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Karte von Radolfzell

Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

chronologie [2019/08/28 08:59]
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chronologie [2019/09/17 12:11] (aktuell)
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=====2019===== =====2019=====
-  * **00.00.2019** Nach nur einem Jahr im Amt verlässt Dr. Angelika Merk Radolfzell; seit März 2018 Leiterin von Stadtarchiv, Stadtmuseum und der Abteilung Stadtgeschichte. Über den Hintergrund dieser Personalentscheidung wird nichts bekannt.  
-In Sachen städtischer Erinnerungskultur bzw. Umgestaltung des Luisenplatzes wurde Dr. Merk zuletzt im Mai 2018 mit den Worten zitiert: „Radolfzell muss sich nicht vor seiner Geschichte verstecken. Ohnehin tut die Stadt viel, um den Bürgern ihre Geschichte zu erklären." Vgl. Matthias Güntert: Sie will Geschichte entstauben, [[https://www.wochenblatt.net/heute/nachrichten/article/sie-will-geschichte-entstauben|Singener Wochenblatt, 9. Mai 2018.]]+  * **2018-2019**  Bereits seit 2018 wird die Hälfte des Areals der Langbahnen der ehemaligen SS-Schießanlage Radolfzell als eine von der Stadt genehmigte und verpachtete Dauerweide (Mufflons, Ziegen u.a.) „genutzt“. 
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 +Den Zugang auf das seit 2014 von der LpB Stuttgart, Referat Gedenkstättenarbeit, offiziell als „Gedenkstätte“ ausgewiesene, im Eigentum der Stadt Radolfzell befindliche Terrain verhindert ein elektrisch geladener Weidezaun, an dem mehrere Hinweisschilder - „Vorsicht Elektrozaun!“ - jeden potentiellen Besucher der Gedenkstätte warnen bzw. das Betretungsverbot bedeuten. 
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 +Das 2015 in Radolfzell verabschiedete „Leitlinien-Konzept“ des „Erinnerns und Gedenkens“ wird mit dieser geschichtsvergessenen „Umnutzung“ einer KZ-Gedenkstätte eklatant unterlaufen und konterkariert. Der Genehmigungsvorgang und die Maßnahme selbst wurden im Vorfeld weder öffentlich kommuniziert noch mit den städtischen Gremien der „Erinnerungskultur“ abgestimmt;geschweige denn der zivilgesellschaftlichen Gedenkinitiative bekannt gemacht. Eine angemessene und würdevolle Gedenkstättenarbeit ist unter diesen Umständen vor Ort erschwert oder unmöglich geworden.  
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 +  * **August 2019** Die Stadtverwaltung ordnet "aus versicherungstechnischen Gründen" die umgehende Absperrung der drei Kugelfänge der Kurzbahnen der ehemaligen SS-Schießanlage an. So wird unter anderem vor der Gedenktafel ein Bauzaun errichtet. Ein daran angebrachtes, großflächiges Text- und Bildbanner - "Betreten Verboten. Einsturzgefahr" -  verhindert seitdem auch den Blick auf die dahinter angebrachte Gedenktafel. Diese Maßnahme wurde ohne entsprechende Information an die zivilgesellschaftliche Initiative vorgenommen, die im Jahr 2010 die Gedenktafel angefertigt und installiert hatte.       
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 +  * **00.00.2019** Nach nur einem Jahr verlässt Dr. Angelika Merk Radolfzell. Die promovierte Historikerin war seit März 2018 Leiterin von Stadtarchiv, Stadtmuseum und der Abteilung Stadtgeschichte. Über den Hintergrund dieser Personalentscheidung wird nichts bekannt.  
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 +In Sachen städtischer Erinnerungskultur bzw. Umgestaltung des Luisenplatzes wurde Dr. Merk zuletzt im Mai 2018 mit den Worten zitiert: „Radolfzell muss sich nicht vor seiner Geschichte verstecken. Ohnehin tut die Stadt viel, um den Bürgern ihre Geschichte zu erklären." Vgl. Matthias Güntert: Sie will Geschichte entstauben, [[https://www.wochenblatt.net/heute/nachrichten/article/sie-will-geschichte-entstauben|Singener Wochenblatt, 9. Mai 2018.]]
     
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"Ganz witzig hier, in diesem beschaulichen Radolfzell" - Weidels Kommentar zu Protestrufen von Demonstrationsteilnehmern   "Ganz witzig hier, in diesem beschaulichen Radolfzell" - Weidels Kommentar zu Protestrufen von Demonstrationsteilnehmern  
-Kurz nach 18.00 Uhr fuhr dann ein silberner Mercedes am Haupteingang des RIZ vor und Alice Weidel konnte ungestört am AfD-"Patenschaftstreffen" teilnehmen: der Tagungsraum befand sich im ehemaligen Stabsgebäude. Die Rede wurde von der AfD live gestreamt und im Anschluss auf der Facebookseite des AfD-Kreisverbands Konstanz und auf [[https://www.youtube.com/watch?v=Wdu40uN_Jag|youtube eingestellt.]]+Kurz nach 18.00 Uhr fuhr dann ein silberner Mercedes am Haupteingang des RIZ vor und Alice Weidel konnte ungestört am AfD-"Patenschaftstreffen" teilnehmen: der Tagungsraum befand sich im ehemaligen Stabsgebäude. Die Rede wurde von der AfD live gestreamt und im Anschluss auf der [[https://www.facebook.com/watch/?v=2131010640470561|Facebookseite des AfD-Kreisverbands Konstanz]] und auf youtube eingestellt.
Vgl.: [[https://www.seemoz.de/lokal_regional/zum-kotzen/|Bericht im Seemoz, 19. Juli 2018.]] Vgl.: [[https://www.seemoz.de/lokal_regional/zum-kotzen/|Bericht im Seemoz, 19. Juli 2018.]]

Termine

In memoriam Oldřich Sedláček (1919–1949) und Leonhard Oesterle (1916–2009)

Dachauer Schreibstubenkarte. Arolsen Archives, Digitales Archiv.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Oldřich Sedláček am 15. September 2019 lädt die Initiative Stolpersteine Radolfzell zu einer Gedenk- und Informationsveranstaltung ein:

„Geführte Radtour zu Stationen der KZ-Häftlinge in Radolfzell“

In Erinnerung an Oldrich Sedlacek und Leonhard Oesterle (1916-2009), denen am 15. November 1943 die Flucht aus dem Dachauer KZ-Außenkommando Radolfzell über den Bodensee in die Schweiz gelang.

Zeit: Sonntag, 15.09.2019 – 15 bis 17 Uhr

Treffpunkt: Gurs-Gedenkstein, Seetorplatz, Radolfzell


Von Jiří Sedláček, dem Sohn von Oldrich Sedláček, erreichte uns die folgende Grußbotschaft aus Kladno, Tschechische Republik:

Dears, I am sending you my heartiest greetings, to Markus Wolter, to his friends and to everybody who will take part in this commemoration for Leonhard Oesterle and my father, Oldřich Sedláček. I feel sorrow not to come and meet you in person, but my health is not allowing me to travel so long way. I will be with you in my mind, My best regards,

Jiří Sedláček

2019/09/02 08:44 · Markus Wolter · 2 Kommentare

Täter-Helfer-Trittbrettfahrer: Prof. Dr. Eugen Fischer (1874-1967)

Eugen Fischer: Der völkische Staat, biologisch gesehen. Berlin 1933. Fotografie: Wikipedia

Vortrag:

Dr. Wolfgang Proske (Hrsg.) / Markus Wolter:

Prof. Dr. Eugen Fischer (1874–1967). Die Freiburger Schule des Rassenwahns

Zeit und Ort:

Dienstag, 28. Mai, 20 Uhr, HS 1009 (Uni Freiburg KGI)

Veranstaltet vom Referat gegen Antisemitismus, Studierendenrat der Universität Freiburg, in Kooperation mit der Fachschaft Geschichte und der Fachschaft Medizin.

https://www.stura.uni-freiburg.de/gremien/referate/gegenantisemitismus

http://www.ns-belastete.de/band_9.html

2019/05/15 16:43 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Vier Filme zum Nationalsozialismus in Überlingen, Radolfzell, Schwarzwald

Gedenkveranstaltung in Überlingen änlässlich des 74. Jahrestages des Kriegsendes

Anlässlich des 74. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges bringt die KulturKiste Überlingen e. V. am Sonntag, 12. Mai 2019 im Rahmen ihrer jährlichen Gedenkveranstaltung „Vier Filme zum Thema Nationalsozialismus in Überlingen, Radolfzell und im Schwarzwald“.

Zu Überlingen werden die beiden Dokumentarfilme über den „Goldbacher Stollen“ „Unter Deutschlands Erde“ von Didi Danquart (BRD 1983) (10.00 Uhr + 19.00 Uhr) sowie „Wie Dachau an den See kam …“ von Jürgen Weber (D 1995) (11.00 Uhr + 18.00 Uhr) gezeigt.

Der Film "Leichen im Keller" von Günter Köhler (D 2010) handelt von Radolfzell im Nationalsozialismus sowie den späteren Umgang damit. (12.00 Uhr + 17.00 Uhr). Darüber hinaus wird um 13.00 Uhr, sowie um 15.00 Uhr der Spielfilm „Viejud Levi“ von Didi Danquart gezeigt, der den Nationalsozialismus in einem Schwarzwaldtal behandelt.

Das Gesamtprogramm findet sich unter: www.kulturkiste-ueberlingen.eu

Wann: Sonntag, 12. Mai 2019

Wo: Kulturbahnhof Nussdorf / Die Rampe, Nussdorfer Str. 100, Überlingen

Eintritt Frei / Spende erwünscht

2019/05/05 14:56 · sw · 0 Kommentare

Eröffnung der Ausstellung: "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit" - Hermann Hesses "Glasperlenspiel" im "Dritten Reich"

„1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde „Das Glasperlenspiel“ auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.“

Ort: Hesse Museum, Kapellenstr. 8, Gaienhofen

Zeit: 17. März 2019, 11.00 Uhr

http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

2019/03/16 09:23 · Markus Wolter · 0 Kommentare

"Wie Dachau an den See kam..."

Filmvorführung und Gespräch mit der Zeitzeugin Dr. Grete Leutz und dem Regisseur Jürgen Weber am 27. Januar 2019 in Konstanz

Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wird in einer Gedenkveranstaltung der regionalhistorische Dokumentarfilm „Wie Dachau an den See kam …“ zur Geschichte des KZ-Außenlagers in Überlingen gezeigt.

Es ist geplant, dass an diesem Abend neben dem Filmemacher Jürgen Weber auch die Überlinger Zeitzeugin Dr. Grete Leutz anwesend sein wird. Als junge Frau wurde sie fast täglich Zeugin des Zuges der KZ-Häftlinge vom Lager Aufkirch zur Überlinger Stollenanlage. In der Außenstelle Überlingen des KZ Dachau mussten ab Oktober 1944 rund 800 Häftlinge einen Stollen in den Molassefelsen treiben, um die Friedrichshafener Rüstungsindustrie am Bodensee „bombensicher“ unterzubringen. Bis April 1945 liefen viermal pro Tag die Kolonnen der Häftlinge - schwer bewacht durch die SS - durch den Überlinger Westen.

Der Film zeichnet mit Aussagen zweier ehemaliger Häftlinge, mit den Erinnerungen von damals jungen Menschen aus Überlingen und mit Fachleuten die Geschichte der KZ-Außenstelle Überlingen nach. Aufgrund seiner regionalhistorischen Bedeutung und teilweise einmaliger Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wurde der Film aus dem Jahr 1995 als Retrospektive 2017 neu in der Reihe „Zeitgeschichtliche Kurz- und Dokumentarfilme“ aufgelegt.

Termin: 27. Januar 2019

Zeit: 19:30 – 21:00 Uhr

Ort: Wolkenstein-Saal (Kulturzentrum am Münster), Konstanz

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“, Kulturamt der Stadt Konstanz, vhs Landkreis Konstanz e. V. DIG Bodensee Region, Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit e.V. Konstanz und weitere

Eintritt: frei

2019/02/11 23:45 · sw · 0 Kommentare
 
chronologie.1566975580.txt.gz · Zuletzt geändert: 2019/08/28 08:59 von mw
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