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====== Naturfreundehaus Markelfingen ====== ====== Naturfreundehaus Markelfingen ======
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 +{{gallery>:naturfreundehaus_markelfingen.jpg?300x300&lightbox}} //Zeitgenössische Ansichtskarte, undatiert. Sammlung Markus Wolter.
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Das [[http://www.nfhb.de|Naturfreundehaus Markelfingen]] gehört zur 1974 eingegliederten Radolfzeller Gemeinde Markelfingen. Es ist seit 1926 im Besitz des badischen Landesverbands der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Naturfreunde|Naturfreunde]]. Das [[http://www.nfhb.de|Naturfreundehaus Markelfingen]] gehört zur 1974 eingegliederten Radolfzeller Gemeinde Markelfingen. Es ist seit 1926 im Besitz des badischen Landesverbands der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Naturfreunde|Naturfreunde]].
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 +Der Singener Sozialdemokrat [[https://de.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Weber_(Gewerkschafter)|Heinrich Weber]] war von 1923 bis 1933 Vorsitzender der Singener Naturfreunde. Es ist seiner Initiative zu verdanken, dass die badischen Naturfreunde (Treuhänder: Heinrich Schlossmacher) im Jahr 1926 ein Grundstück mit 13.758 m² Fläche direkt am Bodensee ankauften und dort in den Jahren 1928-1930 das "Naturfreundhaus" Markelfingen gebaut wurde.
{{gallery>:tv_naturfreunde_markelfingen_-1934-r.jpg?300x300&lightbox}} {{gallery>:tv_naturfreunde_markelfingen_-1934-r.jpg?300x300&lightbox}}
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//Das "Bodenseeheim" des Touristenvereins 'Die Naturfreunde' in Markelfingen. Mit dem früheren Stempel-Signet des "T.V. Die Naturfreunde" - Zeitgenössische Ansichtskarte, gelaufen 1934, d.h. bereits nach dem Verbot der Naturfreunde 1933. Sammlung Markus Wolter// //Das "Bodenseeheim" des Touristenvereins 'Die Naturfreunde' in Markelfingen. Mit dem früheren Stempel-Signet des "T.V. Die Naturfreunde" - Zeitgenössische Ansichtskarte, gelaufen 1934, d.h. bereits nach dem Verbot der Naturfreunde 1933. Sammlung Markus Wolter//
-1933 wurden die [[http://de.wikipedia.org/wiki/Naturfreunde|Naturfreunde]], die ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung hatten, verboten.+Nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 wurden die [[http://de.wikipedia.org/wiki/Naturfreunde|Naturfreunde]], die ihre Wurzeln in der Arbeiterbewegung hatten, als "marxistische Organisation" verboten. Ihr Eigentum wurde nach Maßgabe des "Gesetzes über die Einziehung staatsfeindlichen Vermögens" eingezogen und fiel an den NS-Staat bzw. das jeweilige Land. Neuer Eigentümer des Naturfreundehauses Markelfingen und des Grundstückes am See wurde das Land Baden, verwaltet von einem "Treuhänder für das marxistische Vermögen" in Karlsruhe. Die ehemaligen Mitglieder, nicht selten Gewerkschafter, Sozialdemokraten oder Kommunisten, wurden verfolgt, teilweise verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt.
-Ihr Besitz wurde eingezogen und die Mitglieder, nicht selten Gewerkschafter, Sozialdemokraten oder Kommunisten, wurden verfolgt, teilweise verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt.+Von den Singener Naturfreunden ist bekannt, dass sie sich auch nach dem Verbot von 1933 weiterhin fast jeden Sonntag zu Wanderungen trafen. Der bekannte Widerstandskämpfer [[http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elser|Johann Georg Elser]], der sieben Jahre in Konstanz gelebt hatte, zählte auch zu den Naturfreunden.[(Vgl. [[http://georg-elser-arbeitskreis.de|Arbeitskreis "Johann Georg Elser Konstanz"]] )]
-Von den Singenern Naturfreunden ist bekannt, dass sie sich auch nach dem Verbot von 1933 weiterhin fast jeden Sonntag zu Wanderungen trafen. Der bekannte Widerstandskämpfer [[http://de.wikipedia.org/wiki/Georg_Elser|Johann Georg Elser]], der sieben Jahre in Konstanz gelebt hatte, zählte auch zu den Naturfreunden.[(Vgl. [[http://georg-elser-arbeitskreis.de|Arbeitskreis "Johann Georg Elser Konstanz"]] )]+Das ehemalige Naturfreundehaus Markelfingen wurde nach dem Verbot der Naturfreunde und dem Einzug ihres Vermögens vom "Reichsverband für Deutsche Jugendherbergen", Landesverband Baden, von 1934 bis 1945 als Jugendherberge betrieben; in dieser Zeit fanden dort u.a. Schulungs- und Sommerlager des BDM bzw. der HJ statt.
-Das ehemalige Naturfreundehaus Markelfingen wurde nach dem Verbot der Naturfreunde zum "Eigenheim des Reichsverbandes für Deutsche Jugendherbergen", Landesverband Baden, erklärt und war bis 1945 eine Jugendherberge.+{{gallery>:jh_markelfingen_1941.jpg?300x300&lightbox}} 
 +//"Jugendherberge Markelfingen", zeitgenössische Ansichtskarte, gelaufen 1941. Sammlung Markus Wolter//  
 +{{gallery>:bdm-schulungslager_-_jh_markelfingen_1943-appell-2.jpg?300x300&lightbox}} 
 +{{gallery>:bdm-schulungslager_-_jh_markelfingen_1943-appell.jpg?300x300&lightbox}} 
 +{{gallery>:bdm-schulungslager_-_jh_markelfingen_-madelschar-schulung-2-1943.jpg?300x300&lightbox}} 
 +BDM-Mädelschar (vmtl. Untergau 114, Konstanz), N.N., BDM-Gauführerin im Stab der Reichsjugendführung, N.N., HJ-Bannführer(?) (Bann 114, Konstanz), N.N., Politischer Leiter (NSDAP), Parteigenossen (Gemeinderäte / NS-Bürgermeister Dominik Wieland(?)). Appell und politische Schulung in der Jugendherberge Markelfingen, Sommer 1943. Sammlung Markus Wolter
-===== Initiative zum Naturfreundehaus in Markelfingen ===== 
-Der Singener Sozialdemokrat Heinrich Weber war von 1923 bis 1933 Vorsitzender der Singener Naturfreunde. Es ist seiner Initiative zu verdanken, dass die badischen Naturfreunde im Jahr 1926 das Haus in Markelfingen zusammen mit einem Grundstück von ca. 20.000 m² direkt am Bodensee ankauften. +===== Naturfreunde im KZ =====
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-===== Karte und Anfahrt ===== +
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-<html><iframe src="http://von-unten.org/OpenStreetMap/radolfzell-layer.html?zoom=18&lat=47.73289&lon=9.01512&layers=BTTTTTTT" width="100%"height="500" ></iframe></html> +
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-Das Naturfreundehaus liegt direkt am Bodensee, etwas ausserhalb von Markelfingen und ca. 3 km östlich von Radolfzell. Es ist bequem über die Radolfzeller Straße K 6170  zu erreichen. +
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-===== Heinrich Weber kommt ins KZ =====+
   
-Am 20. Juli 1944, nach dem Attentat auf Hitler, wurde Heinrich Weber im Zuge der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Gitter|Aktion Gitter]] verhaftet und ins [[http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Natzweiler-Struthof|KZ Natzweiler-Struthof]] eingewiesen. Später verlegte man ihn ins [[http://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Au%C3%9Fenlager_Allach|KZ-Außenlager Allach]], dann ins [[http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Mauthausen|KZ Mauthausen]], wo er 25. September 1944 ermordet wurde.[(Vgl. [[http://www.stolpersteine-singen.de/biografien/Heinrich_Weber_Biografie.pdf|Stolperstein-Biografie von Heinrich Weber]])] +Am 20. Juli 1944, nach dem Attentat auf Hitler, wurden die Singener Naturfreunde-Mitglieder Jakob Kahn, Max Porzig, Jakob Strauch, Karl Jäckle, Friedrich Vallendor und Heinrich Weber im Zuge der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Gitter|Aktion Gitter]] verhaftet und ins [[http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Natzweiler-Struthof|KZ Natzweiler-Struthof]] verschleppt, bevor sie schließlich nach Dachau bzw. ins [[http://de.wikipedia.org/wiki/KZ_Mauthausen|KZ Mauthausen]] kamen.[(Vgl.: Gudrun Trautmann: Die Vertreibung der Singener aus dem Paradies in Markelfingen, [[https://www.suedkurier.de/leben/geschichte/lokalhistorie/geschichte-kkn/Die-Vertreibung-der-Singener-aus-dem-Paradies-in-Markelfingen;art1367846,8148408|Südkurier, 14. September 2015.]])] Fritz Vallendor, ermordet am 17. 10.1944 in Dachau, und Heinrich Weber überlebten das nicht. Heinrich Weber, der von Natzweiler zunächst ins [[https://de.wikipedia.org/wiki/KZ-Au%C3%9Fenlager_Allach|Dachauer Außenlager Allach]] "verlegt" worden war, wurde am 25. September 1944 im KZ Mauthausen ermordet.[(Vgl. [[http://www.stolpersteine-singen.de/biografien/Heinrich_Weber_Biografie.pdf|Stolperstein-Biografie von Heinrich Weber]])]
-Für Heinrich Weber hat die Singener Stolperstein-Initiative in der Byk-Gulden-Str. 11 einen [[http://www.stolpersteine-singen.de/verlegte_steine/|Stolperstein]] verlegt. [(Vgl. [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/blog:stolpersteine_fuer_singen|Stolpersteine für Singen]] )]+Für Heinrich Weber hat die Singener Stolperstein-Initiative in der Byk-Gulden-Str. 11 einen [[http://www.stolpersteine-singen.de/verlegte_steine/|Stolperstein]] verlegt, für Friedrich Vallendor 2016 in der Ekkehardstr. 89.[(Vgl. [[http://radolfzell-ns-geschichte.von-unten.org/blog:stolpersteine_fuer_singen|Stolpersteine für Singen]])]
 +Zur Feier des 90-jährigen Bestehens des Naturfreundehauses Markelfingen im Jahr 2018 wurde auf dem Areal ein Heinrich-Weber-Mahnmal eingeweiht.[(Vgl.: Jennifer Moog: Die Naturfreunde feiern Jubiläum, [[https://www.suedkurier.de/region/kreis-konstanz/radolfzell/Die-Naturfreunde-feiern-Jubilaeum;art372455,9893336|Südkurier, 17. September 2018.]])]  
===== Beschlagnahme- und Entschädigungsakten ===== ===== Beschlagnahme- und Entschädigungsakten =====
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    * Laufzeit: 1948-1956     * Laufzeit: 1948-1956
    * Signatur: D 5/1 Nr. 3916     * Signatur: D 5/1 Nr. 3916
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 +====Neubau des Haupthauses 2007/2008====
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 +Der markante Altbau aus den 1920er Jahren (siehe Fotos oben) wurde aufgrund seines schlechten baulichen Zustands 2007/2008 vollständig umgebaut und verlor sein vormaliges Aussehen.  
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 +===== Karte und Anfahrt =====
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 +<html><iframe src="http://von-unten.org/OpenStreetMap/radolfzell-layer.html?zoom=18&lat=47.73289&lon=9.01512&layers=BTTTTTTT" width="100%"height="500" ></iframe></html>
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 +Das Naturfreundehaus liegt direkt am Bodensee, etwas ausserhalb von Markelfingen und ca. 3 km östlich von Radolfzell. Es ist bequem über die Radolfzeller Straße K 6170  zu erreichen.
===== Quellen===== ===== Quellen=====

Termine

Täter-Helfer-Trittbrettfahrer: Prof. Dr. Eugen Fischer (1874-1967)

Eugen Fischer: Der völkische Staat, biologisch gesehen. Berlin 1933. Fotografie: Wikipedia

Vortrag:

Dr. Wolfgang Proske (Hrsg.) / Markus Wolter:

Prof. Dr. Eugen Fischer (1874–1967). Die Freiburger Schule des Rassenwahns

Zeit und Ort:

Dienstag, 28. Mai, 20 Uhr, HS 1009 (Uni Freiburg KGI)

Veranstaltet vom Referat gegen Antisemitismus, Studierendenrat der Universität Freiburg, in Kooperation mit der Fachschaft Geschichte und der Fachschaft Medizin.

https://www.stura.uni-freiburg.de/gremien/referate/gegenantisemitismus

http://www.ns-belastete.de/band_9.html

2019/05/15 16:43 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Vier Filme zum Nationalsozialismus in Überlingen, Radolfzell, Schwarzwald

Gedenkveranstaltung in Überlingen änlässlich des 74. Jahrestages des Kriegsendes

Anlässlich des 74. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges bringt die KulturKiste Überlingen e. V. am Sonntag, 12. Mai 2019 im Rahmen ihrer jährlichen Gedenkveranstaltung „Vier Filme zum Thema Nationalsozialismus in Überlingen, Radolfzell und im Schwarzwald“.

Zu Überlingen werden die beiden Dokumentarfilme über den „Goldbacher Stollen“ „Unter Deutschlands Erde“ von Didi Danquart (BRD 1983) (10.00 Uhr + 19.00 Uhr) sowie „Wie Dachau an den See kam …“ von Jürgen Weber (D 1995) (11.00 Uhr + 18.00 Uhr) gezeigt.

Der Film "Leichen im Keller" von Günter Köhler (D 2010) handelt von Radolfzell im Nationalsozialismus sowie den späteren Umgang damit. (12.00 Uhr + 17.00 Uhr). Darüber hinaus wird um 13.00 Uhr, sowie um 15.00 Uhr der Spielfilm „Viejud Levi“ von Didi Danquart gezeigt, der den Nationalsozialismus in einem Schwarzwaldtal behandelt.

Das Gesamtprogramm findet sich unter: www.kulturkiste-ueberlingen.eu

Wann: Sonntag, 12. Mai 2019

Wo: Kulturbahnhof Nussdorf / Die Rampe, Nussdorfer Str. 100, Überlingen

Eintritt Frei / Spende erwünscht

2019/05/05 14:56 · sw · 0 Kommentare

Eröffnung der Ausstellung: "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit" - Hermann Hesses "Glasperlenspiel" im "Dritten Reich"

„1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde „Das Glasperlenspiel“ auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.“

Ort: Hesse Museum, Kapellenstr. 8, Gaienhofen

Zeit: 17. März 2019, 11.00 Uhr

http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

2019/03/16 09:23 · Markus Wolter · 0 Kommentare

"Wie Dachau an den See kam..."

Filmvorführung und Gespräch mit der Zeitzeugin Dr. Grete Leutz und dem Regisseur Jürgen Weber am 27. Januar 2019 in Konstanz

Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wird in einer Gedenkveranstaltung der regionalhistorische Dokumentarfilm „Wie Dachau an den See kam …“ zur Geschichte des KZ-Außenlagers in Überlingen gezeigt.

Es ist geplant, dass an diesem Abend neben dem Filmemacher Jürgen Weber auch die Überlinger Zeitzeugin Dr. Grete Leutz anwesend sein wird. Als junge Frau wurde sie fast täglich Zeugin des Zuges der KZ-Häftlinge vom Lager Aufkirch zur Überlinger Stollenanlage. In der Außenstelle Überlingen des KZ Dachau mussten ab Oktober 1944 rund 800 Häftlinge einen Stollen in den Molassefelsen treiben, um die Friedrichshafener Rüstungsindustrie am Bodensee „bombensicher“ unterzubringen. Bis April 1945 liefen viermal pro Tag die Kolonnen der Häftlinge - schwer bewacht durch die SS - durch den Überlinger Westen.

Der Film zeichnet mit Aussagen zweier ehemaliger Häftlinge, mit den Erinnerungen von damals jungen Menschen aus Überlingen und mit Fachleuten die Geschichte der KZ-Außenstelle Überlingen nach. Aufgrund seiner regionalhistorischen Bedeutung und teilweise einmaliger Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wurde der Film aus dem Jahr 1995 als Retrospektive 2017 neu in der Reihe „Zeitgeschichtliche Kurz- und Dokumentarfilme“ aufgelegt.

Termin: 27. Januar 2019

Zeit: 19:30 – 21:00 Uhr

Ort: Wolkenstein-Saal (Kulturzentrum am Münster), Konstanz

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“, Kulturamt der Stadt Konstanz, vhs Landkreis Konstanz e. V. DIG Bodensee Region, Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit e.V. Konstanz und weitere

Eintritt: frei

2019/02/11 23:45 · sw · 0 Kommentare

Uraufführung: Gerron

Im Stadttheater Konstanz wird am 2.2.2019 das Stück „Gerron“ von Charles Lewinsky uraufgeführt. Regisseurin ist Annette Gleichmann.

Das Stück basiert auf der wahren Geschichte des jüdischen Künstlers Kurt Gerron. Als Frontsoldat und Arzt im 1. Weltkrieg kämpfend, mehrfach schwer verletzt, wurde er später im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Er floh 1933 zunächst nach Paris, dann nach Österreich, Italien und in die Niederlande, wo er 1943 interniert wurde. Im Jahr 1944 wurden er und seine Familie in das KZ Theresienstadt deportiert. Seine Mitwirkung als Regisseur an dem im KZ gedrehten Propagandafilm “Theresienstadt“ schützte ihn nicht vor der Deportation nach Auschwitz, wo er ebenso wie die 1600 mitwirkenden Kinder nach Ende der Dreharbeiten vergast wurde.

Uraufführung: 2.2.2019, Theaterwerkstatt Inselgasse, 20 Uhr

Ticketreservierung und weitere Spielzeiten: Gerron

Quelle: Stadttheater Konstanz

2019/02/02 13:14 · sw · 0 Kommentare
 
naturfreundehaus_markelfingen.1519822071.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/02/28 13:47 von mw
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