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Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



Termine

Einladung zur Mithilfe beim Stolperstein-Putzen

Am 9. November um 18 Uhr beteiligt sich die Inititiative für Stolpersteine in Radolfzell wieder an der bundesweiten Mahnwache gegen die Novemberprogrome des 9. auf den 10. November 1938 und ruft zur Mitarbeit beim Putzen der Steine auf.

In Radolfzell und Markelfingen wurden mittlerweile 23 Stolpersteine verlegt, die an Opfer des Nationalsozialismus erinnern. Diese Mahnmale bedürfen einiger Pflege, u.a. müssen sie mindestens einmal pro Jahr geputzt werden, damit das verwendete Material (Messing) sich farblich nicht zu sehr verändert. Hierzu benötigt die Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“ die praktische Mithilfe.

Alle Interessierten sind eingeladen, dazu am Mittwoch, den 9.11.2016 um 18 Uhr zum Seetorplatz zu kommen und sich anschließend auf die Verlegeorte zu verteilen.

Wer sich an der Gedenkaktion beteiligen will, kann sich auch im Vorfeld unter info@stolpersteine-radolfzell.der melden, um sich von der Initiative für einen entsprechenden Stolperstein in der Nähe seines Wohnortes einteilen zu lassen. Orte von verlegten Stolpersteine finden sich auf dieser Karte, eine Zusammenstellung der Adressen findet sich hier.

Auf der Website der Konstanzer Stolpersteininitiative gibt es Anleitungen, wie der Putzvorgang möglichst einfach vonstatten geht.

Doch das Putzen ist nur die eine Seite dieser Gedenkaktion. Mindestens genau so wichtig ist es, die verlegten Steine und die damit verbundenen Zusammenhänge immer wieder ins Gedächtnis zu rufen und zu mahnen, auf dass die Verbrechen des Nationalsozialismus sich nicht wiederholen. So werden die mitgebrachten Kerzen eine besondere Stimmung verbreiten, PassantInnen werden stehen bleiben und sich gerne auf ein Gespräch einlassen. Flugblätter erläutern die oftmals unglaublichen und erschütternden Biografien der Personen, für die der jeweilige Stolperstein verlegt wurde.

2016/11/07 09:14 · sw · 0 Kommentare

Gailinger Juden und ihre Verbindung zu Konstanz

Vortrag von Joachim Klose (Jüdisches Museum Gailingen) bei der Gedenkveranstaltung zur Reichspogromnacht am 9. November 2016 um 19:30 Uhr im Konstanzer Kulturzentrum am Münster, Wolkensteinsaal

http://stolpersteine-konstanz.de/index.html?termine.htm

Gedenken: 22. Oktober 1940

Am 22. Oktober 1940 werden mehr als 6500 jüdische Männer, Frauen und Kinder aus Baden und der Saarpfalz in das südfranzösische Internierungslager Gurs (siehe Abbildung) deportiert (Wagner-Bürckel-Aktion).

Im Landkreis Konstanz ist an diesem Tag neben lokaler Ordnungspolizei und Gestapo das SS-Totenkopf-Bataillon aus Radolfzell im Einsatz, das die jüdischen Einwohner von Wangen, Gailingen und Randegg zusammentreibt und in LKWs an die Bahnhöfe von Radolfzell und Singen fährt.

Am Radolfzeller Bahnhof werden sieben jüdische Frauen und Männer aus Wangen und die seit April 1940 im „Bahnhofhotel Schiff“ logierende Alice Fleischel (1873–1941) in den aus Konstanz-Petershausen eingefahrenen Deportationszug der Deutschen Reichsbahn verbracht, in dem sich bereits 108 Konstanzer Jüdinnen und Juden befinden. In Singen hält der Zug erneut und 178 jüdische Bürgerinnen und Bürger von Gailingen, Randegg, Hilzingen und Bohlingen kommen dazu. Vier Tage und Nächte später erreicht der Zug das Lager Gurs.

„Das Vergessen der Vernichtung ist Teil der Vernichtung selbst.“

2016/10/22 11:12 · Markus Wolter · 0 Kommentare

2. Juli: Verlegung von sieben weiteren Stolpersteinen in Radolfzell und Markelfingen

Am 2. Juli 2016 ist der Kölner Künstler Gunter Demnig erneut in Radolfzell zu Gast, um Stolpersteine zu verlegen. Stolpersteine sind das größte dezentrale Mahnmal der Welt. Sie erinnern an Opfer des Nationalsozialismus, also an Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle, politisch Verfolgte, Zeugen Jehovas und „Euthanasie“-Opfer.

Die Verlegung beginnt um 10:30 Uhr mit der Begrüßung in der Jakobstr. 5. Oberbürgermeister Staab spricht anschließend ein Grußwort der Stadt Radolfzell. An jeder der sechs Stationen gibt es einen Einblick in das Leben der jeweiligen Menschen. An mehreren Stationen kommen Angehörige zu Wort. Die Veranstaltung wird musikalisch begleitet von Rudi Hartmann (Akkordeon), Heinrich Braun (Klarinette) und Günter Mantei (Gitarre). Interessierte sind herzlich eingeladen, an der Verlegung teilzunehmen!

Den Ablauf der Veranstaltung können Sie der nachfolgenden Übersicht entnehmen:

  • 10:30 Uhr Begrüßung, Grußwort Oberbürgermeister Staab, Stolperstein für Carl Diez, Jakobstr. 5
2016/06/23 23:37 · sw · 0 Kommentare

Vortragsveranstaltung am 28.6.2016 - Initiative "Stolpersteine in Radolfzell"

Dr. Gabriel Richter, ZfP Reichenau:

"Euthanasie" in Baden am Beispiel der seinerzeitigen Heil- und Pflegeanstalt bei Konstanz

Mit den für den 2. Juli geplanten Stolpersteinverlegungen für Albertine Hässig, Walter Josef Böhler, Frieda Armbruster und Berta und Elisabeth Welschinger wird 2016 an weitere fünf Radolfzeller Opfer der zehntausendfachen NS-„Euthanasie“- und Krankenmorde 1940/41 erinnert, die nach der Adresse der Berliner Planungs- und Organisationszentrale (Tiergartenstr. 4) unter dem Tarnnamen „T4“ durchgeführt wurden.

Mit Ausnahme der „Pfleglinge“ der St. Josefsanstalt Herten - Walter Josef Böhler (1934-1940), Elisabeth Welschinger (1931-1940) und Helmut Ernst Waller (1920-1940) - waren die Radolfzeller „Euthanasie“-Opfer PatientInnen der damaligen Heil- und Pflegeanstalt Reichenau, bevor sie 1940 in der NS-Tötungsanstalt Grafeneck ermordet wurden.

Vor diesem Hintergrund lädt die Initiative „Stolpersteine in Radolfzell“ zu einem Vortrag ein, der die regionalen Strukturen und Dimensionen der „Aktion T4“ am Beispiel der Heil- und Pflegeanstalt Reichenau beleuchtet:

Dr. Gabriel Richter, Chefarzt am Zentrum für Psychiatrie (ZfP) Reichenau:

„Euthanasie“ in Baden am Beispiel der seinerzeitigen Heil- und Pflegeanstalt bei Konstanz.

Datum: 28. Juni 2016

Ort: Teggingerschule, Radolfzell, Teggingerstr. 3

Zeit: 19.30 Uhr

Im Anschluss wird die Möglichkeit zu einer Diskussion sein.

Der Eintritt ist frei.

2016/04/20 15:19 · Markus Wolter · 0 Kommentare
 
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