafte oder längere "Verhüllung" der Krieger-Skulptur wie anlässlich des letzten "Friedensfests", werde es nicht geben. Breimaiers Anregung, die Volkstrauertage in Zukunft an einem anderen Ort zu begehen, werde man, so OB Staab, allerdings "mitnehmen". Über das Geastaltungselement der "Begrünung" bzw. die Versetzung der Skulptur auf dem Platz muss nun der Gemeinderat abstimmen+  * **02.08.2018** Das Verbot der Luisenplatzkundgebung am 17.11.2017 durch die Stadt Radolfzell war rechtswidrig. Der Klage von AntifaschistInnen dagegen wurde diese Woche vom Verwaltungsgericht Freiburg stattgegeben. Bei der Kundgebung sollte zur NS-Vergangenheit von Radolfzell aufgeklärt und gegen die Aktivitäten der Nazipartei "Der III. Weg" auf die Straße gegangen werden, was die Stadtverwaltung verhindern wollte. Vgl.: 
-Vgl.: Isabelle Arndt: Zwischen Verhüllen und Verstecken. Radolfzell berät über Umgestaltung des Kriegerdenkmals, [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Zwischen-Verhuellen-und-Verstecken-Radolfzell-beraet-ueber-Umgestaltung-des-Kriegerdenkmals;art372455,9741496|Südkurier, 18. Mai 2018.]]          +    * [[http://linksrhein.blogsport.de/2018/08/04/radolfzeller-verbot-einer-kundgebung-gegen-oertliche-nazistrukturen-war-rechtswidrig/|Radolfzeller Verbot einer Kundgebung gegen örtliche Nazistrukturen war rechtswidrig]] LinksRhein, 4.8.2018 
-        +    * [[https://www.seemoz.de/lokal_regional/radolfzell-demoverbot-war-rechtswidrig/|Radolfzell: Städtisches Demoverbot war rechtswidrig]] Seemoz, 9.8.2018 
 +    * [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Demo-Verbot-war-rechtswidrig;art372455,9852975|Demo-Verbot war rechtswidrig]] Südkurier, 11.8.2018 
 +  * **18.07.2018** Demonstration gegen eine Tagung der AfD in der ehemaligen Kaserne der Waffen-SS Radolfzell.  
 + 
 +Der Gedenkstättenort Radolfzell (Gedenkstele an der ehemaligen SS-Kaserne / KZ-Außenkommando) ist an diesem Tag ein polizeilich geschützter Tagungsort der AfD-Konstanz und ihres "Ehrengastes", der AfD-Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bundestag, [[https://de.wikipedia.org/wiki/Alice_Weidel|Alice Weidel]]; ermöglicht von einem ahnungslos sich gebenden RIZ-Geschäftsführer, Bernhard Bihler. 
 + 
 +Rund 100 Menschen demonstrierten mit einer lautstarken Mahnwache gegen die als "interne Tagung" oder "Patenschaftsbesuch" bezeichnete Propagandaveranstaltung des AfD-Kreisverbands Konstanz. Im Nachgang der Tagung kündigte dessen Sprecher, W. A. Schwaebsch, an, dass die AfD bei den Kommunalwahlen 2019 auch in Radolfzell mit einer eigenen Liste antreten werde. 
 + 
 +Den Aufruf des SPD-Kreisverbands zur Protestveranstaltung unterstützten die SPD Radolfzell, FGL Radolfzell, Die Linke, Die Partei, das Bürgerbündnis Radolfzell für Demokratie (BRD), die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft sowie die Initiative Stolpersteine  für Radolfzell. Die Mitglieder der "Alternative für Deutschland" übten das ihnen vom Vermieter des RIZ an diesem Tag zugesprochene "Hausrecht" aus und verwiesen mit Armbindenträgern ("Ordnung") und mit tatkräftiger Unterstützung von starken Polizeikräften die Demonstranten vom Gelände des RIZ-Grundstücks. Die Demo sei nur an der Gedenkstele gestattet; nicht auf dem Gelände des RIZ, so Radolfzells Polizeirevierleiter Willi Streit. Zu der Buchung der AfD im RIZ hatte sich der dafür verantwortliche Bernhard Bihler im Vorfeld nur zögerlich geäußert, er könne keine privaten Buchungen kommentieren und wisse nichts über den Inhalt der Veranstaltung. 
 + 
 +{{gallery>:stabsgebaude_1938-hillebrecht.jpg?300x300&lightbox}} 
 +Das Stabgsgebäude der SS-Kaserne im Jahr 1938. Foto: Hillebrecht.  
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 +"Ganz witzig hier, in diesem beschaulichen Radolfzell" - Weidels Kommentar zu Protestrufen von Demonstrationsteilnehmern   
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 +Kurz nach 18.00 Uhr fuhr dann ein silberner Mercedes am Haupteingang des RIZ vor und Alice Weidel konnte ungestört am AfD-"Patenschaftstreffen" teilnehmen: der Tagungsraum befand sich im ehemaligen Stabsgebäude. Die Rede wurde von der AfD live gestreamt und im Anschluss auf der Facebookseite des AfD-Kreisverbands Konstanz und auf [[https://www.youtube.com/watch?v=Wdu40uN_Jag|youtube eingestellt.]] 
 + 
 +Vgl.: [[https://www.seemoz.de/lokal_regional/zum-kotzen/|Bericht im Seemoz, 19. Juli 2018.]] 
 + 
 +Vgl.: Anna-Maria Schneider: Rund 100 Menschen demonstrieren gegen eine Tagung der AfD im Radolfzeller RIZ, [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Rund-100-Menschen-demonstrieren-gegen-eine-Tagung-der-AfD-im-Radolfzeller-RIZ;art372455,9823100|Südkurier, 19. Juli 2018.]] 
 + 
 +  * **15.06.2018** Karlheinz Hug: Vorschläge zum NS-Kriegerdenkmal in Radolfzell. Offener Brief an Oberbürgermeister Martin Staab, den Radolfzeller Gemeinderat, die Abteilung Stadtgeschichte, den Arbeitskreis Erinnerungskultur und an die Presse. Auf: [[http://karlheinz-hug.de/hegau-bodensee/start/Radolfzell_NS-Kriegerdenkmal_Vorschlaege_2018-06-15_K_Hug.pdf|Weblog von Karlheinz Hug, Hilzingen, 15. Juni 2018]]. 
 +  * **27.05.2018** Karlheinz Hug: Fragen zum NS-Kriegerdenkmal in Radolfzell. Offener Brief an den Radolfzeller Kulturausschuss und an den Arbeitskreis Erinnerungskultur. Auf: [[http://www.karlheinz-hug.de/hegau-bodensee/start/Radolfzell_NS-Kriegerdenkmal_Fragen_2018-05-27_K_Hug.pdf|Weblog von Karlheinz Hug, Hilzingen, 27. Mai 2018]]. 
 + 
 +  * **15.05.2018** Der Kulturausschuss des Gemeinderats berät über die verbliebenen vier Vorschläge bzw. Prüfanträge zur "Umgestaltung des Luisenplatzes" (vgl. 17. Oktober 2017):  
 +1. Erläuterungstafel zu Großherzogin Luise von Baden; 2. Schaffung eines "Aufenthaltsortes" mit zusätzlichen Sitzbänken; 3. Begrünung    /Bewuchs des "Kriegerdenkmals"; 4. Versetzung des "Kriegerdenkmals" an den Rand des Areals. 
 + 
 +Verworfen werden die Erläuterungstafel und die Anbringung von Sitzbänken. Der neuerliche Vorschlag, die Namenstafeln auf den Waldfriedhof zu verlegen (Nina Breimaier) bzw. der Vorschlag von Norbert Lumbe, den Abriss des "Kriegerdenkmals" und eine künstlerische Ausschreibung prüfen zu lassen, werden abgelehnt bzw. finden nicht die erforderliche Mehrheit. Eine dauerhafte "Verhüllung" der Krieger-Skulptur, wie anlässlich des letzten "Friedensfests", wird es wohl ebenfalls nicht geben. Breimaiers Anregung, die Volkstrauertage in Zukunft an einem anderen Ort in der Stadt zu begehen, werde man, so OB Staab, allerdings "mitnehmen". 
 + 
 +**Beschluss als Empfehlung für den Gemeinderat**: 
 +"Folgende Vorschläge zur Umgestaltung des Luisenplatzes werden von der Abteilung Stadtgeschichte in die Planung 2019 aufgenommen: 
 + 
 +Das Gefallenendenkmal und die Namenstafeln auf dem Luisenplatz werden begrünt. 
 + 
 +Das Gefallenendenkmal wird an einen anderen Standort auf dem Luisenplatz versetzt." 
 + 
 +Vgl.: [[https://www.radolfzell.de/eu/Buerger-Stadt/Kommunalpolitik/Buergerinfo-Gemeinderat/Sitzungskalender/page15800.htm|Vorlage, Wortprotokoll und Beschluss der Kulturausschuss-Sitzung vom 15. Mai 2018.]] 
 + 
 +**Sprachregelung:** Das sogenannte "Kriegerdenkmal" sei, so Angelique Tracik, Fachbereichsleiterin Kultur, gar kein Kriegerdenkmal sondern ein "Gefallenendenkmal" und auch als solches zu bezeichnen: 
 + 
 +"Die aktuelle Literatur zu dem Thema, hier vor allem die Aufsätze von Martina Blaschka/Landesamt für Denkmalpflege, benutzen den Begriff "Gefallenendenkmal", um Denkmale wie auf dem Lusienplatz zu definieren. Ein „Gefallenendenkmal“ erinnert in erster Linie an die Gefallenen und Vermissten eines Krieges, z.B. aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg. Das Gedenken gilt den Getöteten. Das trifft für den Luisenplatz in Radolfzell zu. Neben den beiden in den Kampf ziehenden Soldaten finden sich die Tafeln zu den Gefallenen und Vermissten." 
 + 
 +Vgl.: Isabelle Arndt: Zwischen Verhüllen und Verstecken. Radolfzell berät über Umgestaltung des Kriegerdenkmals, [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Zwischen-Verhuellen-und-Verstecken-Radolfzell-beraet-ueber-Umgestaltung-des-Kriegerdenkmals;art372455,9741496|Südkurier, 18. Mai 2018.]] 
  * **08.05.2018** Erneutes, extrem kurzfristiges Verbot einer seit Monaten angemeldeten Kundgebung zur "NS-Vergangenheit in Radolfzell" auf dem Luisenplatz. Die Verbotsbegründung der Stadt Radolfzell: der Präventionsrat der Stadt und das Bürgerbündnis Radolfzell für Demokratie (BRD) würden dort ein Friedensfest veranstalten, das aber, wie FGL-Gemeinderätin Nina Breimaier zugab, später angemeldet worden war. Der Verbotsbescheid kam wieder einmal so kurzfristig, dass ein Eilverfahren für vorläufigen Rechtsschutz nicht mehr möglich war.  Soviel zum Demokratiebegriff des Radolfzeller Bürgerbündnisses und der Radolfzeller Versammlungsbehörde. Der 8. Mai ist ein Feiertag anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus.     * **08.05.2018** Erneutes, extrem kurzfristiges Verbot einer seit Monaten angemeldeten Kundgebung zur "NS-Vergangenheit in Radolfzell" auf dem Luisenplatz. Die Verbotsbegründung der Stadt Radolfzell: der Präventionsrat der Stadt und das Bürgerbündnis Radolfzell für Demokratie (BRD) würden dort ein Friedensfest veranstalten, das aber, wie FGL-Gemeinderätin Nina Breimaier zugab, später angemeldet worden war. Der Verbotsbescheid kam wieder einmal so kurzfristig, dass ein Eilverfahren für vorläufigen Rechtsschutz nicht mehr möglich war.  Soviel zum Demokratiebegriff des Radolfzeller Bürgerbündnisses und der Radolfzeller Versammlungsbehörde. Der 8. Mai ist ein Feiertag anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus.  
-  * **21.04.2018** Die Stadt Radolfzell verbietet eine antifaschistische Versammlung am Luisenplatz und streicht den angemeldeten Demonstrationsweg dahin ohne weitere Begründung auf ein Minimum zusammen. Das Verbot wird in einem Eilverfahren zusammen mit zahlreichen anderen Auflagen als "offensichtlich rechtswidrig" gekippt. Die Demonstation vom Bahnhof zum Luisenplatz konnte somit in vollem Umfang stattfinden. Die Radolfzeller Öffentlichkeit konnte über die Radolfzeller NS-Geschichte, die als "Opfer" geehrten Radolfzell SS-Soldaten und die Aktivitäten der örtlichen Neonazis informiert werden. +  * **21.04.2018** Die Stadt Radolfzell verbietet eine antifaschistische Versammlung am Luisenplatz und streicht den angemeldeten Demonstrationsweg dahin ohne weitere Begründung auf ein Minimum zusammen. Das Verbot wird in einem Eilverfahren zusammen mit zahlreichen anderen Auflagen als "offensichtlich rechtswidrig" gekippt. Die Demonstration vom Bahnhof zum Luisenplatz konnte somit in vollem Umfang stattfinden. Die Radolfzeller Öffentlichkeit konnte über die Radolfzeller NS-Geschichte, die als "Opfer" geehrten Radolfzell SS-Soldaten und die Aktivitäten der örtlichen Neonazis informiert werden. 
-  * **12.03.2018** Nachfolgerin der bisherigen Leiterin der Abteilung Stadtgeschichte, Katharina Maier, und neue Leiterin des Stadtarchivs sowie des Stadtmuseums Radolfzell wird die promovierte Historikerin und Medienwissenschaftlerin [[https://www.radolfzell.de/docs/index.aspx?id=15368&n_d_from_y=2001&n_d_from_m=1&n_d_to_y=2018&n_d_to_m=3&newsrefid=15314&newsid=345607|Dr. Angelika Merk.]]+   * **12.03.2018** Nachfolgerin der bisherigen Leiterin der Abteilung Stadtgeschichte, Katharina Maier, und neue Leiterin des Stadtarchivs sowie des Stadtmuseums Radolfzell wird die promovierte Historikerin und Medienwissenschaftlerin [[https://www.radolfzell.de/docs/index.aspx?id=15368&n_d_from_y=2001&n_d_from_m=1&n_d_to_y=2018&n_d_to_m=3&newsrefid=15314&newsid=345607|Dr. Angelika Merk.]] 
 +   *  **14.02.2018** Karlheinz Hug: Überlegungen zum NS-Kriegerdenkmal in Radolfzell. Offener Brief an die Mitglieder des Radolfzeller Kulturausschusses und des Arbeitskreises Erinnerungskultur. Auf: [[http://karlheinz-hug.de/hegau-bodensee/start/Radolfzell_NS-Kriegerdenkmal_Ueberlegungen_2018-02-14_K_Hug.pdf|Weblog von Karlheinz Hug, Hilzingen, 14. Februar 2018]].
  * **09.01.2018** Nach der Auflösung der [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/stolpersteine_fuer_radolfzell|Initiative "Stolpersteine in Radolfzell"]] im November 2017 kam es zur Neugründung einer [[http://stolpersteine-radolfzell.de/|Initiative "Stolpersteine- Radolfzell"]]   * **09.01.2018** Nach der Auflösung der [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/stolpersteine_fuer_radolfzell|Initiative "Stolpersteine in Radolfzell"]] im November 2017 kam es zur Neugründung einer [[http://stolpersteine-radolfzell.de/|Initiative "Stolpersteine- Radolfzell"]]
===== 2017 ===== ===== 2017 =====
  * **26.11.2017** Die Initiative "Stolpersteine in Radolfzell" wurde aufgelöst. In Radolfzell sorgte sie in den Jahren 2012-2017 für die Verlegung von insgesamt 23 Stolpersteinen und organisierte mehrere Gedenk- und Informationsveranstaltungen zum Thema. Mit folgendem Anschreiben wurden im Februar 2018 Angehörige von NS-Opfern, Stolperstein-PatInnen und sonstige Interessierte und UnterstützerInnen über die Hintergründe informiert und auch darüber, wie es weiter geht. {{:anschreiben.pdf|Anschreiben}}   * **26.11.2017** Die Initiative "Stolpersteine in Radolfzell" wurde aufgelöst. In Radolfzell sorgte sie in den Jahren 2012-2017 für die Verlegung von insgesamt 23 Stolpersteinen und organisierte mehrere Gedenk- und Informationsveranstaltungen zum Thema. Mit folgendem Anschreiben wurden im Februar 2018 Angehörige von NS-Opfern, Stolperstein-PatInnen und sonstige Interessierte und UnterstützerInnen über die Hintergründe informiert und auch darüber, wie es weiter geht. {{:anschreiben.pdf|Anschreiben}}
- +  * **17.11.2017** Gegen 14:30 Uhr bildet sich eine antifaschistische Spontandemonstration gegen das laut Verwaltungsgericht Freiburg rechtswidrige Luisenplatzverbot. Sie geht mit Rufen wie "Radolfzell, Behördenstadt, wir haben dich zum kotzen satt!" bis zum Amtsgericht Radolfzell wo sie von der Polizei eingekesselt wird. Die spontane Versammlung wird auf Veranlassung der Stadtverwaltung und ohne Rechtsgrundlage aufgelöst. Es kommt zu Festnahmen und  Strafanzeigen wegen angeblichen Aufrufs zu einer verbotenen Demonstration sowie  Bußgeldbescheiden wegen der angeblichen Ordnungswidrigkeit, an einer verbotenen Demonstration teilgenommen zu haben. Dort, wo es zu Rangeleien bei der Festnahme gekommen war, versuchte der Staat den Antifas zusätzlich „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ anzuhängen. \\  **Update:** Von den fünf Ermittlungsverfahren mussten  bislang (August 2018) drei eingestellt werden. Staatskasse und Stadtkasse trägen sämtliche Kosten für die Verfahren. 
-  * **17.11.2017** Radolfzell verbietet die angemeldete Kundgebung "[[https://www.facebook.com/events/743649239155897/|Welcome to Radolfzell]]", bei der zur NS-Vergangenheit von Radolfzell aufgeklärt und gegen die Aktivitäten der Nazipartei "Der III. Weg" auf die Straße gegangen werden sollte. Als Verbotsanlass reichten der Stadt einige Plakate auf dem Sockel des Kriegerdenkmals, die dort von unbekannten Personen angebracht worden waren. Sie konstruierte daraus eine Gefährdung der Sicherheit und Ordnung, die somit auch von der Kundgebung ausgehen sollte. Dieses Argument ist nicht schlüssig und stellt die Rechtstreue der Stadt Radolfzell in Frage. Die Kundgebung musste daraufhin abgesagt werden. +    * Vgl. [[http://linksrhein.blogsport.de/2018/08/22/radolfzell-bussgeld-und-strafverfahren-gegen-antifaschistinnen-eingestellt/|Radolfzell: Bußgeld- und Strafverfahren gegen AntifaschistInnen eingestellt]] LinksRhein 22.8.2018 
 +  * **17.11.2017** Radolfzell verbietet die angemeldete Kundgebung "[[https://www.facebook.com/events/743649239155897/|Welcome to Radolfzell]]", bei der zur NS-Vergangenheit von Radolfzell aufgeklärt und gegen die Aktivitäten der Nazipartei "Der III. Weg" auf die Straße gegangen werden sollte. Als Verbotsanlass reichten der Stadt einige Plakate auf dem Sockel des Kriegerdenkmals, die dort von unbekannten Personen angebracht worden waren. Sie konstruierte daraus eine Gefährdung der Sicherheit und Ordnung, die somit auch von der Kundgebung ausgehen sollte. Dieses Argument ist nicht schlüssig und stellt die Rechtstreue der Stadt Radolfzell in Frage. Die Kundgebung musste daraufhin abgesagt werden.\\  **Update:** Am 2.8.2017 wurde vom Verwaltungsgericht Freiburg festgestellt, dass das Verbot rechtswidrig gewesen war: 
 +    * Vgl. [[http://linksrhein.blogsport.de/2018/08/04/radolfzeller-verbot-einer-kundgebung-gegen-oertliche-nazistrukturen-war-rechtswidrig/|Radolfzeller Verbot einer Kundgebung gegen örtliche Nazistrukturen war rechtswidrig]] LinksRhein, 4.8.2018 
 +    * Vgl. [[https://www.seemoz.de/lokal_regional/radolfzell-demoverbot-war-rechtswidrig/|Radolfzell: Städtisches Demoverbot war rechtswidrig]] Seemoz, 9.8.2018 
 +    * Vgl. [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Demo-Verbot-war-rechtswidrig;art372455,9852975|Demo-Verbot war rechtswidrig]] Südkurier, 11.8.2018
  * **17.10.2017** Der Kulturausschuss des Radolfzeller Gemeinderats beschließt mehrheitlich, die Abteilung Stadtgeschichte damit zu beauftragen, unter den im "Arbeitskreis Erinnerungskultur" zuvor gemachten 10 Vorschlägen zur **"Umgestaltung des Luisenplatzes"** hinsichtlich "Umsetzbarkeit, Finanzierung und Sicherheit" die folgenden vier, fett markierten, prüfen zu lassen:   * **17.10.2017** Der Kulturausschuss des Radolfzeller Gemeinderats beschließt mehrheitlich, die Abteilung Stadtgeschichte damit zu beauftragen, unter den im "Arbeitskreis Erinnerungskultur" zuvor gemachten 10 Vorschlägen zur **"Umgestaltung des Luisenplatzes"** hinsichtlich "Umsetzbarkeit, Finanzierung und Sicherheit" die folgenden vier, fett markierten, prüfen zu lassen:
    * Glasverhüllung (einfarbig, farbig, beleuchtet. Das Denkmal wird durch eine Galskonstruktion verhüllt, welche z.B. farbig gestaltet sein kann.     * Glasverhüllung (einfarbig, farbig, beleuchtet. Das Denkmal wird durch eine Galskonstruktion verhüllt, welche z.B. farbig gestaltet sein kann.
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  * **11.10.2016** Der Kulturauschuss des Radolfzeller Gemeinderats beschließt einstimmig, auf eine "weitere künstlerische Maßnahme" am Luisenplatz zu verzichten, keinen Gestaltungswettbewerb auszuschreiben, und an der bisherigen "Gestaltung des Volkstrauertages" am Kriegerdenkmal mit Kranzniederlegungen an den Namenstafeln der "Opfer" festzuhalten. Der Beschlusstext im Wortlaut: "Beibehaltung der jetzigen Gestaltung am Luisenplatz mit den informativen Tafeln ohne weitere künstlerische Maßnahmen. Beibehaltung der regelmäßigen Aktionen zur Betonung des Friedensgedankens am Luisenplatz, z.B. Fahnenaktion, Begehung des Weltfriedenstages, aktuelle Gestaltung des Volkstrauertages, etc." (vgl. [[http://www.radolfzell.de/eu/Buerger-Stadt/Kommunalpolitik/Buergerinfo-Gemeinderat/Sitzungskalender/page15800.htm|Niederschrift der KA-Sitzung vom 11.10.2016]]).     * **11.10.2016** Der Kulturauschuss des Radolfzeller Gemeinderats beschließt einstimmig, auf eine "weitere künstlerische Maßnahme" am Luisenplatz zu verzichten, keinen Gestaltungswettbewerb auszuschreiben, und an der bisherigen "Gestaltung des Volkstrauertages" am Kriegerdenkmal mit Kranzniederlegungen an den Namenstafeln der "Opfer" festzuhalten. Der Beschlusstext im Wortlaut: "Beibehaltung der jetzigen Gestaltung am Luisenplatz mit den informativen Tafeln ohne weitere künstlerische Maßnahmen. Beibehaltung der regelmäßigen Aktionen zur Betonung des Friedensgedankens am Luisenplatz, z.B. Fahnenaktion, Begehung des Weltfriedenstages, aktuelle Gestaltung des Volkstrauertages, etc." (vgl. [[http://www.radolfzell.de/eu/Buerger-Stadt/Kommunalpolitik/Buergerinfo-Gemeinderat/Sitzungskalender/page15800.htm|Niederschrift der KA-Sitzung vom 11.10.2016]]).  
  * **02.10.2016** Im Rahmen der diesjährigen "Kulturnacht" wurden auf dem Luisenplatz 38 u.a. von Radolfzeller SchülerInnen gestaltete "Friedensfahnen" rund um das "Kriegerdenkmal" aufgestellt, die bis zum 13. November 2016 (Volkstrauertag) installiert bleiben sollten, um, so die Konzeption der städtischen Gedenkpolitik, dem historisch belasteten, aus der NS-Zeit stammenden Gedenk-Ensemble eine neue Bedeutung zu geben und den Luisenplatz in Zukunft zu einem "Platz des Friedens" umzugestalten. Bereits in der Nacht vom 3. auf den 4.10.2016 wurden sämtliche Fahnen von bislang unbekannten Tätern entfernt bzw. gestohlen. Am Tatort fanden sich Flugblätter und Aufkleber der rechtsextremistischen Partei [[https://de.wikipedia.org/wiki/Der_III._Weg|"Der III. Weg"]]. Die Stadtverwaltung Radolfzell erstattete Strafanzeige gegen unbekannt. Im Juni 2016 hatte eine Demonstration von Mitgliedern der Neonazipartei durch die Innenstadt von Radolfzell für Aufsehen und die verspätete Information über die Anmeldung Unmut im Gemeinderat gesorgt; bereits am 8. Mai 2015 und auch 2016 war es am Kriegerdenkmal zu revisionistischen, volksverhetzenden "Heldengedenk"-Aktionen" gekommen. In der Vergangenheit fanden sich im Stadtgebiet auch immer wieder Flugblätter in Briefkästen und fremdenfeindliche, rassistische Aufkleber auf Laternenmasten. Erst im August 2016 waren der Stolperstein für Alice Fleischel und die Gurs-Gedenktafel am Seetorplatz mit solchen Aufklebern überklebt und geschändet worden, was seinerzeit von einer Privatperson zur Anzeige gebracht wurde.       * **02.10.2016** Im Rahmen der diesjährigen "Kulturnacht" wurden auf dem Luisenplatz 38 u.a. von Radolfzeller SchülerInnen gestaltete "Friedensfahnen" rund um das "Kriegerdenkmal" aufgestellt, die bis zum 13. November 2016 (Volkstrauertag) installiert bleiben sollten, um, so die Konzeption der städtischen Gedenkpolitik, dem historisch belasteten, aus der NS-Zeit stammenden Gedenk-Ensemble eine neue Bedeutung zu geben und den Luisenplatz in Zukunft zu einem "Platz des Friedens" umzugestalten. Bereits in der Nacht vom 3. auf den 4.10.2016 wurden sämtliche Fahnen von bislang unbekannten Tätern entfernt bzw. gestohlen. Am Tatort fanden sich Flugblätter und Aufkleber der rechtsextremistischen Partei [[https://de.wikipedia.org/wiki/Der_III._Weg|"Der III. Weg"]]. Die Stadtverwaltung Radolfzell erstattete Strafanzeige gegen unbekannt. Im Juni 2016 hatte eine Demonstration von Mitgliedern der Neonazipartei durch die Innenstadt von Radolfzell für Aufsehen und die verspätete Information über die Anmeldung Unmut im Gemeinderat gesorgt; bereits am 8. Mai 2015 und auch 2016 war es am Kriegerdenkmal zu revisionistischen, volksverhetzenden "Heldengedenk"-Aktionen" gekommen. In der Vergangenheit fanden sich im Stadtgebiet auch immer wieder Flugblätter in Briefkästen und fremdenfeindliche, rassistische Aufkleber auf Laternenmasten. Erst im August 2016 waren der Stolperstein für Alice Fleischel und die Gurs-Gedenktafel am Seetorplatz mit solchen Aufklebern überklebt und geschändet worden, was seinerzeit von einer Privatperson zur Anzeige gebracht wurde.    
-  * **04.10.2016** Um diesen Aktionen in Zukunft auch präventiv entgegenzutreten, verabschiedete der Radolfzeller Gemeinderat in seiner Sitzung vom 4. Oktober 2016 eine Resolution "gegen jede Form von Gewalt, Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, politischen Extremismus, Faschismus und Antiziganismus"([[http://www.radolfzell.de/docs/index.aspx?id=15368&n_d_from_y=2001&n_d_from_m=1&n_d_to_y=2016&n_d_to_m=10&newsrefid=15314&newsid=235078|die Erklärung im Wortlaut]]).+  * **04.10.2016** Um diesen Aktionen in Zukunft auch präventiv entgegenzutreten, verabschiedete der Radolfzeller Gemeinderat in seiner Sitzung vom 4. Oktober 2016 eine Resolution "gegen jede Form von Gewalt, Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, politischen Extremismus, Faschismus und Antiziganismus"([[http://www.radolfzell.de/docs/index.aspx?id=15368&n_d_from_y=2001&n_d_from_m=1&n_d_to_y=2016&n_d_to_m=10&newsrefid=15314&newsid=235078|die Erklärung im Wortlaut]]). Anmerkung: Derzeit nicht abrufbar.
Vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Nach-Diebstahl-von-Friedensfahnen-Stadt-erstattet-Anzeige-gegen-rechtsextreme-Partei;art372455,8936126|Lisa Jahns: "Nach Diebstahl von Friedensfahnen: Stadt erstattet Anzeige gegen rechtsextreme Partei"]], Südkurier, 6.10.2016. Vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Nach-Diebstahl-von-Friedensfahnen-Stadt-erstattet-Anzeige-gegen-rechtsextreme-Partei;art372455,8936126|Lisa Jahns: "Nach Diebstahl von Friedensfahnen: Stadt erstattet Anzeige gegen rechtsextreme Partei"]], Südkurier, 6.10.2016.
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    * Ankündigung [[http://www.wochenblatt.net/heute/artikel-suche/artikel-einzelansicht/article/erste-stolpersteinsetzung-in-radolfzell-am-28-juni.html| [1] ]] +  [[http://www.wochenblatt.net/heute/artikel-suche/artikel-einzelansicht/article/stolpersteine-wider-das-vergessen.html| [2] ]] im Singener Wochenblatt     * Ankündigung [[http://www.wochenblatt.net/heute/artikel-suche/artikel-einzelansicht/article/erste-stolpersteinsetzung-in-radolfzell-am-28-juni.html| [1] ]] +  [[http://www.wochenblatt.net/heute/artikel-suche/artikel-einzelansicht/article/stolpersteine-wider-das-vergessen.html| [2] ]] im Singener Wochenblatt
  * **10.05.2014** Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Faschismus auf dem KZ-Friedhof Birnau. Es gibt u.a einen Redebeitrag der Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“.   * **10.05.2014** Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Faschismus auf dem KZ-Friedhof Birnau. Es gibt u.a einen Redebeitrag der Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“.
-  * **13.02.2014** Der Radolfzeller Kulturausschuss berät über den Genehmigungsantrag der Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“. Er wird einstimmig angenommen. Der Initiative wird ausführlich Gelegenheit gegeben, das Gedenkkonzept vorzustellen und die Methoden der Recherche von Stolpersteinbiografien darzulegen. -> [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Stolpersteine-in-Radolfzell-werden-verlegt;art372455,6701133,C|Bericht im Südkurier vom 15.2.2014]]+  * **13.02.2014** Der Radolfzeller Kulturausschuss berät über den Genehmigungsantrag der Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“. Er wird einstimmig angenommen. Der Initiative wird ausführlich Gelegenheit gegeben, das Gedenkkonzept vorzustellen und die Methoden der Recherche von Stolpersteinbiografien darzulegen. -> [[https://www.suedkurier.de/archiv/region/kreis-konstanz/radolfzell/art1360095,6701133|Bericht im Südkurier vom 15.2.2014]]
===== 2013 ===== ===== 2013 =====
  * **08.11.2013** Die Initiative "Stolpersteine in Radolfzell" reicht einen Antrag auf Genehmigung der Verlegung von [[stolpersteine_fuer_radolfzell|Stolpersteinen in Radolfzell]] ein.   * **08.11.2013** Die Initiative "Stolpersteine in Radolfzell" reicht einen Antrag auf Genehmigung der Verlegung von [[stolpersteine_fuer_radolfzell|Stolpersteinen in Radolfzell]] ein.
  * **27.09.2013:** Benefiz-Veranstaltung für die Stolperstein-Initiative. Das Solarschiff HELIO fährt stündlich von 14 – 17 Uhr vom Radolfzeller Hafen aus in den Untersee. Während der Fahrt werden die Gäste über die Initiative [[stolpersteine_fuer_radolfzell|„Stolpersteine in Radolfzell“]] informiert.   * **27.09.2013:** Benefiz-Veranstaltung für die Stolperstein-Initiative. Das Solarschiff HELIO fährt stündlich von 14 – 17 Uhr vom Radolfzeller Hafen aus in den Untersee. Während der Fahrt werden die Gäste über die Initiative [[stolpersteine_fuer_radolfzell|„Stolpersteine in Radolfzell“]] informiert.
-  * **08.09.2013:** Am diesjährigen [[http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/bw/114/6623/|Tag des offenen Denkmals]] wird eine vom Pforzheimer Künstler René Dantes geschaffene [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-kaserne#gedenkstatte_an_der_ehemaligen_kaserne|Gedenkskulptur mit vier Informationstafeln]] öffentlich eingeweiht. Das in der Zufahrt zum Stabsgebäude der ehemaligen SS-Kaserne (heute [[http://www.riz-radolfzell.de/bueroraeume-tagung-event/start.html|RIZ]]) errichtete Ensemble ist zusammen mit den [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-schiessanlage|Informations- und Gedenktafeln am Schießstand]] und dem [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/mahnmal_am_seetorplatz|Gurs-Mahnmal]] künftig Teil einer dezentralen NS-Gedenkstätte der Stadt Radolfzell. -> vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Gedenkstele-erinnert-an-Geschichte-der-Kaserne;art372455,6269029|Südkurier, 8.9.2013]] und [[http://www.wochenblatt.net/heute/nachrichten/article/das-vergessene-leid-sichtbar-machen.html|Singener Wochenblatt, 11.9.2013]]+  * **08.09.2013:** Am diesjährigen [[http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/bw/114/6623/|Tag des offenen Denkmals]] wird eine vom Pforzheimer Künstler René Dantes geschaffene [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-kaserne#gedenkstatte_an_der_ehemaligen_kaserne|Gedenkskulptur mit vier Informationstafeln]] öffentlich eingeweiht. Das in der Zufahrt zum Stabsgebäude der ehemaligen SS-Kaserne (heute [[http://www.riz-radolfzell.de/bueroraeume-tagung-event/start.html|RIZ]]) errichtete Ensemble ist zusammen mit den [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-schiessanlage|Informations- und Gedenktafeln am Schießstand]] und dem [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/mahnmal_am_seetorplatz|Gurs-Mahnmal]] künftig Teil einer dezentralen NS-Gedenkstätte der Stadt Radolfzell. -> vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Gedenkstele-erinnert-an-Geschichte-der-Kaserne;art372455,6269029|Südkurier, 8.9.2013]] und [[https://www.wochenblatt.net/heute/nachrichten/article/das-vergessene-leid-sichtbar-machen/|Singener Wochenblatt, 11.9.2013]]
  * **01.08.2013:** Frau [[http://www.hildeby.de/|Hildegard Bibby, M.A.]], tritt die im Mai ausgeschriebene Stelle als [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/default_sidebar_right?first=5|Historikerin bei der Stadt Radolfzell]] an.   * **01.08.2013:** Frau [[http://www.hildeby.de/|Hildegard Bibby, M.A.]], tritt die im Mai ausgeschriebene Stelle als [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/default_sidebar_right?first=5|Historikerin bei der Stadt Radolfzell]] an.
  * **18.6.2013:** In Radolfzell hat sich eine [[stolpersteine_fuer_radolfzell|Stolperstein-Initiative]] gegründet. Am 18.06. tritt sie mit ihrer ersten Informationsveranstaltung an die Öffentlichkeit und stellt Biografien von Radolfzeller Personen vor, für die sie einen Stolperstein verlegen will.   * **18.6.2013:** In Radolfzell hat sich eine [[stolpersteine_fuer_radolfzell|Stolperstein-Initiative]] gegründet. Am 18.06. tritt sie mit ihrer ersten Informationsveranstaltung an die Öffentlichkeit und stellt Biografien von Radolfzeller Personen vor, für die sie einen Stolperstein verlegen will.
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  * **28.09.2010:** Im Stadtmuseum Radolfzell wird in einem Raum die Dauerausstellung "Radolfzell gestern" eröffnet, in der u.a. die SS-Kaserne, der SS-Schießstand, der Besuch von Hitler im Mettnaustadion, etc. zur Sprache kommen. Die Ausstellung wird durch 4 Vortragsveranstaltung mit Stadtarchivar Achim Fenner Ende September begleitet.   * **28.09.2010:** Im Stadtmuseum Radolfzell wird in einem Raum die Dauerausstellung "Radolfzell gestern" eröffnet, in der u.a. die SS-Kaserne, der SS-Schießstand, der Besuch von Hitler im Mettnaustadion, etc. zur Sprache kommen. Die Ausstellung wird durch 4 Vortragsveranstaltung mit Stadtarchivar Achim Fenner Ende September begleitet.
-  * **22.06.2010:** Gemeinderatsdebatte zur Gestaltung des Volkstrauertages am 14.11.2010 -> vgl. [[http://www.wochenblatt.net/taeglich-aktuell/taeglich-aktuell-news-detail/article/anderer-volkstrauertag-1.html?tx_ttnews[backPid]=288&cHash=b8110369ee|Singener Wochenblatt 23.06.2010]] und [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Gesucht-wird-ein-Ort-des-Gedenkens;art372455,4347213|Südkurier 24.06.2010]]+  * **22.06.2010:** Gemeinderatsdebatte zur Gestaltung des Volkstrauertages am 14.11.2010 -> vgl. [[https://www.wochenblatt.net/heute/nachrichten/article/anderer-volkstrauertag|Singener Wochenblatt 23.06.2010]] und [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Gesucht-wird-ein-Ort-des-Gedenkens;art372455,4347213|Südkurier 24.06.2010]]
  * **16.06.2010:** Installation einer Gedenktafel in der ehemaligen [[SS-Schiessanlage|SS-Schießanlage]], auf private Initiative zurückgehend -> vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Buerger-errichten-Gedenktafel-fuer-KZ-Haeftlinge;art372455,4340647|Südkurier 21.06.2010]]   * **16.06.2010:** Installation einer Gedenktafel in der ehemaligen [[SS-Schiessanlage|SS-Schießanlage]], auf private Initiative zurückgehend -> vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Buerger-errichten-Gedenktafel-fuer-KZ-Haeftlinge;art372455,4340647|Südkurier 21.06.2010]]

Termine

"NS-Belastete aus dem Süden des heutigen Baden-Württemberg"

Neuerscheinung, Oktober 2018

Täter Helfer Trittbrettfahrer, Bd. 9.

NS-Belastete aus dem Süden des heutigen Baden-Württemberg

Hrsg.: Wolfgang Proske

460 Seiten

19,99 Euro

Kugelberg Verlag, Gerstetten 2018

ISBN 978-3-945893-10-4

Bestellung unter: http://www.ns-belastete.de/bestellung.php

Die Artikel und ihre Autor*innen, u.a.:

Anton Blaser (Bürgermeister der Gemeinde Bodnegg, Krs. Ravensburg), Wolf-Ulrich Strittmatter.

Hugo F. Boss (Metzingen, Schneider, Kaufmann und Unternehmer), Rudolf Renz.

Wilhelm Emmerich (Östringen, Bäcker und SS-Oberscharführer im KZ Auschwitz), Christiane Walesch-Schneller.

Prof. Dr. Eugen Fischer (Freiburg, Mediziner, Anthropologe und Rassenforscher), Markus Wolter.

Dr. Hans Fleischhacker (Tübingen, Anthropologe, SS-Obersturmführer), Madeleine Wegner.

Georg Grünberg (Lagerleiter in Friedrichshafen, Überlingen), Oswald Burger.

Emil Haussmann (Ravensburg, Einsatzkommandoführer, Massenmörder), Wolf-Ulrich Strittmatter.

Prof. Dr. Martin Heidegger (Mai 1933 NSDAP, bis 1934 Rektor Universität Freiburg), Eggert Blum.

Prof. Dr. Hans Robert Jauß (Konstanz, Hauptsturmführer, „Bandenbekämpfung“), Dr. Jens Westemeier.

Friedrich Jeckeln (Hornberg, Höherer SS- und Polizeiführer, Massenmörder), Gerhard Wenzl.

Kurt Georg Kiesinger (Ebingen, 1933 NSDAP, 1966 Bundeskanzler), Prof. Dr. Phillip Gassert.

Martin Nauck (Tübingen, Kripo, „Vorbeugungshaft“), Udo Grausam.

Prof. Dr. Elisabeth Noelle-Neumann (Allensbach, Meinungsforscherin), Prof. Dr. Jörg Becker.

Johannes Pauli (Lagerleiter KZ Bisingen), Dr. Franziska Blum.

Dr. Rudolf Rahn (Ulm, Diplomat), Dr. Wolfgang Proske.

Dr.-Ing. Helmut Stellrecht (Wangen/Allg., im Amt Rosenberg, nach 1945 Schriftsteller), Udo Mischek, Mitarb. Tim Rose.

Bruno Störzer (Hailfingen, Bauleiter der Organisation Todt), Volker Mall.

Julius Viel (Schramberg/Wangen/Allg., Journalist, SS 1936), Wolf-Ulrich Strittmatter.

2018/09/30 11:35 · Markus Wolter · 0 Kommentare

"Täter - Helfer - Trittbrettfahrer": Walther Kirn (1891-1944)

Vortrag: Bankrotteur - NS-Funktionär - „Volksschädling“. Aufstieg und Fall des Donaueschinger Kreisleiters Walther Kirn

Referenten: Dr. Wolf-Ingo Seidelmann + Dr. Wolfgang Proske

Veranstalter: Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar e.V.

Veranstaltungsort: Landratsamt, Humboldstr. 11, 78166 Donaueschingen

Zeit: Mittwoch, 12. September 2018, 19.30 Uhr

Information des Veranstalters

Zur Schriftenreihe: http://www.ns-belastete.de/index.html

2018/09/11 09:50 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Kundgebung "NS-Vergangenheit in Radolfzell"

Kundgebung für mehr Toleranz und gegen örtliche Nazistrukturen am 8. Mai 2018 um 14 Uhr auf dem Luisenplatz

Die Stadt Radolfzell hat die Kundgebung am Luisenplatz allerdings untersagt, was von den Anmeldern derzeit rechtlich überprüft wird.

Auch die Luisenplatz-Kundgebung am 21. April war von der Stadt Radolfzell verboten worden. Das Verbot hatte das Freiburger Verwaltungsgericht jedoch in einem Eilverfahren als „offensichtlich rechtswidrig“ kassiert.

Quelle: http://oatkn.blogsport.de/


Ein weiteres Mal kam es zu einem extrem kurzfristigen Verbot einer seit Monaten angemeldeten Kundgebung zur „NS-Vergangenheit in Radolfzell“ auf dem Luisenplatz.

Die Verbotsbegründung der Stadt Radolfzell: der Präventionsrat der Stadt und das Bürgerbündnis Radolfzell für Demokratie (BRD) würden dort ein Friedensfest veranstalten, das aber, wie FGL-Gemeinderätin Nina Breimaier zugab, später angemeldet worden war.

Der Verbotsbescheid kam wieder einmal so kurzfristig, dass ein Eilverfahren für vorläufigen Rechtsschutz nicht mehr möglich war. Soviel zum Demokratiebegriff des Radolfzeller Bürgerbündnisses und der Radolfzeller Versammlungsbehörde.

Der 8. Mai ist ein Feiertag anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus.

2018/05/07 12:41 · sw · 0 Kommentare

Bündnis Bodensee Nazifrei - Demo am Kriegerdenkmal Radolfzell, 21. April 2018

„Radolfzell gedenkt der Opfer der Gewaltherrschaft“ - an Namenstafeln mit den SS-Tätern.

Vor dem Hintergrund der am „Volkstrauertag“ 2017 von der Stadt Radolfzell kurzerhand verbotenen, angemeldeten Kundgebung, die über die NS-Vergangenheit von Radolfzell sowie das Radolfzeller Kriegerdenkmal und örtliche Neonazi-Strukturen aufklären sollte, ist für den 21. April 2018 eine antifaschistische Demonstration vom Bahnhof zum Luisenplatz geplant. Organisation: Bündnis Bodensee Nazifrei.

Vgl.: Artikel in: seemoz, 13. April 2018.

Datum: Samstag, 21. April 2018

Zeit und Treffpunkt: Bahnhof Radolfzell, 14.00 Uhr

2018/04/16 10:26 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München vom 18. März 2018 bis 17. Februar 2019 in Hohenems.

Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Flucht der Efraimiten vor den siegreichen Gileaditern und ihrem tödlichen Scheitern an den Ufern des Jordans, lädt das Jüdische Museum Hohenems internationale Künstler dazu ein, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten – nur einen Steinwurf vom alten Rhein entfernt, an dem sich ab 1938 Flüchtlingsdramen abspielten, deren Gegenwart wir heute an den Rand unseres Bewusstseins drängen.

http://www.jm-hohenems.at/ausstellungen/aktuelle-ausstellung

2018/03/08 19:35 · sw · 0 Kommentare
 
chronologie.1526628035.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/05/18 09:20 von mw
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