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Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

chronologie [2018/08/12 16:11]
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chronologie [2019/02/26 09:58] (aktuell)
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====== Chronologie ====== ====== Chronologie ======
**Historische Aufarbeitung der NS-Zeit, Erinnerungspolitik und Gedenken in Radolfzell seit dem Jahr 2005.** **Historische Aufarbeitung der NS-Zeit, Erinnerungspolitik und Gedenken in Radolfzell seit dem Jahr 2005.**
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 +=====2019=====
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 +  * **01.02.2019** "Landserweg" - Umbenennung in  "Fritz-Klose-Weg"
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 +Mit der Auswechslung der Straßenschilder wird die im November 2018 vom Gemeinderat beschlossene Straßenumbenennung des "Landserwegs" in "Fritz-Klose-Weg" umgesetzt. Die Veränderung der Stadtpläne, Adress- und Telefonbücher und Straßenverzeichnisse wird folgen. Eine erläuternde Zusatztafel zu den neuen Straßenschildern ist bislang nicht vorgesehen. Vgl.: Matthias Güntert: [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Der-Landserweg-in-Radolfzell-ist-Geschichte-denn-ab-heute-traegt-die-Strasse-einen-neuen-Namen-Fritz-Klose-Weg;art372455,10036886|Der Landserweg ist Geschichte.]], Südkurier, 1. Februar 2019.    
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===== 2018 ===== ===== 2018 =====
 +  * **27.11.2018** Beschluss: der "Landserweg" soll in "Fritz-Klose-Weg" umbenannt werden
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 +In seiner Sitzung vom 27. November 2018 beschließt der Radolfzeller Gemeinderat die Umbenennung des "Landserwegs" in "Fritz-Klose-Weg". Nach einer im Sommer 2018 an den Ältestenrat übermittelten [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-kaserne#politik_der_strassenbenennungen|Initiativanfrage]] hatte dieser eine entsprechende Empfehlung ausgesprochen. In der Initiativanfrage war von Markus Wolter die Umbennung in "Fritz-Klose-Weg" vorgeschlagen worden, in Würdigung des - neben Jacob Dörr zweiten, namentlich bekannten KZ-Häftlings, der im Dachauer KZ-Außenkommando Radolfzell zu Tode kam: [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-kaserne#aussenkommando_des_kz_dachau|Fritz Klose (1904-1943)]].
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 +Von dieser Straßenumbenennung unmittelbar betroffen ist die Bundespolizei, als einzige Anwohneradresse, im bisherigen Landserweg 11.    
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 +Beschlussvorlage:{{:blog:umbennennung-landserweg-fritz_klose.pdf|abgerufen auf: Ratsinformationssystem, Sitzungskalender (PDF)}}  
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 +  * **06.11.2018** Entscheidung in Sachen Umgestaltung des Luisenplatzes/Kriegerdenkmals bzw. künftiger Umgang mit dem Platz an  Volkstrauertagen
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 +In seiner Sitzung vom 6. November 2018 entscheidet der Kulturausschuss des Radolfzeller Gemeinderats über die verbliebenen Vorschläge zur Luisenplatz-Gestaltung ("Begrünung" und/oder Versetzung des Kriegerdenkmals); im Vorfeld waren sie Prüfaufträgen unterzogen worden.
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 +Beschlossen wird:
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 +1. "Pflanzung von weißen Strauchrosen (Sorte 'Sophie Scholl') um das "Gefallenendenkmal" (6 x Ja, 4 x Nein, 1 x Enthaltung).
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 +2. "Das Gefallenendenkmal wird - nicht - an einen anderen Standort versetzt" (11 x Ja).
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 +3. "Die Verlegung des Volkstrauertages an einen anderen Standort soll - nicht- stattfinden" (8 x Ja, 3 x Nein.
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 +Vgl.: Natalie Reiser: [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Weisse-Rosen-erinnern-an-Widerstandsgruppe-gegen-die-Nazis;art372455,9951360|Weiße Rosen erinnern an Widerstandsgruppe gegen die Nazis]], Südkurier, 7. November 2018.    
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 +  * **01.09.2018** Die neue Website [[http://karlheinz-hug.de/kriegsdenkmal-radolfzell|NS-Kriegsdenkmal in Radolfzell und anderswo]] geht online. Bewusst wurde von Karlheinz Hug als Startdatum der 79. Jahrestag des Überfalls auf Polen gewählt, an dem sich auch Radolfzeller SS-Truppen beteiligten.
  * **02.08.2018** Das Verbot der Luisenplatzkundgebung am 17.11.2017 durch die Stadt Radolfzell war rechtswidrig. Der Klage von AntifaschistInnen dagegen wurde diese Woche vom Verwaltungsgericht Freiburg stattgegeben. Bei der Kundgebung sollte zur NS-Vergangenheit von Radolfzell aufgeklärt und gegen die Aktivitäten der Nazipartei "Der III. Weg" auf die Straße gegangen werden, was die Stadtverwaltung verhindern wollte. Vgl.:   * **02.08.2018** Das Verbot der Luisenplatzkundgebung am 17.11.2017 durch die Stadt Radolfzell war rechtswidrig. Der Klage von AntifaschistInnen dagegen wurde diese Woche vom Verwaltungsgericht Freiburg stattgegeben. Bei der Kundgebung sollte zur NS-Vergangenheit von Radolfzell aufgeklärt und gegen die Aktivitäten der Nazipartei "Der III. Weg" auf die Straße gegangen werden, was die Stadtverwaltung verhindern wollte. Vgl.:
    * [[http://linksrhein.blogsport.de/2018/08/04/radolfzeller-verbot-einer-kundgebung-gegen-oertliche-nazistrukturen-war-rechtswidrig/|Radolfzeller Verbot einer Kundgebung gegen örtliche Nazistrukturen war rechtswidrig]] LinksRhein, 4.8.2018     * [[http://linksrhein.blogsport.de/2018/08/04/radolfzeller-verbot-einer-kundgebung-gegen-oertliche-nazistrukturen-war-rechtswidrig/|Radolfzeller Verbot einer Kundgebung gegen örtliche Nazistrukturen war rechtswidrig]] LinksRhein, 4.8.2018
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  * **08.05.2018** Erneutes, extrem kurzfristiges Verbot einer seit Monaten angemeldeten Kundgebung zur "NS-Vergangenheit in Radolfzell" auf dem Luisenplatz. Die Verbotsbegründung der Stadt Radolfzell: der Präventionsrat der Stadt und das Bürgerbündnis Radolfzell für Demokratie (BRD) würden dort ein Friedensfest veranstalten, das aber, wie FGL-Gemeinderätin Nina Breimaier zugab, später angemeldet worden war. Der Verbotsbescheid kam wieder einmal so kurzfristig, dass ein Eilverfahren für vorläufigen Rechtsschutz nicht mehr möglich war.  Soviel zum Demokratiebegriff des Radolfzeller Bürgerbündnisses und der Radolfzeller Versammlungsbehörde. Der 8. Mai ist ein Feiertag anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus.     * **08.05.2018** Erneutes, extrem kurzfristiges Verbot einer seit Monaten angemeldeten Kundgebung zur "NS-Vergangenheit in Radolfzell" auf dem Luisenplatz. Die Verbotsbegründung der Stadt Radolfzell: der Präventionsrat der Stadt und das Bürgerbündnis Radolfzell für Demokratie (BRD) würden dort ein Friedensfest veranstalten, das aber, wie FGL-Gemeinderätin Nina Breimaier zugab, später angemeldet worden war. Der Verbotsbescheid kam wieder einmal so kurzfristig, dass ein Eilverfahren für vorläufigen Rechtsschutz nicht mehr möglich war.  Soviel zum Demokratiebegriff des Radolfzeller Bürgerbündnisses und der Radolfzeller Versammlungsbehörde. Der 8. Mai ist ein Feiertag anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus.  
-  * **21.04.2018** Die Stadt Radolfzell verbietet eine antifaschistische Versammlung am Luisenplatz und streicht den angemeldeten Demonstrationsweg dahin ohne weitere Begründung auf ein Minimum zusammen. Das Verbot wird in einem Eilverfahren zusammen mit zahlreichen anderen Auflagen als "offensichtlich rechtswidrig" gekippt. Die Demonstation vom Bahnhof zum Luisenplatz konnte somit in vollem Umfang stattfinden. Die Radolfzeller Öffentlichkeit konnte über die Radolfzeller NS-Geschichte, die als "Opfer" geehrten Radolfzell SS-Soldaten und die Aktivitäten der örtlichen Neonazis informiert werden.+  * **21.04.2018** Die Stadt Radolfzell verbietet eine antifaschistische Versammlung am Luisenplatz und streicht den angemeldeten Demonstrationsweg dahin ohne weitere Begründung auf ein Minimum zusammen. Das Verbot wird in einem Eilverfahren zusammen mit zahlreichen anderen Auflagen als "offensichtlich rechtswidrig" gekippt. Die Demonstration vom Bahnhof zum Luisenplatz konnte somit in vollem Umfang stattfinden. Die Radolfzeller Öffentlichkeit konnte über die Radolfzeller NS-Geschichte, die als "Opfer" geehrten Radolfzell SS-Soldaten und die Aktivitäten der örtlichen Neonazis informiert werden.
   * **12.03.2018** Nachfolgerin der bisherigen Leiterin der Abteilung Stadtgeschichte, Katharina Maier, und neue Leiterin des Stadtarchivs sowie des Stadtmuseums Radolfzell wird die promovierte Historikerin und Medienwissenschaftlerin [[https://www.radolfzell.de/docs/index.aspx?id=15368&n_d_from_y=2001&n_d_from_m=1&n_d_to_y=2018&n_d_to_m=3&newsrefid=15314&newsid=345607|Dr. Angelika Merk.]]    * **12.03.2018** Nachfolgerin der bisherigen Leiterin der Abteilung Stadtgeschichte, Katharina Maier, und neue Leiterin des Stadtarchivs sowie des Stadtmuseums Radolfzell wird die promovierte Historikerin und Medienwissenschaftlerin [[https://www.radolfzell.de/docs/index.aspx?id=15368&n_d_from_y=2001&n_d_from_m=1&n_d_to_y=2018&n_d_to_m=3&newsrefid=15314&newsid=345607|Dr. Angelika Merk.]]
   *  **14.02.2018** Karlheinz Hug: Überlegungen zum NS-Kriegerdenkmal in Radolfzell. Offener Brief an die Mitglieder des Radolfzeller Kulturausschusses und des Arbeitskreises Erinnerungskultur. Auf: [[http://karlheinz-hug.de/hegau-bodensee/start/Radolfzell_NS-Kriegerdenkmal_Ueberlegungen_2018-02-14_K_Hug.pdf|Weblog von Karlheinz Hug, Hilzingen, 14. Februar 2018]].    *  **14.02.2018** Karlheinz Hug: Überlegungen zum NS-Kriegerdenkmal in Radolfzell. Offener Brief an die Mitglieder des Radolfzeller Kulturausschusses und des Arbeitskreises Erinnerungskultur. Auf: [[http://karlheinz-hug.de/hegau-bodensee/start/Radolfzell_NS-Kriegerdenkmal_Ueberlegungen_2018-02-14_K_Hug.pdf|Weblog von Karlheinz Hug, Hilzingen, 14. Februar 2018]].
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===== 2017 ===== ===== 2017 =====
  * **26.11.2017** Die Initiative "Stolpersteine in Radolfzell" wurde aufgelöst. In Radolfzell sorgte sie in den Jahren 2012-2017 für die Verlegung von insgesamt 23 Stolpersteinen und organisierte mehrere Gedenk- und Informationsveranstaltungen zum Thema. Mit folgendem Anschreiben wurden im Februar 2018 Angehörige von NS-Opfern, Stolperstein-PatInnen und sonstige Interessierte und UnterstützerInnen über die Hintergründe informiert und auch darüber, wie es weiter geht. {{:anschreiben.pdf|Anschreiben}}   * **26.11.2017** Die Initiative "Stolpersteine in Radolfzell" wurde aufgelöst. In Radolfzell sorgte sie in den Jahren 2012-2017 für die Verlegung von insgesamt 23 Stolpersteinen und organisierte mehrere Gedenk- und Informationsveranstaltungen zum Thema. Mit folgendem Anschreiben wurden im Februar 2018 Angehörige von NS-Opfern, Stolperstein-PatInnen und sonstige Interessierte und UnterstützerInnen über die Hintergründe informiert und auch darüber, wie es weiter geht. {{:anschreiben.pdf|Anschreiben}}
 +  * **17.11.2017** Gegen 14:30 Uhr bildet sich eine antifaschistische Spontandemonstration gegen das laut Verwaltungsgericht Freiburg rechtswidrige Luisenplatzverbot. Sie geht mit Rufen wie "Radolfzell, Behördenstadt, wir haben dich zum kotzen satt!" bis zum Amtsgericht Radolfzell wo sie von der Polizei eingekesselt wird. Die spontane Versammlung wird auf Veranlassung der Stadtverwaltung und ohne Rechtsgrundlage aufgelöst. Es kommt zu Festnahmen und  Strafanzeigen wegen angeblichen Aufrufs zu einer verbotenen Demonstration sowie  Bußgeldbescheiden wegen der angeblichen Ordnungswidrigkeit, an einer verbotenen Demonstration teilgenommen zu haben. Dort, wo es zu Rangeleien bei der Festnahme gekommen war, versuchte der Staat den Antifas zusätzlich „Widerstand gegen die Staatsgewalt“ anzuhängen. \\  **Update:** Von den fünf Ermittlungsverfahren mussten  bislang (August 2018) drei eingestellt werden. Staatskasse und Stadtkasse trägen sämtliche Kosten für die Verfahren. 
 +    * Vgl. [[http://linksrhein.blogsport.de/2018/08/22/radolfzell-bussgeld-und-strafverfahren-gegen-antifaschistinnen-eingestellt/|Radolfzell: Bußgeld- und Strafverfahren gegen AntifaschistInnen eingestellt]] LinksRhein 22.8.2018
  * **17.11.2017** Radolfzell verbietet die angemeldete Kundgebung "[[https://www.facebook.com/events/743649239155897/|Welcome to Radolfzell]]", bei der zur NS-Vergangenheit von Radolfzell aufgeklärt und gegen die Aktivitäten der Nazipartei "Der III. Weg" auf die Straße gegangen werden sollte. Als Verbotsanlass reichten der Stadt einige Plakate auf dem Sockel des Kriegerdenkmals, die dort von unbekannten Personen angebracht worden waren. Sie konstruierte daraus eine Gefährdung der Sicherheit und Ordnung, die somit auch von der Kundgebung ausgehen sollte. Dieses Argument ist nicht schlüssig und stellt die Rechtstreue der Stadt Radolfzell in Frage. Die Kundgebung musste daraufhin abgesagt werden.\\  **Update:** Am 2.8.2017 wurde vom Verwaltungsgericht Freiburg festgestellt, dass das Verbot rechtswidrig gewesen war:   * **17.11.2017** Radolfzell verbietet die angemeldete Kundgebung "[[https://www.facebook.com/events/743649239155897/|Welcome to Radolfzell]]", bei der zur NS-Vergangenheit von Radolfzell aufgeklärt und gegen die Aktivitäten der Nazipartei "Der III. Weg" auf die Straße gegangen werden sollte. Als Verbotsanlass reichten der Stadt einige Plakate auf dem Sockel des Kriegerdenkmals, die dort von unbekannten Personen angebracht worden waren. Sie konstruierte daraus eine Gefährdung der Sicherheit und Ordnung, die somit auch von der Kundgebung ausgehen sollte. Dieses Argument ist nicht schlüssig und stellt die Rechtstreue der Stadt Radolfzell in Frage. Die Kundgebung musste daraufhin abgesagt werden.\\  **Update:** Am 2.8.2017 wurde vom Verwaltungsgericht Freiburg festgestellt, dass das Verbot rechtswidrig gewesen war:
    * Vgl. [[http://linksrhein.blogsport.de/2018/08/04/radolfzeller-verbot-einer-kundgebung-gegen-oertliche-nazistrukturen-war-rechtswidrig/|Radolfzeller Verbot einer Kundgebung gegen örtliche Nazistrukturen war rechtswidrig]] LinksRhein, 4.8.2018     * Vgl. [[http://linksrhein.blogsport.de/2018/08/04/radolfzeller-verbot-einer-kundgebung-gegen-oertliche-nazistrukturen-war-rechtswidrig/|Radolfzeller Verbot einer Kundgebung gegen örtliche Nazistrukturen war rechtswidrig]] LinksRhein, 4.8.2018
    * Vgl. [[https://www.seemoz.de/lokal_regional/radolfzell-demoverbot-war-rechtswidrig/|Radolfzell: Städtisches Demoverbot war rechtswidrig]] Seemoz, 9.8.2018     * Vgl. [[https://www.seemoz.de/lokal_regional/radolfzell-demoverbot-war-rechtswidrig/|Radolfzell: Städtisches Demoverbot war rechtswidrig]] Seemoz, 9.8.2018
 +    * Vgl. [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Demo-Verbot-war-rechtswidrig;art372455,9852975|Demo-Verbot war rechtswidrig]] Südkurier, 11.8.2018
  * **17.10.2017** Der Kulturausschuss des Radolfzeller Gemeinderats beschließt mehrheitlich, die Abteilung Stadtgeschichte damit zu beauftragen, unter den im "Arbeitskreis Erinnerungskultur" zuvor gemachten 10 Vorschlägen zur **"Umgestaltung des Luisenplatzes"** hinsichtlich "Umsetzbarkeit, Finanzierung und Sicherheit" die folgenden vier, fett markierten, prüfen zu lassen:   * **17.10.2017** Der Kulturausschuss des Radolfzeller Gemeinderats beschließt mehrheitlich, die Abteilung Stadtgeschichte damit zu beauftragen, unter den im "Arbeitskreis Erinnerungskultur" zuvor gemachten 10 Vorschlägen zur **"Umgestaltung des Luisenplatzes"** hinsichtlich "Umsetzbarkeit, Finanzierung und Sicherheit" die folgenden vier, fett markierten, prüfen zu lassen:
    * Glasverhüllung (einfarbig, farbig, beleuchtet. Das Denkmal wird durch eine Galskonstruktion verhüllt, welche z.B. farbig gestaltet sein kann.     * Glasverhüllung (einfarbig, farbig, beleuchtet. Das Denkmal wird durch eine Galskonstruktion verhüllt, welche z.B. farbig gestaltet sein kann.
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  * **11.10.2016** Der Kulturauschuss des Radolfzeller Gemeinderats beschließt einstimmig, auf eine "weitere künstlerische Maßnahme" am Luisenplatz zu verzichten, keinen Gestaltungswettbewerb auszuschreiben, und an der bisherigen "Gestaltung des Volkstrauertages" am Kriegerdenkmal mit Kranzniederlegungen an den Namenstafeln der "Opfer" festzuhalten. Der Beschlusstext im Wortlaut: "Beibehaltung der jetzigen Gestaltung am Luisenplatz mit den informativen Tafeln ohne weitere künstlerische Maßnahmen. Beibehaltung der regelmäßigen Aktionen zur Betonung des Friedensgedankens am Luisenplatz, z.B. Fahnenaktion, Begehung des Weltfriedenstages, aktuelle Gestaltung des Volkstrauertages, etc." (vgl. [[http://www.radolfzell.de/eu/Buerger-Stadt/Kommunalpolitik/Buergerinfo-Gemeinderat/Sitzungskalender/page15800.htm|Niederschrift der KA-Sitzung vom 11.10.2016]]).     * **11.10.2016** Der Kulturauschuss des Radolfzeller Gemeinderats beschließt einstimmig, auf eine "weitere künstlerische Maßnahme" am Luisenplatz zu verzichten, keinen Gestaltungswettbewerb auszuschreiben, und an der bisherigen "Gestaltung des Volkstrauertages" am Kriegerdenkmal mit Kranzniederlegungen an den Namenstafeln der "Opfer" festzuhalten. Der Beschlusstext im Wortlaut: "Beibehaltung der jetzigen Gestaltung am Luisenplatz mit den informativen Tafeln ohne weitere künstlerische Maßnahmen. Beibehaltung der regelmäßigen Aktionen zur Betonung des Friedensgedankens am Luisenplatz, z.B. Fahnenaktion, Begehung des Weltfriedenstages, aktuelle Gestaltung des Volkstrauertages, etc." (vgl. [[http://www.radolfzell.de/eu/Buerger-Stadt/Kommunalpolitik/Buergerinfo-Gemeinderat/Sitzungskalender/page15800.htm|Niederschrift der KA-Sitzung vom 11.10.2016]]).  
  * **02.10.2016** Im Rahmen der diesjährigen "Kulturnacht" wurden auf dem Luisenplatz 38 u.a. von Radolfzeller SchülerInnen gestaltete "Friedensfahnen" rund um das "Kriegerdenkmal" aufgestellt, die bis zum 13. November 2016 (Volkstrauertag) installiert bleiben sollten, um, so die Konzeption der städtischen Gedenkpolitik, dem historisch belasteten, aus der NS-Zeit stammenden Gedenk-Ensemble eine neue Bedeutung zu geben und den Luisenplatz in Zukunft zu einem "Platz des Friedens" umzugestalten. Bereits in der Nacht vom 3. auf den 4.10.2016 wurden sämtliche Fahnen von bislang unbekannten Tätern entfernt bzw. gestohlen. Am Tatort fanden sich Flugblätter und Aufkleber der rechtsextremistischen Partei [[https://de.wikipedia.org/wiki/Der_III._Weg|"Der III. Weg"]]. Die Stadtverwaltung Radolfzell erstattete Strafanzeige gegen unbekannt. Im Juni 2016 hatte eine Demonstration von Mitgliedern der Neonazipartei durch die Innenstadt von Radolfzell für Aufsehen und die verspätete Information über die Anmeldung Unmut im Gemeinderat gesorgt; bereits am 8. Mai 2015 und auch 2016 war es am Kriegerdenkmal zu revisionistischen, volksverhetzenden "Heldengedenk"-Aktionen" gekommen. In der Vergangenheit fanden sich im Stadtgebiet auch immer wieder Flugblätter in Briefkästen und fremdenfeindliche, rassistische Aufkleber auf Laternenmasten. Erst im August 2016 waren der Stolperstein für Alice Fleischel und die Gurs-Gedenktafel am Seetorplatz mit solchen Aufklebern überklebt und geschändet worden, was seinerzeit von einer Privatperson zur Anzeige gebracht wurde.       * **02.10.2016** Im Rahmen der diesjährigen "Kulturnacht" wurden auf dem Luisenplatz 38 u.a. von Radolfzeller SchülerInnen gestaltete "Friedensfahnen" rund um das "Kriegerdenkmal" aufgestellt, die bis zum 13. November 2016 (Volkstrauertag) installiert bleiben sollten, um, so die Konzeption der städtischen Gedenkpolitik, dem historisch belasteten, aus der NS-Zeit stammenden Gedenk-Ensemble eine neue Bedeutung zu geben und den Luisenplatz in Zukunft zu einem "Platz des Friedens" umzugestalten. Bereits in der Nacht vom 3. auf den 4.10.2016 wurden sämtliche Fahnen von bislang unbekannten Tätern entfernt bzw. gestohlen. Am Tatort fanden sich Flugblätter und Aufkleber der rechtsextremistischen Partei [[https://de.wikipedia.org/wiki/Der_III._Weg|"Der III. Weg"]]. Die Stadtverwaltung Radolfzell erstattete Strafanzeige gegen unbekannt. Im Juni 2016 hatte eine Demonstration von Mitgliedern der Neonazipartei durch die Innenstadt von Radolfzell für Aufsehen und die verspätete Information über die Anmeldung Unmut im Gemeinderat gesorgt; bereits am 8. Mai 2015 und auch 2016 war es am Kriegerdenkmal zu revisionistischen, volksverhetzenden "Heldengedenk"-Aktionen" gekommen. In der Vergangenheit fanden sich im Stadtgebiet auch immer wieder Flugblätter in Briefkästen und fremdenfeindliche, rassistische Aufkleber auf Laternenmasten. Erst im August 2016 waren der Stolperstein für Alice Fleischel und die Gurs-Gedenktafel am Seetorplatz mit solchen Aufklebern überklebt und geschändet worden, was seinerzeit von einer Privatperson zur Anzeige gebracht wurde.    
-  * **04.10.2016** Um diesen Aktionen in Zukunft auch präventiv entgegenzutreten, verabschiedete der Radolfzeller Gemeinderat in seiner Sitzung vom 4. Oktober 2016 eine Resolution "gegen jede Form von Gewalt, Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, politischen Extremismus, Faschismus und Antiziganismus"([[http://www.radolfzell.de/docs/index.aspx?id=15368&n_d_from_y=2001&n_d_from_m=1&n_d_to_y=2016&n_d_to_m=10&newsrefid=15314&newsid=235078|die Erklärung im Wortlaut]]).+  * **04.10.2016** Um diesen Aktionen in Zukunft auch präventiv entgegenzutreten, verabschiedete der Radolfzeller Gemeinderat in seiner Sitzung vom 4. Oktober 2016 eine Resolution "gegen jede Form von Gewalt, Diskriminierung, Rassismus, Antisemitismus, politischen Extremismus, Faschismus und Antiziganismus"([[http://www.radolfzell.de/docs/index.aspx?id=15368&n_d_from_y=2001&n_d_from_m=1&n_d_to_y=2016&n_d_to_m=10&newsrefid=15314&newsid=235078|die Erklärung im Wortlaut]]). Anmerkung: Derzeit nicht abrufbar.
Vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Nach-Diebstahl-von-Friedensfahnen-Stadt-erstattet-Anzeige-gegen-rechtsextreme-Partei;art372455,8936126|Lisa Jahns: "Nach Diebstahl von Friedensfahnen: Stadt erstattet Anzeige gegen rechtsextreme Partei"]], Südkurier, 6.10.2016. Vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Nach-Diebstahl-von-Friedensfahnen-Stadt-erstattet-Anzeige-gegen-rechtsextreme-Partei;art372455,8936126|Lisa Jahns: "Nach Diebstahl von Friedensfahnen: Stadt erstattet Anzeige gegen rechtsextreme Partei"]], Südkurier, 6.10.2016.
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    * Ankündigung [[http://www.wochenblatt.net/heute/artikel-suche/artikel-einzelansicht/article/erste-stolpersteinsetzung-in-radolfzell-am-28-juni.html| [1] ]] +  [[http://www.wochenblatt.net/heute/artikel-suche/artikel-einzelansicht/article/stolpersteine-wider-das-vergessen.html| [2] ]] im Singener Wochenblatt     * Ankündigung [[http://www.wochenblatt.net/heute/artikel-suche/artikel-einzelansicht/article/erste-stolpersteinsetzung-in-radolfzell-am-28-juni.html| [1] ]] +  [[http://www.wochenblatt.net/heute/artikel-suche/artikel-einzelansicht/article/stolpersteine-wider-das-vergessen.html| [2] ]] im Singener Wochenblatt
  * **10.05.2014** Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Faschismus auf dem KZ-Friedhof Birnau. Es gibt u.a einen Redebeitrag der Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“.   * **10.05.2014** Gedenkfeier für die Opfer von Krieg und Faschismus auf dem KZ-Friedhof Birnau. Es gibt u.a einen Redebeitrag der Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“.
-  * **13.02.2014** Der Radolfzeller Kulturausschuss berät über den Genehmigungsantrag der Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“. Er wird einstimmig angenommen. Der Initiative wird ausführlich Gelegenheit gegeben, das Gedenkkonzept vorzustellen und die Methoden der Recherche von Stolpersteinbiografien darzulegen. -> [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Stolpersteine-in-Radolfzell-werden-verlegt;art372455,6701133,C|Bericht im Südkurier vom 15.2.2014]]+  * **13.02.2014** Der Radolfzeller Kulturausschuss berät über den Genehmigungsantrag der Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“. Er wird einstimmig angenommen. Der Initiative wird ausführlich Gelegenheit gegeben, das Gedenkkonzept vorzustellen und die Methoden der Recherche von Stolpersteinbiografien darzulegen. -> [[https://www.suedkurier.de/archiv/region/kreis-konstanz/radolfzell/art1360095,6701133|Bericht im Südkurier vom 15.2.2014]]
===== 2013 ===== ===== 2013 =====
  * **08.11.2013** Die Initiative "Stolpersteine in Radolfzell" reicht einen Antrag auf Genehmigung der Verlegung von [[stolpersteine_fuer_radolfzell|Stolpersteinen in Radolfzell]] ein.   * **08.11.2013** Die Initiative "Stolpersteine in Radolfzell" reicht einen Antrag auf Genehmigung der Verlegung von [[stolpersteine_fuer_radolfzell|Stolpersteinen in Radolfzell]] ein.
  * **27.09.2013:** Benefiz-Veranstaltung für die Stolperstein-Initiative. Das Solarschiff HELIO fährt stündlich von 14 – 17 Uhr vom Radolfzeller Hafen aus in den Untersee. Während der Fahrt werden die Gäste über die Initiative [[stolpersteine_fuer_radolfzell|„Stolpersteine in Radolfzell“]] informiert.   * **27.09.2013:** Benefiz-Veranstaltung für die Stolperstein-Initiative. Das Solarschiff HELIO fährt stündlich von 14 – 17 Uhr vom Radolfzeller Hafen aus in den Untersee. Während der Fahrt werden die Gäste über die Initiative [[stolpersteine_fuer_radolfzell|„Stolpersteine in Radolfzell“]] informiert.
-  * **08.09.2013:** Am diesjährigen [[http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/bw/114/6623/|Tag des offenen Denkmals]] wird eine vom Pforzheimer Künstler René Dantes geschaffene [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-kaserne#gedenkstatte_an_der_ehemaligen_kaserne|Gedenkskulptur mit vier Informationstafeln]] öffentlich eingeweiht. Das in der Zufahrt zum Stabsgebäude der ehemaligen SS-Kaserne (heute [[http://www.riz-radolfzell.de/bueroraeume-tagung-event/start.html|RIZ]]) errichtete Ensemble ist zusammen mit den [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-schiessanlage|Informations- und Gedenktafeln am Schießstand]] und dem [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/mahnmal_am_seetorplatz|Gurs-Mahnmal]] künftig Teil einer dezentralen NS-Gedenkstätte der Stadt Radolfzell. -> vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Gedenkstele-erinnert-an-Geschichte-der-Kaserne;art372455,6269029|Südkurier, 8.9.2013]] und [[http://www.wochenblatt.net/heute/nachrichten/article/das-vergessene-leid-sichtbar-machen.html|Singener Wochenblatt, 11.9.2013]]+  * **08.09.2013:** Am diesjährigen [[http://tag-des-offenen-denkmals.de/laender/bw/114/6623/|Tag des offenen Denkmals]] wird eine vom Pforzheimer Künstler René Dantes geschaffene [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-kaserne#gedenkstatte_an_der_ehemaligen_kaserne|Gedenkskulptur mit vier Informationstafeln]] öffentlich eingeweiht. Das in der Zufahrt zum Stabsgebäude der ehemaligen SS-Kaserne (heute [[http://www.riz-radolfzell.de/bueroraeume-tagung-event/start.html|RIZ]]) errichtete Ensemble ist zusammen mit den [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/ss-schiessanlage|Informations- und Gedenktafeln am Schießstand]] und dem [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/mahnmal_am_seetorplatz|Gurs-Mahnmal]] künftig Teil einer dezentralen NS-Gedenkstätte der Stadt Radolfzell. -> vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Gedenkstele-erinnert-an-Geschichte-der-Kaserne;art372455,6269029|Südkurier, 8.9.2013]] und [[https://www.wochenblatt.net/heute/nachrichten/article/das-vergessene-leid-sichtbar-machen/|Singener Wochenblatt, 11.9.2013]]
  * **01.08.2013:** Frau [[http://www.hildeby.de/|Hildegard Bibby, M.A.]], tritt die im Mai ausgeschriebene Stelle als [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/default_sidebar_right?first=5|Historikerin bei der Stadt Radolfzell]] an.   * **01.08.2013:** Frau [[http://www.hildeby.de/|Hildegard Bibby, M.A.]], tritt die im Mai ausgeschriebene Stelle als [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/default_sidebar_right?first=5|Historikerin bei der Stadt Radolfzell]] an.
  * **18.6.2013:** In Radolfzell hat sich eine [[stolpersteine_fuer_radolfzell|Stolperstein-Initiative]] gegründet. Am 18.06. tritt sie mit ihrer ersten Informationsveranstaltung an die Öffentlichkeit und stellt Biografien von Radolfzeller Personen vor, für die sie einen Stolperstein verlegen will.   * **18.6.2013:** In Radolfzell hat sich eine [[stolpersteine_fuer_radolfzell|Stolperstein-Initiative]] gegründet. Am 18.06. tritt sie mit ihrer ersten Informationsveranstaltung an die Öffentlichkeit und stellt Biografien von Radolfzeller Personen vor, für die sie einen Stolperstein verlegen will.
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  * **28.09.2010:** Im Stadtmuseum Radolfzell wird in einem Raum die Dauerausstellung "Radolfzell gestern" eröffnet, in der u.a. die SS-Kaserne, der SS-Schießstand, der Besuch von Hitler im Mettnaustadion, etc. zur Sprache kommen. Die Ausstellung wird durch 4 Vortragsveranstaltung mit Stadtarchivar Achim Fenner Ende September begleitet.   * **28.09.2010:** Im Stadtmuseum Radolfzell wird in einem Raum die Dauerausstellung "Radolfzell gestern" eröffnet, in der u.a. die SS-Kaserne, der SS-Schießstand, der Besuch von Hitler im Mettnaustadion, etc. zur Sprache kommen. Die Ausstellung wird durch 4 Vortragsveranstaltung mit Stadtarchivar Achim Fenner Ende September begleitet.
-  * **22.06.2010:** Gemeinderatsdebatte zur Gestaltung des Volkstrauertages am 14.11.2010 -> vgl. [[http://www.wochenblatt.net/taeglich-aktuell/taeglich-aktuell-news-detail/article/anderer-volkstrauertag-1.html?tx_ttnews[backPid]=288&cHash=b8110369ee|Singener Wochenblatt 23.06.2010]] und [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Gesucht-wird-ein-Ort-des-Gedenkens;art372455,4347213|Südkurier 24.06.2010]]+  * **22.06.2010:** Gemeinderatsdebatte zur Gestaltung des Volkstrauertages am 14.11.2010 -> vgl. [[https://www.wochenblatt.net/heute/nachrichten/article/anderer-volkstrauertag|Singener Wochenblatt 23.06.2010]] und [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Gesucht-wird-ein-Ort-des-Gedenkens;art372455,4347213|Südkurier 24.06.2010]]
  * **16.06.2010:** Installation einer Gedenktafel in der ehemaligen [[SS-Schiessanlage|SS-Schießanlage]], auf private Initiative zurückgehend -> vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Buerger-errichten-Gedenktafel-fuer-KZ-Haeftlinge;art372455,4340647|Südkurier 21.06.2010]]   * **16.06.2010:** Installation einer Gedenktafel in der ehemaligen [[SS-Schiessanlage|SS-Schießanlage]], auf private Initiative zurückgehend -> vgl. [[http://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Buerger-errichten-Gedenktafel-fuer-KZ-Haeftlinge;art372455,4340647|Südkurier 21.06.2010]]
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  * **18.04.2010:** Zweistündiges Radiofeature zu Radolfzell in der NS-Zeit im Offenen Politkanal, Radio Lora, Zürich. Wiederholung der Ausstrahlung am darauf folgenden Donnerstag.   * **18.04.2010:** Zweistündiges Radiofeature zu Radolfzell in der NS-Zeit im Offenen Politkanal, Radio Lora, Zürich. Wiederholung der Ausstrahlung am darauf folgenden Donnerstag.
-  * **April, Mai, Juni 2010:** Das [[theater_die_fluesterstadt|Theaterstück "Die Flüsterstadt"]] von Gerd Zahner, wird mit großem Erfolg in Radolfzell im [[Scheffelhof]] aufgeführt -> [[http://linksrhein.blogsport.de/2010/04/10/rezension-des-stuecks-fluesterstadt-das-derzeit-in-radolfzell-gezeigt-wird/|Besprechung des Stücks]]+  * **April, Mai, Juni 2010:** Das [[theater_die_fluesterstadt|Theaterstück "Die Flüsterstadt"]] von [[https://de.wikipedia.org/wiki/Gerhard_Zahner|Gerd Zahner]], wird mit großem Erfolg in Radolfzell im [[Scheffelhof]] aufgeführt -> [[http://linksrhein.blogsport.de/2010/04/10/rezension-des-stuecks-fluesterstadt-das-derzeit-in-radolfzell-gezeigt-wird/|Besprechung des Stücks]]

Termine

Eröffnung der Ausstellung: "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit" - Hermann Hesses "Glasperlenspiel" im "Dritten Reich"

„1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde „Das Glasperlenspiel“ auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.“

Ort: Hesse Museum, Kapellenstr. 8, Gaienhofen

Zeit: 17. März 2019, 11.00 Uhr

http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

2019/03/16 09:23 · Markus Wolter · 0 Kommentare

"Wie Dachau an den See kam..."

Filmvorführung und Gespräch mit der Zeitzeugin Dr. Grete Leutz und dem Regisseur Jürgen Weber am 27. Januar 2019 in Konstanz

Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wird in einer Gedenkveranstaltung der regionalhistorische Dokumentarfilm „Wie Dachau an den See kam …“ zur Geschichte des KZ-Außenlagers in Überlingen gezeigt.

Es ist geplant, dass an diesem Abend neben dem Filmemacher Jürgen Weber auch die Überlinger Zeitzeugin Dr. Grete Leutz anwesend sein wird. Als junge Frau wurde sie fast täglich Zeugin des Zuges der KZ-Häftlinge vom Lager Aufkirch zur Überlinger Stollenanlage. In der Außenstelle Überlingen des KZ Dachau mussten ab Oktober 1944 rund 800 Häftlinge einen Stollen in den Molassefelsen treiben, um die Friedrichshafener Rüstungsindustrie am Bodensee „bombensicher“ unterzubringen. Bis April 1945 liefen viermal pro Tag die Kolonnen der Häftlinge - schwer bewacht durch die SS - durch den Überlinger Westen.

Der Film zeichnet mit Aussagen zweier ehemaliger Häftlinge, mit den Erinnerungen von damals jungen Menschen aus Überlingen und mit Fachleuten die Geschichte der KZ-Außenstelle Überlingen nach. Aufgrund seiner regionalhistorischen Bedeutung und teilweise einmaliger Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wurde der Film aus dem Jahr 1995 als Retrospektive 2017 neu in der Reihe „Zeitgeschichtliche Kurz- und Dokumentarfilme“ aufgelegt.

Termin: 27. Januar 2019

Zeit: 19:30 – 21:00 Uhr

Ort: Wolkenstein-Saal (Kulturzentrum am Münster), Konstanz

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“, Kulturamt der Stadt Konstanz, vhs Landkreis Konstanz e. V. DIG Bodensee Region, Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit e.V. Konstanz und weitere

Eintritt: frei

2019/02/11 23:45 · sw · 0 Kommentare

Uraufführung: Gerron

Im Stadttheater Konstanz wird am 2.2.2019 das Stück „Gerron“ von Charles Lewinsky uraufgeführt. Regisseurin ist Annette Gleichmann.

Das Stück basiert auf der wahren Geschichte des jüdischen Künstlers Kurt Gerron. Als Frontsoldat und Arzt im 1. Weltkrieg kämpfend, mehrfach schwer verletzt, wurde er später im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Er floh 1933 zunächst nach Paris, dann nach Österreich, Italien und in die Niederlande, wo er 1943 interniert wurde. Im Jahr 1944 wurden er und seine Familie in das KZ Theresienstadt deportiert. Seine Mitwirkung als Regisseur an dem im KZ gedrehten Propagandafilm “Theresienstadt“ schützte ihn nicht vor der Deportation nach Auschwitz, wo er ebenso wie die 1600 mitwirkenden Kinder nach Ende der Dreharbeiten vergast wurde.

Uraufführung: 2.2.2019, Theaterwerkstatt Inselgasse, 20 Uhr

Ticketreservierung und weitere Spielzeiten: Gerron

Quelle: Stadttheater Konstanz

2019/02/02 13:14 · sw · 0 Kommentare

Vor 80 Jahren: Aktion "T4" - "Denkmal der Grauen Busse" 2019 im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen

Wirtschaftsgebäude von Grafeneck, Personal der als Tarnorganisation eingerichteten „Gemeinnützigen Krankentransport GmbH (Gekrat)“; einer von drei Bussen der Gekrat, mit denen ab Januar 1940 geistig und körperlich behinderte und psychisch kranke Menschen aus Pflegeeinrichtungen und Heilanstalten (wie z. B. Freiburg, Emmendingen und Reichenau, Konstanz) in die Vernichtungsanstalt Grafeneck gebracht wurden. Innerhalb eines Jahres wurden in der Gaskammer von Grafeneck 10.654 Menschen ermordet. Fotografie: Gedenkstätte Grafeneck

Die Radolfzeller Opfer der Aktion "T4" 1939-1941 waren Patient/innen der psychiatrischen Heil- und Pflegeanstalten Reichenau, Emmendingen und Wiesloch, der Kreispflegeanstalt Geisingen, der Universitätsnervenklink Freiburg und/oder minderjährige „Pfleglinge“ der St. Josefsanstalt Herten und davor in Kinderheimen in Freiburg, Konstanz und Sigmaringen untergebracht:

Maria Amann 1899-1941 | Frieda Armbruster 1890-1940 | Alwin Bödler 1883-1940 | Walter Böhler 1934-1940 | Emma Braun 1886-1940 | Albertine Hässig 1890-1940 | Nikolaus Honsell 1887-1940 | Otto Hans Keller 1893-1940 | Leopold Kohler 1887-1940 | Anna Ronkat 1904-1940 | Josefa Trost, geb. Klaus 1878-1940 | Helmut Waller 1920-1940 | Berta Welschinger 1902-1940 | Elisabeth Welschinger 1931-1940

"Denkmal der grauen Busse" 2019 im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen.

Montag, 28. Januar 2019, 11.00 Uhr Eröffnungsveranstaltung zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus

Ort: Festhalle des Zentrums für Psychiatrie Emmendingen

Programm: Kranzniederlegung und Gedenkminute am Denkmal im ZfP Emmendingen Begrüßung Michael Eichhorst, Geschäftsführer ZfP Emmendingen und Calw

Vortrag „Erinnern, gedenken, bilden: Oder: Wie können wir in unseren psychiatrischen Kliniken mit der NS Vergangenheit umgehen?“

Referent: Prof. Dr. med. Thomas Müller, Leiter des Forschungsbereichs Geschichte und Ethik in der Medizin am ZfP Südwürttemberg / Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm. Er ist Leiter des Württembergischen Psychiatriemuseums und Koordinator der Historischen Forschung der Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg.

Eröffnung und Ausstellung des Denkmals der Grauen Busse

Zu den weiteren Veranstaltungen des Begleitprogramms 2019:

Download (PDF)

Beschlussvorlage - Zur Umbenennung des "Landserwegs" in "Fritz-Klose-Weg"

Der „Landserweg“ im Dezember 2018, links die alte Mauereinfassung des Kasernenareals, rechts die Wohnblöcke der ehemaligen SS-Siedlung. Fotografie: Markus Wolter

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In seiner Sitzung am 27. November 2018 wird der Radolfzeller Gemeinderat über eine Straßenumbenennnung entscheiden. Der durch den einschlägigen NS-Kontext in die Kritik geratene „Landserweg“ - zwischen ehemaliger SS-Kaserne und SS-Wohnsiedlung - soll nach einer im Sommer 2018 an den Ältestenrat übermittelten Initiativanfrage umbenannt werden. Nach ensprechender Empfehlung des Ältestenrats folgte eine nochmalige, quellengestützte Überprüfung der Sachlage und Stellungnahme durch die Abteilung Stadtgeschichte. In der Initiativanfrage war von Markus Wolter die Umbennung des „Landserwegs“ in „Fritz-Klose-Weg“ vorgeschlagen worden, benannt nach dem neben Jacob Dörr zweiten nachweislichen Todesfall eines KZ-Häftlings im Außenkommando Radolfzell. Alternativ schlägt die Abteilung Stadtgeschichte die historisch überlieferte Flurbezeichnung „Am Entennest“ (sic) vor.

Beschlussvorlage:abgerufen auf: Ratsinformationssystem, Sitzungskalender (PDF)

2018/11/23 20:57 · Markus Wolter · 0 Kommentare
 
chronologie.1534083108.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/08/12 16:11 von sw
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