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Karte von Radolfzell

Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



Kunstprojekt Stolpersteine

Das Kunstprojekt von Gunter Demnig erinnert in mehreren Ländern Europas, aber vorwiegend in Deutschland, an die Opfer der NS-Zeit. Bis Ende 2011 wurden über 32.000 Gedenksteine an über 700 Orten verlegt.

An wen erinnern die Stolpersteine?

Der Fokus der Opfergruppen, an die im Rahmen dieses Projekts gedacht wird, ist relativ breit: er umfasst die „verfolgten, ermordeten Opfer des Nationalsozialismus: Jüdische Bürger, Sinti und Roma, politisch Verfolgte, religiös Verfolgte, Zeugen Jehovas, Homosexuelle und Euthanasieopfer; ‒ letztlich alle Menschen, die unter diesem Regime leiden mussten.“1)

Auch für Verfolgte, die den Nationalsozialismus überlebten, wurden Stolpersteine verlegt. Ausschlaggebend für den Ort der Verlegung ist stets der letzte frei gewählte Wohnort.

Stolperstein-Initiativen

Üblicherweise bilden sich an den Orten, in denen Verlegungen stattfinden, sog. Stolpersteininitiativen, die sich um die Recherche der Hintergrundinformationen, die Öffentlichkeitsarbeit und das Rahmenprogramm kümmern.

Beispiel für eine Stolpersteinverlegung in Berlin im Jahr 20082)

Einzelpersonen oder Gruppen können durch eine „Stein-Patenschaft“ die Finanzierung einer Steinverlegung in Höhe von 120€ übernehmen.

Stolpersteine am Bodensee

Am Bodensee fanden bislang in den Städten Konstanz, Singen, Stockach, Bohlingen, Überlingen, Friedrichshafen, Pfullendorf, Ravensburg, Lindau und Lindenberg Stolpersteinverlegungen statt (vgl. Verlegeorte).

In den Nachbarstädten von Radolfzell, Konstanz, Singen und Stockach, arbeiten seit Jahren aktive Stolpersteininitiativen. In Konstanz wurden bis Ende 2011 über 100 Stolpersteine verlegt. Seit dem Jahr 2007 erinnern 10 Stolpersteine in Stockach an die dortigen Opfer. Eine kirchliche Gruppe aus Böhringen hat letztes Jahr in Bohlingen einen Stolperstein verlegt. In Überlingen erinnern seit dem Jahr 2013 fünf Stolpersteine an Familie Levi. In Friedrichshafen erinnert ebenfalls seit 2013 ein Stolperstein an Elsa Hammer, die 1943 nach Auschwitz deportiert worden war.

Stolperstein-Initiativen in der Bodenseeregion

Stolpersteine für Radolfzell

Auch in Radolfzell planen nun mehrere Personen die Verlegung von Stolpersteinen, die an Opfer der NS-Zeit erinnern. Die Initiative für Offenes Gedenken in Radolfzell unterstützt dies.

Stolpersteine für Radolfzell

Quellen

Termine

Thälmann-Stolpersteine am 20.2.2018 in Singen/Htwl.

Am 20.2.2018 werden für Ernst, Rosa und Irma Thälmann in Singen/Htwl. zum ersten Mal 3 Stolpersteine verlegt. Der genaue Ort und die Uhrzeit werden noch bekanntgegeben. Irma und Rosa waren bei guten Freunden in Singen/Htlw. untergekommen und im August 1944 verhaftet und ins KZ Ravensbrück eingeliefert worden.

Das wird der Text der Stolpersteine sein:

ERNST THÄLMANN
JG. 1886
VORSITZENDER KPD
REICHSTAGSMITGLIED
GESTAPOHAFT AB 3.3.1933
ERMORDET 14.8.1944
KZ BUCHENWALD

HIER WOHNTE
ROSA THÄLMANN
JG. 1890
IM WIDERSTAND/KPD
VERHAFTET 1944
RAVENSBRÜCK
BEFREIT

HIER WOHNTE
IRMA VESTER
GEB.THÄLMANN
JG. 1919
VERHAFTET 1944
RAVENSBRÜCK
BEFREIT

2017/12/10 13:14 · sw · 0 Kommentare

Stolperstein-Treffen am 26.11.2017

Am Sonntag den 26.11.2017 trifft sich die Stolperstein Initiative Radolfzell um 14 Uhr im Cafe Fino.

Einziger TOP bislang ist die Beschlussfassung über den Antrag, die Initiative nach über einem Jahr der Nichtaktivität aufzulösen.

2017/11/22 21:14 · sw · 0 Kommentare

9. November 2017: Gedenken an den 79. Jahrestag der Reichspogromnacht 1938

Gedenkstättenort Radolfzell: Keine offizielle Gedenkveranstaltung

Jedem ist es an diesem Tag unbenommen und jeder sei dazu eingeladen, sich auch in diesem Jahr an der bundesweiten Stolperstein-Putz- und Mahnaktion zu beteiligen und die 23 in Radolfzell und Markelfingen verlegten Stolpersteine zu putzen, eine Kerze anzuzünden und eine Blume niederzulegen; auch an den Gedenkstätten vor der ehemaligen SS-Kaserne und am ehemaligen SS-Schießstand.

Stolpersteine für Lotte und Josef Bleicher, Höllstr. 1

Wider das Vergessen, zum mahnenden Gedenken.

2017/11/07 13:42 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Performance "508 ... Gegen das Vergessen"

Freitag, 11.08.2017, um 14:00 Uhr am Mahnmal im ZfP Reichenau

Im Gedenken an die 1940/41 im Rahmen der NS-Euthanasie ermordeten 508 Patienten in Reichenau schuf der Konstanzer Künstler Alexander Gebauer 1988 das „Mahnmal für die Opfer der NS-Euthanasie“ auf dem Gelände des ZfP. In Verbindung mit diesem Kunstwerk findet eine bewegende Aufführung, changierend zwischen Konzert und Performance, mit Bernhard Thomas Klein (Musiker und Komponist), Christine Koch (Bildhauerin) und Andieh Merk (Musiker) statt.

Weitere Informationen und den genauen Ablauf können Sie dem angefügten Faltblatt entnehmen: Faltblatt (6,4 MB)

Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung bei jedem Wetter unter freiem Himmel stattfindet. Es werden einfache Sitzgelegenheiten und Pavillons als Sonnen- oder Regenschutz zur Verfügung stehen.

Der Eintritt ist frei.

Die Veranstaltung wird organisiert und durchgeführt vom ZfP Reichenau und der Reihe „Kunst belebt“ des BodenseeKulturraum e.V., unterstützt von der Kunststiftung Landkreis Konstanz.

2017/08/07 20:08 · sw · 0 Kommentare

Duft der Steine - Theaterstück von Gerhard Zahner

Regie: Waltraud Rasch

Uraufführung: 21. September 2017

weitere Aufführungen 22.,23. September 6.,7., 20.,21. Oktober

Zeit: 20 Uhr

Ort: Theater-Zeller-Kultur, Fürstenbergstrasse 7a, 78315 Radolfzell

Karten: kartenbestellung@zellerkultur.de, Tel. 07732 8233941

Alice Fleischel wollte mit ihrem Sohn Günther nach dessen Entlassung die Flucht nach Brasilien wagen, aus diesem Grund wartete sie im Frühling 1940 im Hotel Schiff in Radolfzell auf ihn. Zu diesem Zeitpunkt in ihrer Geschichte setzt unser Theaterstück ein. Hier wird „unsübersteigend“ und beklemmend das Seelenleben eines Flüchtlings aufgezeigt. Wie Alice Fleischel im Schatten der Angst, des Misstrauens und der Ungerechtigkeit auf sich allein gestellt leben muss. In Ungewissheit und Schmerz, den widrigen Umständen zum Trotz zwischen vier Wänden ausharrt. Ihr einziger Berührungspunkt zur Außenwelt und der einzige warme Lichtblick in ihrem Leben ist der Hotelier Strudel, der sie beschützt. Obwohl sie ohne festen Wohnsitz und nur auf Fremdenzettel gemeldet ist, unterlässt er es die vorgeschriebene Anzeige zu erstatten. Auch als der Bürgermeister im Sommer 1940 anordnet, dass die Jüdin Stadt und Hotel zu verlassen habe, gewährt ihr Strudel weiter Obdach und riskiert dabei sein eigenes Leben.

2017/07/18 19:08 · sw · 0 Kommentare
 
kunstprojekt_stolpersteine.txt · Zuletzt geändert: 2016/03/14 20:32 von sw
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