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Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

ns-ehrenmal [2018/09/07 09:21]
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ns-ehrenmal [2018/09/07 09:23] (aktuell)
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Hat Radolfzell in diesem Sinn eine an den NS-Opfern ausgerichtete Form des Gedenkens und Erinnerns gefunden? Eine zentrale NS-Gedenk- und Informationsstätte gibt es in Radolfzell bis heute nicht. Seit der Installation einer Stelenskulptur von René Dantes und mehreren Informationstafeln an der ehemaligen SS-Kaserne und am SS-Schießstand 2012/13 zählt Radolfzell gleichwohl zu den von der Landeszentrale für politische Bildung ausgewiesenen „Gedenkstättenorten in Baden-Württemberg“. Hat Radolfzell in diesem Sinn eine an den NS-Opfern ausgerichtete Form des Gedenkens und Erinnerns gefunden? Eine zentrale NS-Gedenk- und Informationsstätte gibt es in Radolfzell bis heute nicht. Seit der Installation einer Stelenskulptur von René Dantes und mehreren Informationstafeln an der ehemaligen SS-Kaserne und am SS-Schießstand 2012/13 zählt Radolfzell gleichwohl zu den von der Landeszentrale für politische Bildung ausgewiesenen „Gedenkstättenorten in Baden-Württemberg“.
-**Von Tätern und Opfern – Die Geburt der "Erinnerungskultur" aus dem Geist des Revisionsimsus**+**Von Tätern und Opfern – Die Geburt der Radolfzeller "Erinnerungskultur" aus dem Geist des Revisionismus**
In der ehemaligen SS-Garnisonsstadt, zudem Standort eines KZ-Außenlagers von Dachau, tat man sich nach 1945 schwer, persönlich oder politisch Verantwortung für die NS-Verbrechen zu übernehmen, die Opfer und Verfolgten der NS-Gewaltherrschaft angemessen zu würdigen und die Überlebenden für das erlittene Unrecht zu entschädigen; von einer historischen oder juristischen Aufarbeitung und Strafverfolgung der verantwortlichen Täter ganz zu schweigen. Wie überall im Nachkriegsdeutschland wich man beim offiziellen Gedenken, Trauern und Erinnern der historischen Verantwortung aus und beschränkte sich am neu eingeführten „Volkstrauertag“ auf die „Toten zweier Kriege“. Weder die zivilen Kriegsopfer noch die aus politischen oder rassenideologischen Gründen in der NS-Zeit millionenfach verfolgten und ermordeten Menschen wurden erwähnt. Ort des selektiven Gedenkens war und blieb das vormalige NS-„Ehrenmal für die gefallenen Helden“ des Ersten Weltkriegs, das 1938 von den Nationalsozialisten errichtete und in den Folgejahren an „Heldengedenktagen“ ideologisch in Anspruch genommene „Kriegerdenkmal“. Seine Geschichte und heroisierende NS-Ästhetik schienen der Stadtverwaltung lange Zeit kein Grund für Bedenken gewesen zu sein, so dass der „Volkstrauertag“ Jahr für Jahr an dem nur marginal veränderten Gedenkensemble aus Soldatenskulptur und Namenstafeln der militärischen "Kriegsopfer“ aus Radolfzell begangen wurde. Dabei bestimmten die Radolfzeller Vertreter des [[https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfsgemeinschaft_auf_Gegenseitigkeit_der_Angeh%C3%B6rigen_der_ehemaligen_Waffen-SS|SS-Traditionsverbands HIAG]]  - v.a. die ehemaligen Angehörigen der SS-"Germania" Willi Hille (HIAG-Kreisvorsitzender)[(Willi Hille, geb. 1915 in Oschersleben, gest. ? in Radolfzell. III./SS-VT "Germania", seit 31. Juli 1937 in Radolfzell. Letzter Dienstgrad: SS-Hauptscharführer, Teilnahme am Polenfeldzug; weitere Dienststellungen unbekannt, 1944/45 Kasernenverwaltung, Schreiber und Kassenwart der USR. Nach 1945 in Radolfzell, Schubertstr. 10, wohnhaft. Kreisvorsitzender der HIAG, Organisator regelmäßiger HIAG-Kameradschaftstreffen in Radolfzell (Gasthof 'Zum Kreuz'); Autor einer Bataillonsgeschichte des III.SS-VT "Germania", die 1967 im Selbstverlag erschien.)]  und SPD-Stadtrat Heinrich ("Heini", "Heinz") Winzenburg[(Heinrich Winzenburg, geb. 17.9.1913 in Seesen, gest. 1988 in Radolfzell. SS-Nr. 43 090, SS-Mann (25.9.1935; SS-Befehlsblatt, 3.Jahrgang, Nr.9), 9/51. SS-Standarte "Harz", Göttingen, Allgemeine SS; ab 10.4.1935 Wechsel zur 10.SS-VT "Germania", Hamburg, SS-Lager Wolterdingen bei Soltau; ab 1.3.1938 9.SS-VT "Germania" Radolfzell; mit dem III./SS-VT "Germania" Teilnahme am Polenfeldzug 1939 und in der SS-Division VT am Westfeldzug 1940; "Sicherung der Niederlande" 1940; Febr. 1942 - Febr. 1943 1.SS-Pz.Gren.Ers.Btl. "Germania"; danach "Osteinsatz", Februar - Juni 1943 6.(Gen.)Kradsch. Ers. Btl., Ellwangen, danach SS-Pz. Aufkl.Ausb.u.Ers.Abt.2, Arolsen. Weitere Einsätze unbekannt. Letzter Dienstgrad: SS-Hauptscharführer. Amerikanische Kriegsgefangenschaft, zuletzt Internierungslager Darmstadt, dort 1947 entlassen, Rückkehr nach Radolfzell, Zangererstr. 14. Feinmechaniker bei Allweiler, Betriebsratsvorsitzender, Stadtverordneter, Bürgerausschuss (1961), SPD-Stadtrat, SPD-Ortsvereinsvorsitzender (1971-1976). Aktives Mitglied der HIAG, Organisator regelmäßiger HIAG- und "Germania"-Kameradschaftstreffen in Radolfzell. 1979 Berichterstattung im "Spiegel", die Winzenburgs Doppelmitgliedschaft in HIAG und SPD problematisiert; unfreiwilliger Austritt aus der SPD; vgl.: [[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40351411.html|Ungeeigneter Weg. Ehemalige Angehörige der Waffen-SS, die sich in der HIAG organisiert haben, sollen die SPD verlassen, fordern linke Genossen.]] In: Der Spiegel 7 (1979.) Die Bundes-SPD stellte schließlich am 17.11.1981 die grundsätzliche Unvereinbarkeit von SPD- und HIAG-Mitgliedschaft fest.)], Hans Witzstrock, Eduard Klejewski, Eduard Helmholtz, Heinz Berendt, Wohlfahrt  u.a. - bis in die späten  1970er Jahre das Geschehen am Luisenplatz und wurden dabei von den Bürgermeistern und Gemeinderäten unterstützt; nicht ohne Grund: 1958 war die HIAG dem „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ beigetreten. Im selben Jahr, zwanzig Jahre nach der Einweihung des NS-„Ehrenmals“ durch die Radolfzeller SS im Jahr 1938, hatte der Gemeinderat auf Vorschlag von Stadtrat und Lehrer Konrad Dombrowski (1896-1985; ehemaliges NSDAP-Mitglied und Hauptmann der Wehrmacht) entschieden, welchen gefallenen „Söhnen der Stadt“ (so die neue Sockelinschrift) das städtische Gedenken dort in Zukunft zu gelten habe: erstens allen gefallenen Wehrmachtssoldaten, die in Radolfzell wohnberechtigt waren, als sie zur Wehrmacht eingezogen wurden und zweitens allen gefallenen SS-Angehörigen der Garnison Radolfzell, die hier ihren gemeldeten Wohnsitz und Familie hatten. Aufgrund dieser „Auswahl“ kamen zu den „Kriegstoten“ des Ersten Weltkrieges 561 Angehörige der Wehrmacht und Waffen-SS hinzu, deren Namen auf vier Bronzetafeln an der Abschlussmauer des Gedenkensembles angebracht wurden. Dort findet man seitdem nicht nur den Namen des ersten Kasernenkommandanten, SS-Obersturmbannführer Heinrich Koeppen verzeichnet, sondern die Namen von 102 Angehörigen der Waffen-SS, die 1937-1939 in Radolfzell stationiert, polizeilich gemeldet und/oder verheiratet waren. In der ehemaligen SS-Garnisonsstadt, zudem Standort eines KZ-Außenlagers von Dachau, tat man sich nach 1945 schwer, persönlich oder politisch Verantwortung für die NS-Verbrechen zu übernehmen, die Opfer und Verfolgten der NS-Gewaltherrschaft angemessen zu würdigen und die Überlebenden für das erlittene Unrecht zu entschädigen; von einer historischen oder juristischen Aufarbeitung und Strafverfolgung der verantwortlichen Täter ganz zu schweigen. Wie überall im Nachkriegsdeutschland wich man beim offiziellen Gedenken, Trauern und Erinnern der historischen Verantwortung aus und beschränkte sich am neu eingeführten „Volkstrauertag“ auf die „Toten zweier Kriege“. Weder die zivilen Kriegsopfer noch die aus politischen oder rassenideologischen Gründen in der NS-Zeit millionenfach verfolgten und ermordeten Menschen wurden erwähnt. Ort des selektiven Gedenkens war und blieb das vormalige NS-„Ehrenmal für die gefallenen Helden“ des Ersten Weltkriegs, das 1938 von den Nationalsozialisten errichtete und in den Folgejahren an „Heldengedenktagen“ ideologisch in Anspruch genommene „Kriegerdenkmal“. Seine Geschichte und heroisierende NS-Ästhetik schienen der Stadtverwaltung lange Zeit kein Grund für Bedenken gewesen zu sein, so dass der „Volkstrauertag“ Jahr für Jahr an dem nur marginal veränderten Gedenkensemble aus Soldatenskulptur und Namenstafeln der militärischen "Kriegsopfer“ aus Radolfzell begangen wurde. Dabei bestimmten die Radolfzeller Vertreter des [[https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfsgemeinschaft_auf_Gegenseitigkeit_der_Angeh%C3%B6rigen_der_ehemaligen_Waffen-SS|SS-Traditionsverbands HIAG]]  - v.a. die ehemaligen Angehörigen der SS-"Germania" Willi Hille (HIAG-Kreisvorsitzender)[(Willi Hille, geb. 1915 in Oschersleben, gest. ? in Radolfzell. III./SS-VT "Germania", seit 31. Juli 1937 in Radolfzell. Letzter Dienstgrad: SS-Hauptscharführer, Teilnahme am Polenfeldzug; weitere Dienststellungen unbekannt, 1944/45 Kasernenverwaltung, Schreiber und Kassenwart der USR. Nach 1945 in Radolfzell, Schubertstr. 10, wohnhaft. Kreisvorsitzender der HIAG, Organisator regelmäßiger HIAG-Kameradschaftstreffen in Radolfzell (Gasthof 'Zum Kreuz'); Autor einer Bataillonsgeschichte des III.SS-VT "Germania", die 1967 im Selbstverlag erschien.)]  und SPD-Stadtrat Heinrich ("Heini", "Heinz") Winzenburg[(Heinrich Winzenburg, geb. 17.9.1913 in Seesen, gest. 1988 in Radolfzell. SS-Nr. 43 090, SS-Mann (25.9.1935; SS-Befehlsblatt, 3.Jahrgang, Nr.9), 9/51. SS-Standarte "Harz", Göttingen, Allgemeine SS; ab 10.4.1935 Wechsel zur 10.SS-VT "Germania", Hamburg, SS-Lager Wolterdingen bei Soltau; ab 1.3.1938 9.SS-VT "Germania" Radolfzell; mit dem III./SS-VT "Germania" Teilnahme am Polenfeldzug 1939 und in der SS-Division VT am Westfeldzug 1940; "Sicherung der Niederlande" 1940; Febr. 1942 - Febr. 1943 1.SS-Pz.Gren.Ers.Btl. "Germania"; danach "Osteinsatz", Februar - Juni 1943 6.(Gen.)Kradsch. Ers. Btl., Ellwangen, danach SS-Pz. Aufkl.Ausb.u.Ers.Abt.2, Arolsen. Weitere Einsätze unbekannt. Letzter Dienstgrad: SS-Hauptscharführer. Amerikanische Kriegsgefangenschaft, zuletzt Internierungslager Darmstadt, dort 1947 entlassen, Rückkehr nach Radolfzell, Zangererstr. 14. Feinmechaniker bei Allweiler, Betriebsratsvorsitzender, Stadtverordneter, Bürgerausschuss (1961), SPD-Stadtrat, SPD-Ortsvereinsvorsitzender (1971-1976). Aktives Mitglied der HIAG, Organisator regelmäßiger HIAG- und "Germania"-Kameradschaftstreffen in Radolfzell. 1979 Berichterstattung im "Spiegel", die Winzenburgs Doppelmitgliedschaft in HIAG und SPD problematisiert; unfreiwilliger Austritt aus der SPD; vgl.: [[http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-40351411.html|Ungeeigneter Weg. Ehemalige Angehörige der Waffen-SS, die sich in der HIAG organisiert haben, sollen die SPD verlassen, fordern linke Genossen.]] In: Der Spiegel 7 (1979.) Die Bundes-SPD stellte schließlich am 17.11.1981 die grundsätzliche Unvereinbarkeit von SPD- und HIAG-Mitgliedschaft fest.)], Hans Witzstrock, Eduard Klejewski, Eduard Helmholtz, Heinz Berendt, Wohlfahrt  u.a. - bis in die späten  1970er Jahre das Geschehen am Luisenplatz und wurden dabei von den Bürgermeistern und Gemeinderäten unterstützt; nicht ohne Grund: 1958 war die HIAG dem „Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge“ beigetreten. Im selben Jahr, zwanzig Jahre nach der Einweihung des NS-„Ehrenmals“ durch die Radolfzeller SS im Jahr 1938, hatte der Gemeinderat auf Vorschlag von Stadtrat und Lehrer Konrad Dombrowski (1896-1985; ehemaliges NSDAP-Mitglied und Hauptmann der Wehrmacht) entschieden, welchen gefallenen „Söhnen der Stadt“ (so die neue Sockelinschrift) das städtische Gedenken dort in Zukunft zu gelten habe: erstens allen gefallenen Wehrmachtssoldaten, die in Radolfzell wohnberechtigt waren, als sie zur Wehrmacht eingezogen wurden und zweitens allen gefallenen SS-Angehörigen der Garnison Radolfzell, die hier ihren gemeldeten Wohnsitz und Familie hatten. Aufgrund dieser „Auswahl“ kamen zu den „Kriegstoten“ des Ersten Weltkrieges 561 Angehörige der Wehrmacht und Waffen-SS hinzu, deren Namen auf vier Bronzetafeln an der Abschlussmauer des Gedenkensembles angebracht wurden. Dort findet man seitdem nicht nur den Namen des ersten Kasernenkommandanten, SS-Obersturmbannführer Heinrich Koeppen verzeichnet, sondern die Namen von 102 Angehörigen der Waffen-SS, die 1937-1939 in Radolfzell stationiert, polizeilich gemeldet und/oder verheiratet waren.

Termine

"Täter - Helfer - Trittbrettfahrer": Walther Kirn (1891-1944)

Vortrag: Bankrotteur - NS-Funktionär - „Volksschädling“. Aufstieg und Fall des Donaueschinger Kreisleiters Walther Kirn

Referenten: Dr. Wolf-Ingo Seidelmann + Dr. Wolfgang Proske

Veranstalter: Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar e.V.

Veranstaltungsort: Landratsamt, Humboldstr. 11, 78166 Donaueschingen

Zeit: Mittwoch, 12. September 2018, 19.30 Uhr

Information des Veranstalters

Zur Schriftenreihe: http://www.ns-belastete.de/index.html

2018/09/11 09:50 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Kundgebung "NS-Vergangenheit in Radolfzell"

Kundgebung für mehr Toleranz und gegen örtliche Nazistrukturen am 8. Mai 2018 um 14 Uhr auf dem Luisenplatz

Die Stadt Radolfzell hat die Kundgebung am Luisenplatz allerdings untersagt, was von den Anmeldern derzeit rechtlich überprüft wird.

Auch die Luisenplatz-Kundgebung am 21. April war von der Stadt Radolfzell verboten worden. Das Verbot hatte das Freiburger Verwaltungsgericht jedoch in einem Eilverfahren als „offensichtlich rechtswidrig“ kassiert.

Quelle: http://oatkn.blogsport.de/


Ein weiteres Mal kam es zu einem extrem kurzfristigen Verbot einer seit Monaten angemeldeten Kundgebung zur „NS-Vergangenheit in Radolfzell“ auf dem Luisenplatz.

Die Verbotsbegründung der Stadt Radolfzell: der Präventionsrat der Stadt und das Bürgerbündnis Radolfzell für Demokratie (BRD) würden dort ein Friedensfest veranstalten, das aber, wie FGL-Gemeinderätin Nina Breimaier zugab, später angemeldet worden war.

Der Verbotsbescheid kam wieder einmal so kurzfristig, dass ein Eilverfahren für vorläufigen Rechtsschutz nicht mehr möglich war. Soviel zum Demokratiebegriff des Radolfzeller Bürgerbündnisses und der Radolfzeller Versammlungsbehörde.

Der 8. Mai ist ein Feiertag anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus.

2018/05/07 12:41 · sw · 0 Kommentare

Bündnis Bodensee Nazifrei - Demo am Kriegerdenkmal Radolfzell, 21. April 2018

„Radolfzell gedenkt der Opfer der Gewaltherrschaft“ - an Namenstafeln mit den SS-Tätern.

Vor dem Hintergrund der am „Volkstrauertag“ 2017 von der Stadt Radolfzell kurzerhand verbotenen, angemeldeten Kundgebung, die über die NS-Vergangenheit von Radolfzell sowie das Radolfzeller Kriegerdenkmal und örtliche Neonazi-Strukturen aufklären sollte, ist für den 21. April 2018 eine antifaschistische Demonstration vom Bahnhof zum Luisenplatz geplant. Organisation: Bündnis Bodensee Nazifrei.

Vgl.: Artikel in: seemoz, 13. April 2018.

Datum: Samstag, 21. April 2018

Zeit und Treffpunkt: Bahnhof Radolfzell, 14.00 Uhr

2018/04/16 10:26 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München vom 18. März 2018 bis 17. Februar 2019 in Hohenems.

Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Flucht der Efraimiten vor den siegreichen Gileaditern und ihrem tödlichen Scheitern an den Ufern des Jordans, lädt das Jüdische Museum Hohenems internationale Künstler dazu ein, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten – nur einen Steinwurf vom alten Rhein entfernt, an dem sich ab 1938 Flüchtlingsdramen abspielten, deren Gegenwart wir heute an den Rand unseres Bewusstseins drängen.

http://www.jm-hohenems.at/ausstellungen/aktuelle-ausstellung

2018/03/08 19:35 · sw · 0 Kommentare

Fluchtwege - An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938–1945

Das Jüdische Museum Hohenems bietet im März öffentliche Führungen zu Fluchtwegen im Grenzgebiet zwischen Österreich und der Schweiz und zeigt den Film über den schweizer Fluchthelfer Paul Grüninger.

Sa, 24. Mrz 2018, 09:30-12:00 Uhr Fluchtwege - An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938–1945 Aktionstage Politische Bildung - Angebote für Schulklassen Ort: Jüdisches Museum Hohenems

Sa, 24. Mrz 2018, 13:00-15:00 Uhr Fluchtwege - An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938–1945 Aktionstage Politische Bildung - Angebote für Schulklassen Ort: Jüdisches Museum Hohenems

Sa, 24. Mrz 2018, 17:30-19:30 Uhr „Die Akte Grüninger“ Filmvorführung mit einer Einführung von Hanno Loewy, im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung - Angebot für Schulklassen Ort: Bibliothek und Seminarraum Jüdisches Museum Hohenems

Quelle: http://www.jm-hohenems.at

2018/03/08 19:30 · sw · 0 Kommentare
 
ns-ehrenmal.1536304888.txt.gz · Zuletzt geändert: 2018/09/07 09:21 von mw
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