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Karte von Radolfzell

Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

juden_in_radolfzell [2018/12/29 20:13]
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Die durch ihre Emigration nahezu mittellos gewordenen Bleichers lebten von der Unterstützung durch die Angehörigen Lotte Bleichers zunächst in Antwerpen, später in Haifa, wo sie erst 1950 mehr schlecht als recht durch Gründung einer Wäscherei ihr finanzielles Auskommen zu finden suchten. Die durch ihre Emigration nahezu mittellos gewordenen Bleichers lebten von der Unterstützung durch die Angehörigen Lotte Bleichers zunächst in Antwerpen, später in Haifa, wo sie erst 1950 mehr schlecht als recht durch Gründung einer Wäscherei ihr finanzielles Auskommen zu finden suchten.
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Das Wohnhaus, Höllstr. 1. Das Wohnhaus, Höllstr. 1.
Die letzte Radolfzeller Wohnung der Bleichers befand sich im Haus der Verlagsdruckerei Joseph Huggle & Sohn / "Deutsche Bodenseezeitung" (bis 1936 "Freie Stimme") in der dritten Etage. Fotografie Burkhard Dieter Liedl, frühe 60er Jahre. Liedl-Archiv, Radolfzell. Die letzte Radolfzeller Wohnung der Bleichers befand sich im Haus der Verlagsdruckerei Joseph Huggle & Sohn / "Deutsche Bodenseezeitung" (bis 1936 "Freie Stimme") in der dritten Etage. Fotografie Burkhard Dieter Liedl, frühe 60er Jahre. Liedl-Archiv, Radolfzell.
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Familienstand: verheiratet mit dem Berliner Verleger Egon Fleischel, geboren am 12.05.1862 in Hamburg, gestorben am 28.01.1936 in Berlin Familienstand: verheiratet mit dem Berliner Verleger Egon Fleischel, geboren am 12.05.1862 in Hamburg, gestorben am 28.01.1936 in Berlin
-Alice Fleischel lebte bis 1939 in Berlin, zuletzt in Wiesbaden, München und Radolfzell und hatte zwei Söhne: im Gedenkbuch[(gedenkbuch>Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Bundesarchiv, Koblenz 1986. siehe ferner: Eintrag in der Yad Vashem Datenbank)] finden sich deren Namen: Erich Fleischel (geb. 16.07.1897 Berlin, ermordet nach 04.03.1943 in Majdanek)[(Erich Fleischel, der in Berlin und Bochum lebte, flüchtete, unbekannt wann, nach Frankreich. Vom deutschen Besatzungsregime wurde er am 4.3.1943 im 50. Transport über Drancy nach Majdanek deportiert und dort ermordet. Erich Fleischels Name findet man verzeichnet auf der "Mauer der Namen" des [[http://de.wikipedia.org/wiki/Memorial_de_la_Shoah|Mémorial de la Shoah in Paris]])] und Günther Rolf Egon Fleischel (geb. 01.06.1903 Berlin, gestorben (Krebserkrankung) 05.09.1943 im Ghetto von Riga).[(Zu Günther Fleischel vgl.: Herbert Obenaus: Vom SA-Mann zum jüdischen Ghettoältesten in Riga. Zur Biographie von Günther Fleischel. In: Jahrbuch für Antisemitismusforschung, Bd. 8 (1999), S. 278–299.; vgl. auch [[http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Fleischel|Wikipedia-Artikel zu Günther Fleischel]])]+Alice Fleischel lebte bis 1939 in Berlin, zuletzt in Wiesbaden, München und Radolfzell und hatte zwei Söhne. Im Gedenkbuch[(gedenkbuch>Gedenkbuch. Opfer der Verfolgung der Juden unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft in Deutschland 1933-1945, Bundesarchiv, Koblenz 1986. siehe ferner: Eintrag in der Yad Vashem Datenbank)] finden sich deren Namen: Erich Fleischel (geb. 16.07.1897 Berlin, ermordet nach 04.03.1943 in Majdanek)[(Erich Fleischel, der in Berlin und Bochum lebte, flüchtete, unbekannt wann, nach Frankreich. Vom deutschen Besatzungsregime wurde er am 4.3.1943 im 50. Transport über Drancy nach Majdanek deportiert und dort ermordet. Erich Fleischels Name findet man verzeichnet auf der "Mauer der Namen" des [[http://de.wikipedia.org/wiki/Memorial_de_la_Shoah|Mémorial de la Shoah in Paris]])] und Günther Rolf Egon Fleischel (geb. 01.06.1903 Berlin, gestorben (Krebserkrankung) 05.09.1943 im Ghetto von Riga).[(Zu Günther Fleischel vgl.: Herbert Obenaus: Vom SA-Mann zum jüdischen Ghettoältesten in Riga. Zur Biographie von Günther Fleischel. In: Jahrbuch für Antisemitismusforschung, Bd. 8 (1999), S. 278–299.; vgl. auch [[http://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Fleischel|Wikipedia-Artikel zu Günther Fleischel]])]
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Alice Fleischel, die, aus München über Baden-Baden kommend, seit Mitte April 1940 im "Bahnhofhotel Schiff“ am Bahnhofplatz 1 / Ecke Seetorstr. 2 in Radolfzell wohnte, wurde dort am 22. Oktober 1940 von der Gestapo Konstanz im Rahmen der sogenannten [[http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrckel-Wagner-Aktion|"Wagner-Bürckel-Aktion"]]  verhaftet und noch am selben Tag per Zug von Radolfzell ins südfranzösische [[http://de.wikipedia.org/wiki/Camp_de_Gurs|Internierungslager Gurs]] deportiert, wo sie am 26. April 1941 ums Leben kam.[(Eintrag dieses Todesdatums durch das Amtsgericht Radolfzell (27.11.1952) auf der überlieferten Meldekarteikarte, Stadtarchiv Radolfzell. Vgl. Torsten Lucht: Vom grausamen Hintergrund einer Karteikarte, Südkurier 13.06.2007.)] Alice Fleischel, die, aus München über Baden-Baden kommend, seit Mitte April 1940 im "Bahnhofhotel Schiff“ am Bahnhofplatz 1 / Ecke Seetorstr. 2 in Radolfzell wohnte, wurde dort am 22. Oktober 1940 von der Gestapo Konstanz im Rahmen der sogenannten [[http://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%BCrckel-Wagner-Aktion|"Wagner-Bürckel-Aktion"]]  verhaftet und noch am selben Tag per Zug von Radolfzell ins südfranzösische [[http://de.wikipedia.org/wiki/Camp_de_Gurs|Internierungslager Gurs]] deportiert, wo sie am 26. April 1941 ums Leben kam.[(Eintrag dieses Todesdatums durch das Amtsgericht Radolfzell (27.11.1952) auf der überlieferten Meldekarteikarte, Stadtarchiv Radolfzell. Vgl. Torsten Lucht: Vom grausamen Hintergrund einer Karteikarte, Südkurier 13.06.2007.)]
-In ihrer Unterkunft in Radolfzell hatte sie sich zuletzt entschieden, in die Schweiz zu fliehen, um über Italien, wo eine Schwägerin lebte, vermutlich weiter nach Südamerika zu gelangen. Im Stadtarchiv Radolfzell ist ein Schreiben des Polizeireviers Radolfzell – „Aufenthalt von Juden betr.“ -  vom 2. Juli 1940 überliefert, dem eine Denunziation aus der Bevölkerung vorangegangen sein muss; dort heißt es, "dass sich seit Mitte April im Hotel Schiff eine Jüdin Frau Alice Fleischel geb. Rossin, geb. 4.6.1873, als Gast befindet. Dieselbe ist ohne festen Wohnsitz und nur auf Fremdenzettel gemeldet". Hotelier Strudel habe es unterlassen, die vorgeschriebene Anzeige zu erstatten und werde deshalb bestraft. Die ebenfalls im Stadtarchiv überlieferte Meldekarte Alice Fleischels belegt eine am Vortag, dem 1. Juli 1940, vorgenommene (nachträgliche?) Anmeldung von "Alice Sara Fleischel", die sich lt. Eintrag durch eine jüdische Kennkarte ("J") mit der Nummer A 371187 ausweisen konnte, was den mit rotem Farbstift vorgenommenen Eintrag "Jude!" auf ihrer Meldekarte erklärt. Eingetragen sind ferner: „Jahr und Tag der Anmeldung: 1.7.40; Wohnung: Bahnhofplatz 1, Hotel Schiff. Jahr und Tag der Abmeldung: 22.10.40. Von Gestapo Konstanz abtransportiert“.+In ihrer Unterkunft in Radolfzell hatte sie sich zuletzt entschieden, in die Schweiz zu fliehen, um über Italien, wo eine Schwägerin lebte, vermutlich weiter nach Südamerika zu gelangen. Im Stadtarchiv Radolfzell ist ein Schreiben des Polizeireviers Radolfzell – „Aufenthalt von Juden betr.“ -  vom 2. Juli 1940 überliefert, dem eine Denunziation aus der Bevölkerung vorangegangen sein muss; dort heißt es, "dass sich seit Mitte April im Hotel Schiff eine Jüdin Frau Alice Fleischel geb. Rossin, geb. 4.6.1873, als Gast befindet. Dieselbe ist ohne festen Wohnsitz und nur auf Fremdenzettel gemeldet". Hotelier Strudel habe es unterlassen, die vorgeschriebene Anzeige zu erstatten und werde deshalb bestraft. Die ebenfalls im Stadtarchiv überlieferte Meldekarte Alice Fleischels belegt eine am Vortag, dem 1. Juli 1940, vorgenommene (nachträgliche?) Anmeldung von "Alice Sara Fleischel"[(Zwangsname "Sara": Die "[[https://de.wikipedia.org/wiki/Namens%C3%A4nderungsverordnung|Zweite Verordnung zur Durchführung des Gesetzes über die Änderung von Familiennamen und Vornamen"]] vom 17. August 1938 zielte darauf ab, jüdische Deutsche anhand ihrer Vornamen kenntlich zu machen. Sofern sie nicht schon einen "vom deutschen Volk" als "typisch jüdisch angesehen(en)“ Vornamen trugen, mussten sie vom Januar 1939 an zusätzlich den Vornamen Israel oder Sara annehmen.)], die sich lt. Eintrag durch eine jüdische Kennkarte ("J") mit der Nummer A 371187 ausweisen konnte, was den mit rotem Farbstift vorgenommenen Eintrag "Jude!" auf ihrer Meldekarte erklärt. Eingetragen sind ferner: „Jahr und Tag der Anmeldung: 1.7.40; Wohnung: Bahnhofplatz 1, Hotel Schiff. Jahr und Tag der Abmeldung: 22.10.40. Von Gestapo Konstanz abtransportiert“.
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Termine

Eröffnung der Ausstellung: "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit" - Hermann Hesses "Glasperlenspiel" im "Dritten Reich"

„1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde „Das Glasperlenspiel“ auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.“

Ort: Hesse Museum, Kapellenstr. 8, Gaienhofen

Zeit: 17. März 2019, 11.00 Uhr

http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

2019/03/16 09:23 · Markus Wolter · 0 Kommentare

"Wie Dachau an den See kam..."

Filmvorführung und Gespräch mit der Zeitzeugin Dr. Grete Leutz und dem Regisseur Jürgen Weber am 27. Januar 2019 in Konstanz

Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wird in einer Gedenkveranstaltung der regionalhistorische Dokumentarfilm „Wie Dachau an den See kam …“ zur Geschichte des KZ-Außenlagers in Überlingen gezeigt.

Es ist geplant, dass an diesem Abend neben dem Filmemacher Jürgen Weber auch die Überlinger Zeitzeugin Dr. Grete Leutz anwesend sein wird. Als junge Frau wurde sie fast täglich Zeugin des Zuges der KZ-Häftlinge vom Lager Aufkirch zur Überlinger Stollenanlage. In der Außenstelle Überlingen des KZ Dachau mussten ab Oktober 1944 rund 800 Häftlinge einen Stollen in den Molassefelsen treiben, um die Friedrichshafener Rüstungsindustrie am Bodensee „bombensicher“ unterzubringen. Bis April 1945 liefen viermal pro Tag die Kolonnen der Häftlinge - schwer bewacht durch die SS - durch den Überlinger Westen.

Der Film zeichnet mit Aussagen zweier ehemaliger Häftlinge, mit den Erinnerungen von damals jungen Menschen aus Überlingen und mit Fachleuten die Geschichte der KZ-Außenstelle Überlingen nach. Aufgrund seiner regionalhistorischen Bedeutung und teilweise einmaliger Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wurde der Film aus dem Jahr 1995 als Retrospektive 2017 neu in der Reihe „Zeitgeschichtliche Kurz- und Dokumentarfilme“ aufgelegt.

Termin: 27. Januar 2019

Zeit: 19:30 – 21:00 Uhr

Ort: Wolkenstein-Saal (Kulturzentrum am Münster), Konstanz

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“, Kulturamt der Stadt Konstanz, vhs Landkreis Konstanz e. V. DIG Bodensee Region, Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit e.V. Konstanz und weitere

Eintritt: frei

2019/02/11 23:45 · sw · 0 Kommentare

Uraufführung: Gerron

Im Stadttheater Konstanz wird am 2.2.2019 das Stück „Gerron“ von Charles Lewinsky uraufgeführt. Regisseurin ist Annette Gleichmann.

Das Stück basiert auf der wahren Geschichte des jüdischen Künstlers Kurt Gerron. Als Frontsoldat und Arzt im 1. Weltkrieg kämpfend, mehrfach schwer verletzt, wurde er später im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Er floh 1933 zunächst nach Paris, dann nach Österreich, Italien und in die Niederlande, wo er 1943 interniert wurde. Im Jahr 1944 wurden er und seine Familie in das KZ Theresienstadt deportiert. Seine Mitwirkung als Regisseur an dem im KZ gedrehten Propagandafilm “Theresienstadt“ schützte ihn nicht vor der Deportation nach Auschwitz, wo er ebenso wie die 1600 mitwirkenden Kinder nach Ende der Dreharbeiten vergast wurde.

Uraufführung: 2.2.2019, Theaterwerkstatt Inselgasse, 20 Uhr

Ticketreservierung und weitere Spielzeiten: Gerron

Quelle: Stadttheater Konstanz

2019/02/02 13:14 · sw · 0 Kommentare

Vor 80 Jahren: Aktion "T4" - "Denkmal der Grauen Busse" 2019 im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen

Wirtschaftsgebäude von Grafeneck, Personal der als Tarnorganisation eingerichteten „Gemeinnützigen Krankentransport GmbH (Gekrat)“; einer von drei Bussen der Gekrat, mit denen ab Januar 1940 geistig und körperlich behinderte und psychisch kranke Menschen aus Pflegeeinrichtungen und Heilanstalten (wie z. B. Freiburg, Emmendingen und Reichenau, Konstanz) in die Vernichtungsanstalt Grafeneck gebracht wurden. Innerhalb eines Jahres wurden in der Gaskammer von Grafeneck 10.654 Menschen ermordet. Fotografie: Gedenkstätte Grafeneck

Die Radolfzeller Opfer der Aktion "T4" 1939-1941 waren Patient/innen der psychiatrischen Heil- und Pflegeanstalten Reichenau, Emmendingen und Wiesloch, der Kreispflegeanstalt Geisingen, der Universitätsnervenklink Freiburg und/oder minderjährige „Pfleglinge“ der St. Josefsanstalt Herten und davor in Kinderheimen in Freiburg, Konstanz und Sigmaringen untergebracht:

Maria Amann 1899-1941 | Frieda Armbruster 1890-1940 | Alwin Bödler 1883-1940 | Walter Böhler 1934-1940 | Emma Braun 1886-1940 | Albertine Hässig 1890-1940 | Nikolaus Honsell 1887-1940 | Otto Hans Keller 1893-1940 | Leopold Kohler 1887-1940 | Anna Ronkat 1904-1940 | Josefa Trost, geb. Klaus 1878-1940 | Helmut Waller 1920-1940 | Berta Welschinger 1902-1940 | Elisabeth Welschinger 1931-1940

"Denkmal der grauen Busse" 2019 im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen.

Montag, 28. Januar 2019, 11.00 Uhr Eröffnungsveranstaltung zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus

Ort: Festhalle des Zentrums für Psychiatrie Emmendingen

Programm: Kranzniederlegung und Gedenkminute am Denkmal im ZfP Emmendingen Begrüßung Michael Eichhorst, Geschäftsführer ZfP Emmendingen und Calw

Vortrag „Erinnern, gedenken, bilden: Oder: Wie können wir in unseren psychiatrischen Kliniken mit der NS Vergangenheit umgehen?“

Referent: Prof. Dr. med. Thomas Müller, Leiter des Forschungsbereichs Geschichte und Ethik in der Medizin am ZfP Südwürttemberg / Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm. Er ist Leiter des Württembergischen Psychiatriemuseums und Koordinator der Historischen Forschung der Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg.

Eröffnung und Ausstellung des Denkmals der Grauen Busse

Zu den weiteren Veranstaltungen des Begleitprogramms 2019:

Download (PDF)

Beschlussvorlage - Zur Umbenennung des "Landserwegs" in "Fritz-Klose-Weg"

Der „Landserweg“ im Dezember 2018, links die alte Mauereinfassung des Kasernenareals, rechts die Wohnblöcke der ehemaligen SS-Siedlung. Fotografie: Markus Wolter

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In seiner Sitzung am 27. November 2018 wird der Radolfzeller Gemeinderat über eine Straßenumbenennnung entscheiden. Der durch den einschlägigen NS-Kontext in die Kritik geratene „Landserweg“ - zwischen ehemaliger SS-Kaserne und SS-Wohnsiedlung - soll nach einer im Sommer 2018 an den Ältestenrat übermittelten Initiativanfrage umbenannt werden. Nach ensprechender Empfehlung des Ältestenrats folgte eine nochmalige, quellengestützte Überprüfung der Sachlage und Stellungnahme durch die Abteilung Stadtgeschichte. In der Initiativanfrage war von Markus Wolter die Umbennung des „Landserwegs“ in „Fritz-Klose-Weg“ vorgeschlagen worden, benannt nach dem neben Jacob Dörr zweiten nachweislichen Todesfall eines KZ-Häftlings im Außenkommando Radolfzell. Alternativ schlägt die Abteilung Stadtgeschichte die historisch überlieferte Flurbezeichnung „Am Entennest“ (sic) vor.

Beschlussvorlage:abgerufen auf: Ratsinformationssystem, Sitzungskalender (PDF)

2018/11/23 20:57 · Markus Wolter · 0 Kommentare
 
juden_in_radolfzell.1546110812.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/12/29 20:13 von mw
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