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Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



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====== Naturfreundehaus Markelfingen ====== ====== Naturfreundehaus Markelfingen ======
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 +{{gallery>:naturfreundehaus_markelfingen.jpg?300x300&lightbox}} //Zeitgenössische Ansichtskarte, undatiert. Sammlung Markus Wolter.
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Das [[http://www.nfhb.de|Naturfreundehaus Markelfingen]] gehört zur 1974 eingegliederten Radolfzeller Gemeinde Markelfingen. Es ist seit 1926 im Besitz des badischen Landesverbands der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Naturfreunde|Naturfreunde]]. Das [[http://www.nfhb.de|Naturfreundehaus Markelfingen]] gehört zur 1974 eingegliederten Radolfzeller Gemeinde Markelfingen. Es ist seit 1926 im Besitz des badischen Landesverbands der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Naturfreunde|Naturfreunde]].
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 +Der Singener Sozialdemokrat [[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Weber_(Gewerkschafter)|Heinrich Weber]] war von 1923 bis 1933 Vorsitzender der Singener Naturfreunde. Es ist seiner Initiative zu verdanken, dass die badischen Naturfreunde im Jahr 1926 das Haus in Markelfingen zusammen mit einem Grundstück von ca. 20.000 m² direkt am Bodensee ankauften.
{{gallery>:tv_naturfreunde_markelfingen_-1934-r.jpg?300x300&lightbox}} {{gallery>:tv_naturfreunde_markelfingen_-1934-r.jpg?300x300&lightbox}}
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//Das "Bodenseeheim" des Touristenvereins 'Die Naturfreunde' in Markelfingen. Mit dem früheren Stempel-Signet des "T.V. Die Naturfreunde" - Zeitgenössische Ansichtskarte, gelaufen 1934, d.h. bereits nach dem Verbot der Naturfreunde 1933. Sammlung Markus Wolter// //Das "Bodenseeheim" des Touristenvereins 'Die Naturfreunde' in Markelfingen. Mit dem früheren Stempel-Signet des "T.V. Die Naturfreunde" - Zeitgenössische Ansichtskarte, gelaufen 1934, d.h. bereits nach dem Verbot der Naturfreunde 1933. Sammlung Markus Wolter//
-1933 wurden die [[http://de.wikipedia.org/wiki/Naturfreunde|Naturfreunde]], die ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung hatten, verboten. +1933 wurden die [[http://de.wikipedia.org/wiki/Naturfreunde|Naturfreunde]], die ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung hatten, verboten. Ihr Eigentum wurde eingezogen und fiel an den NS-Staat. Die Mitglieder, nicht selten Gewerkschafter, Sozialdemokraten oder Kommunisten, wurden verfolgt, teilweise verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt.
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-Ihr Besitz wurde eingezogen und die Mitglieder, nicht selten Gewerkschafter, Sozialdemokraten oder Kommunisten, wurden verfolgt, teilweise verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt.+
Von den Singenern Naturfreunden ist bekannt, dass sie sich auch nach dem Verbot von 1933 weiterhin fast jeden Sonntag zu Wanderungen trafen. Der bekannte Widerstandskämpfer [[http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elser|Johann Georg Elser]], der sieben Jahre in Konstanz gelebt hatte, zählte auch zu den Naturfreunden.[(Vgl. [[http://georg-elser-arbeitskreis.de|Arbeitskreis "Johann Georg Elser Konstanz"]] )] Von den Singenern Naturfreunden ist bekannt, dass sie sich auch nach dem Verbot von 1933 weiterhin fast jeden Sonntag zu Wanderungen trafen. Der bekannte Widerstandskämpfer [[http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elser|Johann Georg Elser]], der sieben Jahre in Konstanz gelebt hatte, zählte auch zu den Naturfreunden.[(Vgl. [[http://georg-elser-arbeitskreis.de|Arbeitskreis "Johann Georg Elser Konstanz"]] )]
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Das ehemalige Naturfreundehaus Markelfingen wurde nach dem Verbot der Naturfreunde zum "Eigenheim des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen", Landesverband Baden, erklärt und war bis 1945 eine Jugendherberge. Das ehemalige Naturfreundehaus Markelfingen wurde nach dem Verbot der Naturfreunde zum "Eigenheim des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen", Landesverband Baden, erklärt und war bis 1945 eine Jugendherberge.
 +Der markante Altbau aus den 1920er Jahren (siehe Fotos oben) wurde aufgrund seines schlechten baulichen Zustands 2007 abgerissen und 2008 durch den heutigen Neubau ersetzt.
- +===== Naturfreunde im KZ =====
-===== Initiative zum Naturfreundehaus in Markelfingen ===== +
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-Der Singener Sozialdemokrat Heinrich Weber war von 1923 bis 1933 Vorsitzender der Singener Naturfreunde. Es ist seiner Initiative zu verdanken, dass die badischen Naturfreunde im Jahr 1926 das Haus in Markelfingen zusammen mit einem Grundstück von ca. 20.000 m² direkt am Bodensee ankauften. +
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-===== Karte und Anfahrt ===== +
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-<html><iframe src="http://von-unten.org/OpenStreetMap/radolfzell-layer.html?zoom=18&lat=47.73289&lon=9.01512&layers=BTTTTTTT" width="100%"height="500" ></iframe></html> +
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-Das Naturfreundehaus liegt direkt am Bodensee, etwas ausserhalb von Markelfingen und ca. 3 km östlich von Radolfzell. Es ist bequem über die Radolfzeller Straße K 6170  zu erreichen. +
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-===== Heinrich Weber kommt ins KZ =====+
   
-Am 20. Juli 1944, nach dem Attentat auf Hitler, wurde Heinrich Weber im Zuge der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Gitter|Aktion Gitter]] verhaftet und ins [[http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Natzweiler-Struthof|KZ Natzweiler-Struthof]] eingewiesen. Später verlegte man ihn ins [[http://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Au%C3%9Fenlager_Allach|KZ-Außenlager Allach]], dann ins [[http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Mauthausen|KZ Mauthausen]], wo er 25. September 1944 ermordet wurde.[(Vgl. [[http://www.stolpersteine-singen.de/biografien/Heinrich_Weber_Biografie.pdf|Stolperstein-Biografie von Heinrich Weber]])] +Am 20. Juli 1944, nach dem Attentat auf Hitler, wurden die Singener Naturfreunde-Mitglieder Jakob Kahn, Max Porzig, Jakob Strauch, Karl Jäckle, Friedrich Vallendor und Heinrich Weber im Zuge der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Gitter|Aktion Gitter]] verhaftet und ins [[http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Natzweiler-Struthof|KZ Natzweiler-Struthof]] verschleppt, bevor sie schließlich nach Dachau bzw. ins [[http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Mauthausen|KZ Mauthausen]] kamen.[(Vgl.: Gudrun Trautmann: Die Vertreibung der Singener aus dem Paradies in Markelfingen, [[https://www.suedkurier.de/leben/geschichte/lokalhistorie/geschichte-kkn/Die-Vertreibung-der-Singener-aus-dem-Paradies-in-Markelfingen;art1367846,8148408|Südkurier, 14. September 2015.]])] Fritz Vallendor, ermordet am 17. 10.1944 in Dachau, und Heinrich Weber überlebten das nicht. Heinrich Weber, der von Natzweiler zunächst ins [[https://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Au%C3%9Fenlager_Allach|Dachauer Außenlager Allach]] "verlegt" worden war, wurde am 25. September 1944 im KZ Mauthausen ermordet.[(Vgl. [[http://www.stolpersteine-singen.de/biografien/Heinrich_Weber_Biografie.pdf|Stolperstein-Biografie von Heinrich Weber]])]
-Für Heinrich Weber hat die Singener Stolperstein-Initiative in der Byk-Gulden-Str. 11 einen [[http://www.stolpersteine-singen.de/verlegte_steine/|Stolperstein]] verlegt. [(Vgl. [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/blog:stolpersteine_fuer_singen|Stolpersteine für Singen]] )]+Für Heinrich Weber hat die Singener Stolperstein-Initiative in der Byk-Gulden-Str. 11 einen [[http://www.stolpersteine-singen.de/verlegte_steine/|Stolperstein]] verlegt, für Friedrich Vallendor 2016 in der Ekkehardstr. 89.[(Vgl. [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/blog:stolpersteine_fuer_singen|Stolpersteine für Singen]])]
 +Zur Feier des 90-jährigen Bestehens des Naturfreundehauses Markelfingen im Jahr 2018 wurde auf dem Areal ein Heinrich-Weber-Mahnmal eingeweiht.[(Vgl.: Jennifer Moog: Die Naturfreunde feiern Jubiläum, [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Die-Naturfreunde-feiern-Jubilaeum;art372455,9893336|Südkurier, 17. September 2018.]])]  
===== Beschlagnahme- und Entschädigungsakten ===== ===== Beschlagnahme- und Entschädigungsakten =====
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    * Laufzeit: 1948-1956     * Laufzeit: 1948-1956
    * Signatur: D 5/1 Nr. 3916     * Signatur: D 5/1 Nr. 3916
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 +===== Karte und Anfahrt =====
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 +<html><iframe src="http://von-unten.org/OpenStreetMap/radolfzell-layer.html?zoom=18&lat=47.73289&lon=9.01512&layers=BTTTTTTT" width="100%"height="500" ></iframe></html>
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 +Das Naturfreundehaus liegt direkt am Bodensee, etwas ausserhalb von Markelfingen und ca. 3 km östlich von Radolfzell. Es ist bequem über die Radolfzeller Straße K 6170  zu erreichen.
===== Quellen===== ===== Quellen=====

Termine

Eröffnung der Ausstellung: "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit" - Hermann Hesses "Glasperlenspiel" im "Dritten Reich"

„1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde „Das Glasperlenspiel“ auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.“

Ort: Hesse Museum, Kapellenstr. 8, Gaienhofen

Zeit: 17. März 2019, 11.00 Uhr

http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

2019/03/16 09:23 · Markus Wolter · 0 Kommentare

"Wie Dachau an den See kam..."

Filmvorführung und Gespräch mit der Zeitzeugin Dr. Grete Leutz und dem Regisseur Jürgen Weber am 27. Januar 2019 in Konstanz

Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wird in einer Gedenkveranstaltung der regionalhistorische Dokumentarfilm „Wie Dachau an den See kam …“ zur Geschichte des KZ-Außenlagers in Überlingen gezeigt.

Es ist geplant, dass an diesem Abend neben dem Filmemacher Jürgen Weber auch die Überlinger Zeitzeugin Dr. Grete Leutz anwesend sein wird. Als junge Frau wurde sie fast täglich Zeugin des Zuges der KZ-Häftlinge vom Lager Aufkirch zur Überlinger Stollenanlage. In der Außenstelle Überlingen des KZ Dachau mussten ab Oktober 1944 rund 800 Häftlinge einen Stollen in den Molassefelsen treiben, um die Friedrichshafener Rüstungsindustrie am Bodensee „bombensicher“ unterzubringen. Bis April 1945 liefen viermal pro Tag die Kolonnen der Häftlinge - schwer bewacht durch die SS - durch den Überlinger Westen.

Der Film zeichnet mit Aussagen zweier ehemaliger Häftlinge, mit den Erinnerungen von damals jungen Menschen aus Überlingen und mit Fachleuten die Geschichte der KZ-Außenstelle Überlingen nach. Aufgrund seiner regionalhistorischen Bedeutung und teilweise einmaliger Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wurde der Film aus dem Jahr 1995 als Retrospektive 2017 neu in der Reihe „Zeitgeschichtliche Kurz- und Dokumentarfilme“ aufgelegt.

Termin: 27. Januar 2019

Zeit: 19:30 – 21:00 Uhr

Ort: Wolkenstein-Saal (Kulturzentrum am Münster), Konstanz

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“, Kulturamt der Stadt Konstanz, vhs Landkreis Konstanz e. V. DIG Bodensee Region, Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit e.V. Konstanz und weitere

Eintritt: frei

2019/02/11 23:45 · sw · 0 Kommentare

Uraufführung: Gerron

Im Stadttheater Konstanz wird am 2.2.2019 das Stück „Gerron“ von Charles Lewinsky uraufgeführt. Regisseurin ist Annette Gleichmann.

Das Stück basiert auf der wahren Geschichte des jüdischen Künstlers Kurt Gerron. Als Frontsoldat und Arzt im 1. Weltkrieg kämpfend, mehrfach schwer verletzt, wurde er später im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Er floh 1933 zunächst nach Paris, dann nach Österreich, Italien und in die Niederlande, wo er 1943 interniert wurde. Im Jahr 1944 wurden er und seine Familie in das KZ Theresienstadt deportiert. Seine Mitwirkung als Regisseur an dem im KZ gedrehten Propagandafilm “Theresienstadt“ schützte ihn nicht vor der Deportation nach Auschwitz, wo er ebenso wie die 1600 mitwirkenden Kinder nach Ende der Dreharbeiten vergast wurde.

Uraufführung: 2.2.2019, Theaterwerkstatt Inselgasse, 20 Uhr

Ticketreservierung und weitere Spielzeiten: Gerron

Quelle: Stadttheater Konstanz

2019/02/02 13:14 · sw · 0 Kommentare

Vor 80 Jahren: Aktion "T4" - "Denkmal der Grauen Busse" 2019 im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen

Wirtschaftsgebäude von Grafeneck, Personal der als Tarnorganisation eingerichteten „Gemeinnützigen Krankentransport GmbH (Gekrat)“; einer von drei Bussen der Gekrat, mit denen ab Januar 1940 geistig und körperlich behinderte und psychisch kranke Menschen aus Pflegeeinrichtungen und Heilanstalten (wie z. B. Freiburg, Emmendingen und Reichenau, Konstanz) in die Vernichtungsanstalt Grafeneck gebracht wurden. Innerhalb eines Jahres wurden in der Gaskammer von Grafeneck 10.654 Menschen ermordet. Fotografie: Gedenkstätte Grafeneck

Die Radolfzeller Opfer der Aktion "T4" 1939-1941 waren Patient/innen der psychiatrischen Heil- und Pflegeanstalten Reichenau, Emmendingen und Wiesloch, der Kreispflegeanstalt Geisingen, der Universitätsnervenklink Freiburg und/oder minderjährige „Pfleglinge“ der St. Josefsanstalt Herten und davor in Kinderheimen in Freiburg, Konstanz und Sigmaringen untergebracht:

Maria Amann 1899-1941 | Frieda Armbruster 1890-1940 | Alwin Bödler 1883-1940 | Walter Böhler 1934-1940 | Emma Braun 1886-1940 | Albertine Hässig 1890-1940 | Nikolaus Honsell 1887-1940 | Otto Hans Keller 1893-1940 | Leopold Kohler 1887-1940 | Anna Ronkat 1904-1940 | Josefa Trost, geb. Klaus 1878-1940 | Helmut Waller 1920-1940 | Berta Welschinger 1902-1940 | Elisabeth Welschinger 1931-1940

"Denkmal der grauen Busse" 2019 im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen.

Montag, 28. Januar 2019, 11.00 Uhr Eröffnungsveranstaltung zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus

Ort: Festhalle des Zentrums für Psychiatrie Emmendingen

Programm: Kranzniederlegung und Gedenkminute am Denkmal im ZfP Emmendingen Begrüßung Michael Eichhorst, Geschäftsführer ZfP Emmendingen und Calw

Vortrag „Erinnern, gedenken, bilden: Oder: Wie können wir in unseren psychiatrischen Kliniken mit der NS Vergangenheit umgehen?“

Referent: Prof. Dr. med. Thomas Müller, Leiter des Forschungsbereichs Geschichte und Ethik in der Medizin am ZfP Südwürttemberg / Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm. Er ist Leiter des Württembergischen Psychiatriemuseums und Koordinator der Historischen Forschung der Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg.

Eröffnung und Ausstellung des Denkmals der Grauen Busse

Zu den weiteren Veranstaltungen des Begleitprogramms 2019:

Download (PDF)

Beschlussvorlage - Zur Umbenennung des "Landserwegs" in "Fritz-Klose-Weg"

Der „Landserweg“ im Dezember 2018, links die alte Mauereinfassung des Kasernenareals, rechts die Wohnblöcke der ehemaligen SS-Siedlung. Fotografie: Markus Wolter

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In seiner Sitzung am 27. November 2018 wird der Radolfzeller Gemeinderat über eine Straßenumbenennnung entscheiden. Der durch den einschlägigen NS-Kontext in die Kritik geratene „Landserweg“ - zwischen ehemaliger SS-Kaserne und SS-Wohnsiedlung - soll nach einer im Sommer 2018 an den Ältestenrat übermittelten Initiativanfrage umbenannt werden. Nach ensprechender Empfehlung des Ältestenrats folgte eine nochmalige, quellengestützte Überprüfung der Sachlage und Stellungnahme durch die Abteilung Stadtgeschichte. In der Initiativanfrage war von Markus Wolter die Umbennung des „Landserwegs“ in „Fritz-Klose-Weg“ vorgeschlagen worden, benannt nach dem neben Jacob Dörr zweiten nachweislichen Todesfall eines KZ-Häftlings im Außenkommando Radolfzell. Alternativ schlägt die Abteilung Stadtgeschichte die historisch überlieferte Flurbezeichnung „Am Entennest“ (sic) vor.

Beschlussvorlage:abgerufen auf: Ratsinformationssystem, Sitzungskalender (PDF)

2018/11/23 20:57 · Markus Wolter · 0 Kommentare
 
naturfreundehaus_markelfingen.1519822071.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/02/28 13:47 von mw
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