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Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



Unterschiede

Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

ordnungspolizei_und_gestapohaft_in_radolfzell [2015/10/01 15:36]
mw Ergänzung August Hampp
ordnungspolizei_und_gestapohaft_in_radolfzell [2018/08/06 11:25] (aktuell)
mw
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===== Ordnungspolizei / Schutzpolizei  ===== ===== Ordnungspolizei / Schutzpolizei  =====
-Leitung: Revier-Hauptmann der Schutzpolizei Karl Frei, geb. 1883.+Leitung: Revier-Hauptmann der Schutzpolizei Karl Frei, geb. 1899.
==== Polizeistation und Gefängnis ==== ==== Polizeistation und Gefängnis ====
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==== Gestapo-Außenstelle in Konstanz ==== ==== Gestapo-Außenstelle in Konstanz ====
-Die für Radolfzell mitzuständige Konstanzer (Gestapo-)Außenstelle des Landespolizeiamts Karlsruhe wurde 1933 bei der bisherigen Fahndungspolizei-Abteilung der Polizei eingerichtet. Sie erhielt den Status eines Grenzpolizeikommissariats. Die Gestapo wurde erst im Bezirksamtsgebäude der Stadt untergebracht, im Jahr 1938 zog sie dann um in die Mainaustr. 29. Leiter: Jakob Weyrauch. +Die für Radolfzell mitzuständige Konstanzer (Gestapo-)Außenstelle des Landespolizeiamts Karlsruhe wurde 1933 bei der bisherigen Fahndungspolizei-Abteilung der Polizei eingerichtet. Sie erhielt den Status eines Grenzpolizeikommissariats. Die Gestapo war erst im Bezirksamtsgebäude der Stadt, Lutherplatz 12, untergebracht, im Jahr 1938 zog sie dann um in die Mainaustr. 29. Leiter: Jakob Weyrauch.
Die Konstanzer Gestapostelle war zuständig für die Amtsbezirke Konstanz, Engen, Meßkirch, Pfullendorf, Stockach und Überlingen. Folgende Grenzpolizeiposten und Nebenstellen gehörten ebenfalls zur Konstanzer Gestapo: Konstanz (Hafen, Bahnhof), Kreuzlingen, Emmishofen, Tengen, Gailingen, Singen und Gottmadingen (letztere beiden Posten gingen 1941 an die Singener Gestapo-Dienststelle). Die Konstanzer Gestapostelle war zuständig für die Amtsbezirke Konstanz, Engen, Meßkirch, Pfullendorf, Stockach und Überlingen. Folgende Grenzpolizeiposten und Nebenstellen gehörten ebenfalls zur Konstanzer Gestapo: Konstanz (Hafen, Bahnhof), Kreuzlingen, Emmishofen, Tengen, Gailingen, Singen und Gottmadingen (letztere beiden Posten gingen 1941 an die Singener Gestapo-Dienststelle).
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==== Gestapohaft in Radolfzell ==== ==== Gestapohaft in Radolfzell ====
-Im Radolfzeller Gefängnis saßen nicht nur Radolfzeller ein. Vielmehr wurde es als Drehscheibe und Zwischenhaftanstalt für Gefangene aus der ganzen Region gebraucht. So landeten hier jüdische Bürger von der Höri nach der Reichpogromnacht im November 1938 oder nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 Kommunisten, Gewerkschafter und aus anderen Gründen Verfolgte aus Singen. +Im Radolfzeller Gefängnis saßen nicht nur Radolfzeller ein. Vielmehr wurde es als Drehscheibe und Zwischenhaftanstalt für Gefangene aus der ganzen Region gebraucht. So landeten hier jüdische Bürger von der Höri und aus dem Hegau vor und nach der Reichpogromnacht im November 1938 und - unmittelbar nach der Machtübernahme der Nationalsozialisten 1933 - viele Kommunisten, Gewerkschafter und aus anderen Gründen Verfolgte aus Singen.
-  * **Albert Bronner**, Maschinenformer aus Singen und Zeuge Jehovas wurde im April 1938 wg. Verweigerung der Kriegsproduktion von der Gestapo verhaftet und im Gefängnis Radolfzell in Schutzhaft genommmen. Es gab kein Gerichtsverfahren. Drei Wochen später kam er ins KZ Dachau, später ins KZ Mauthausen. Er starb kurze Zeit nach der Befreiung des KZ durch die Amerikaner.[(geschichtswerkstatt_singen>Geschichtswerkstatt Singen (Hg.): „Seid letztmals gegrüßt“. Biografische Skizzen und Materialien zu den Opfern des Nationalsozialismus in Singen. Singen 2005)] [(Roser, Hubert (Hg.): Widerstand als Bekenntnis. Die Zeugen Jehovas und das NS-Regime in Baden und Württemberg. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 1999)]+ 
 +  * **Dr. Markus Mordechai Bohrer** (1895-1938), letzter Rabbiner von Gailingen, wurde wegen Fluchthilfe am 20. Oktober 1933 in "Schutzhaft" genommen und kam für zwei Tage in das Gefängnis von Radolfzell. Anfang 1938 wegen angeblichen Verstoßes gegen das [[http://www.documentarchiv.de/ns/nbgesetze01.html|"Blutschutzgesetz"]] zu zwei Monaten Haft verurteilt; die Rabbinerfamilie hatte eine "arische" Haushälterin unter 45 Jahren angestellt. Am 10. November 1938 wurde Mordechai Bohrer zusammen mit vielen anderen jüdischen Männern aus Gailingen und Wangen in Lastwagen der Radolfzeller SS nach Konstanz und von dort per Zug in das KZ Dachau deportiert, wo er am 30. Dezember 1938 starb. [(Friedrich, Eckhardt / Schmieder-Friedrich, Dagmar: Die Gailinger Juden. Materialien zur Geschichte der jüdischen Gemeinde Gailingen, Konstanz 1981.)]   
 +  * **Moritz Moses Friesländer** (4.4.1872-1941), Kaufmann in Gailingen. Wegen Vergehens gegen das "Blutschutzgesetz" (die Familie Friesländer beschäftigte eine nichtjüdische Waschfrau unter 45 Jahren) wurde Moses Friesländer Anfang 1937 verhaftet und zu zwei Montaten Gefängnis verurteilt, die er im Radolfzeller Gefängnis verbüßte. Zusammen mit seiner Frau Berta, geb. Bloch (1896-1993) und Sohn Julius (geb. 20.11.1937) wurde er im Rahmen der "Wagner-Bürckel-Aktion" am 22. Oktober 1940 ins südfranzösische Internierungslager Gurs deportiert. Moses Friesländer starb 1941 im Lager Rivesaltes.[(Vgl.: [[http://www.leo-bw.de/web/guest/detail/-/Detail/details/PERSON/kgl_biographien/133922189/Friesl%C3%A4nder-Bloch+Berty+%28eigentlich+Berta%29|Biografie Berta Friesländer-Bloch auf Leo BW.]])]   
 +  * **Albert Bronner** (1901-1945), Maschinenformer aus Singen und Zeuge Jehovas wurde im April 1938 wg. Verweigerung der Kriegsproduktion von der Gestapo verhaftet und im Gefängnis Radolfzell in Schutzhaft genommmen. Es gab kein Gerichtsverfahren. Drei Wochen später kam er ins KZ Dachau, später ins KZ Mauthausen. Er starb am 20. Juni 1945, kurze Zeit nach der Befreiung des KZ durch die Amerikaner.[(geschichtswerkstatt_singen>Geschichtswerkstatt Singen (Hg.): „Seid letztmals gegrüßt“. Biografische Skizzen und Materialien zu den Opfern des Nationalsozialismus in Singen. Singen 2005)] [(Roser, Hubert (Hg.): Widerstand als Bekenntnis. Die Zeugen Jehovas und das NS-Regime in Baden und Württemberg. UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 1999)]
  * **August Hampp** (1888-1940), der Singener Kaufmann und Arbeiter wurde wegen Vergehens gegen das sogenannte "Heimtückegesetz" am 17. September 1938 an seinem Arbeitsplatz bei Fahr in Gottmadingen verhaftet und kam in Untersuchungshaft in das Radolfzeller Gefängnis. Angeklagt wegen "nichtöffentlicher, gehässiger, hetzerischer und von niedriger Gesinnung zeugender böswilliger Äußerungen über leitende Persönlichkeiten des Staates und der NSDAP", verurteilte ihn das Sondergericht Mannheim am 3. Feburar 1939 zu 1 Jahr und 3 Monaten Gefängnis. Er wurde jedoch unmittelbar nach der Urteilsverkündung in das KZ Neuengamme bei Hamburg überstellt. Die Strafe hätte formell am 3. Feburar 1940 enden müssen. Am 10. Oktober 1940 verbrachte man ihn aus Neuengamme in das KZ Dachau, wo er am 5. Dezember 1940 angeblich an "Lungenentzündung" starb.[(geschichtswerkstatt_singen)]     * **August Hampp** (1888-1940), der Singener Kaufmann und Arbeiter wurde wegen Vergehens gegen das sogenannte "Heimtückegesetz" am 17. September 1938 an seinem Arbeitsplatz bei Fahr in Gottmadingen verhaftet und kam in Untersuchungshaft in das Radolfzeller Gefängnis. Angeklagt wegen "nichtöffentlicher, gehässiger, hetzerischer und von niedriger Gesinnung zeugender böswilliger Äußerungen über leitende Persönlichkeiten des Staates und der NSDAP", verurteilte ihn das Sondergericht Mannheim am 3. Feburar 1939 zu 1 Jahr und 3 Monaten Gefängnis. Er wurde jedoch unmittelbar nach der Urteilsverkündung in das KZ Neuengamme bei Hamburg überstellt. Die Strafe hätte formell am 3. Feburar 1940 enden müssen. Am 10. Oktober 1940 verbrachte man ihn aus Neuengamme in das KZ Dachau, wo er am 5. Dezember 1940 angeblich an "Lungenentzündung" starb.[(geschichtswerkstatt_singen)]  
-  * **Johann Ehinger**, als KPD-Mitglied schon vor 1933 entlassen, wurde im Jahr 1933 das erste Mal verhaftet und im Gefängnis Radolfzell in Schutzhaft genommen. Spätere Verhaftung und ein Hochverratsprozess wg. staatsfeindlicher Äußerungen führten zu einer Gefängnisstrafe. Im Dezember 1943 kam er als politischer Häftling ins KZ Mauthausen und starb dort wenige Wochen später.[(geschichtswerkstatt_singen)]+  * **Johann Ehinger** (1890-1943), als KPD-Mitglied schon vor 1933 entlassen, wurde im Jahr 1933 das erste Mal verhaftet und im Gefängnis Radolfzell in "Schutzhaft" genommen. Spätere Verhaftung und ein Hochverratsprozess wg. staatsfeindlicher Äußerungen führten zu einer Gefängnisstrafe. Im Dezember 1943 kam er als politischer Häftling ins KZ Mauthausen und starb dort wenige Wochen später.[(geschichtswerkstatt_singen)]
  * **Ludwig Deuring** (1889-1969), Dreher. Mitglied der KPD, für die KPD Mitglied im Radolfzeller Bürgerausschuss bis 1933. Schutzhaft 3.3.1933-4.5.1933 im Radolfzeller Gefängnis. Erneute Verhaftung durch Gestapo (Name: Klingele) am 24.10.1938. Untersuchungshaft bis 28. Februar 1939 im Radolfzeller Gefängnis. Wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" "begangen durch Mundpropaganda" verurteilt zu 20 Monaten Zuchthaus: Steinbrucharbeiter in Ludwigsburg und Rottenburg, Arbeitskommando Aichholzhof. Entlassung am 25.6.1940. Erneute Verhaftung am 22.8.1944 ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Gitter|"Aktion Gitter"]]). Bis 24.9. 1944 im KZ Natzweiler und im KZ Dachau. Deuring gehörte 1945 zum ersten Radolfzeller Gemeinderat der Nachkriegszeit und starb 1969 in Radolfzell.[(Recherche Markus Wolter; vgl. hierzu: Staatsarchiv Freiburg, Spruchkammer Südbaden: DNZ-Akten, Bestand D 180/2, Nr. 5234; Staatsarchiv Freiburg, Bestand F 196/1: Landesamt für Wiedergutmachung, Außenstelle Freiburg, F 196/1 Nr. 152; Staatsarchiv Ludwigsburg, Bestand E 356 d V: Strafanstalt Ludwigsburg mit Zweiganstalt Hohenasperg: Gefangenenpersonalakten, Deuring, Ludwig, Delikt: Vorbereitung zum Hochverrat (1939-1940). E 356 d V Bü 2404.)]   * **Ludwig Deuring** (1889-1969), Dreher. Mitglied der KPD, für die KPD Mitglied im Radolfzeller Bürgerausschuss bis 1933. Schutzhaft 3.3.1933-4.5.1933 im Radolfzeller Gefängnis. Erneute Verhaftung durch Gestapo (Name: Klingele) am 24.10.1938. Untersuchungshaft bis 28. Februar 1939 im Radolfzeller Gefängnis. Wegen "Vorbereitung zum Hochverrat" "begangen durch Mundpropaganda" verurteilt zu 20 Monaten Zuchthaus: Steinbrucharbeiter in Ludwigsburg und Rottenburg, Arbeitskommando Aichholzhof. Entlassung am 25.6.1940. Erneute Verhaftung am 22.8.1944 ([[http://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_Gitter|"Aktion Gitter"]]). Bis 24.9. 1944 im KZ Natzweiler und im KZ Dachau. Deuring gehörte 1945 zum ersten Radolfzeller Gemeinderat der Nachkriegszeit und starb 1969 in Radolfzell.[(Recherche Markus Wolter; vgl. hierzu: Staatsarchiv Freiburg, Spruchkammer Südbaden: DNZ-Akten, Bestand D 180/2, Nr. 5234; Staatsarchiv Freiburg, Bestand F 196/1: Landesamt für Wiedergutmachung, Außenstelle Freiburg, F 196/1 Nr. 152; Staatsarchiv Ludwigsburg, Bestand E 356 d V: Strafanstalt Ludwigsburg mit Zweiganstalt Hohenasperg: Gefangenenpersonalakten, Deuring, Ludwig, Delikt: Vorbereitung zum Hochverrat (1939-1940). E 356 d V Bü 2404.)]
-  * **Karl Teufel** (Mitglied der KPD und im Radolfzeller Bürgerausschuss bis 1933) wurde bereits am 3. März 1933 von der Gestapo verhaftet und kam in das Radolfzeller Gefängnis in Untersuchungshaft. Am 24.10.1933 verurteilte ihn das Amtsgericht-Schöffengericht Konstanz wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu vier Monaten Gefängnis. Am 22. August 1944 wurde Karl Teufel im Rahmen der Aktion „Gitter“ in das KZ Natzweiler verschleppt. Von dort verbrachte man ihn am 6. September 1944 in das KZ Dachau, von wo er am 14. September 1944 in das KZ Mauthausen überstellt wurde. Dort wurde Teufel am 26. Oktober 1944 entlassen. Für Karl Teufel wird im Jahr 2015 ein [[stolpersteine:geplante_verlegung_2015|Stolperstein in der Seetorstr. 1]] verlegt.+  * **Karl Teufel** (1890-1964), Mitglied der KPD und im Radolfzeller Bürgerausschuss bis 1933, wurde bereits am 3. März 1933 von der Gestapo verhaftet und kam in das Radolfzeller Gefängnis in Untersuchungshaft. Am 24.10.1933 verurteilte ihn das Amtsgericht-Schöffengericht Konstanz wegen „Vorbereitung zum Hochverrat“ zu vier Monaten Gefängnis. Am 22. August 1944 wurde Karl Teufel im Rahmen der Aktion „Gitter“ in das KZ Natzweiler verschleppt. Von dort verbrachte man ihn am 6. September 1944 in das KZ Dachau, von wo er am 14. September 1944 in das KZ Mauthausen überstellt wurde. Dort wurde Teufel am 26. Oktober 1944 entlassen. Für Karl Teufel wurde im Jahr 2015 ein [[stolpersteine:geplante_verlegung_2015|Stolperstein in der Konstanzer Str. 30]] verlegt.
-  * **Carl Diez** (Reichstagsabgeordneter für die Zentrums-Partei) wurde bald nach der Machtergreifung im Jahr 1933 verhaftet. Er saß ab 21. September 1933 sechs Wochen im Radolfzeller Gefängnis, wurde seiner Ämter enthoben und von der Gestapo überwacht. Vom 28. Juni bis 19. Juli 1944 befand sich Diez mit seiner Tochter Jolanda im Konstanzer Gefängnis in Untersuchungshaft wegen angeblichen Abhörens ausländischer Sender. Wenige Tage nach dem misslungenen Attentat vom 20. Juli 1944 wurde Diez im Rahmen der "Aktion Gitter" erneut verhaftet und sollte in das KZ Dachau verbracht werden. Durch Intervention seines Sohns Theopont wurde dies verhindert. Dieser hatte gegenüber den Parteiverantwortlichen argumentiert, es sei "eine Schande, einen  Vater zu inhaftieren, von dem drei Söhne an der Front kämpften." Diez hat die Gesamtdauer seiner Verhaftungen später auf 13 Wochen beziffert. [(Vgl. u. zit. nach: Reiner Haehling von Lanzenauer: Carl Diez, in: Ottnad, B. / Sepaintner, F.L. (Hg.): Baden-Württembergische Biographien Band III, Stuttgart, Kohlhammer 2002, S. 32-34.)] +  * **Carl Diez** (1877-1969), Reichstagsabgeordneter für die Zentrums-Partei, wurde bald nach der Machtergreifung im Jahr 1933 verhaftet. Er saß ab 21. September 1933 vier Wochen im Radolfzeller Gefängnis, wurde seiner Ämter enthoben und von der Gestapo überwacht. Vom 28. Juni bis 19. Juli 1944 befand sich Diez mit seiner Tochter Jolanda im Konstanzer Gefängnis in Untersuchungshaft wegen angeblichen Abhörens ausländischer Sender. Wenige Tage nach dem misslungenen Attentat vom 20. Juli 1944 wurde Diez im Rahmen der "Aktion Gitter" erneut verhaftet und sollte in das KZ Dachau verbracht werden. Durch Intervention seines Sohns Theopont wurde dies verhindert. Dieser hatte gegenüber den Parteiverantwortlichen argumentiert, es sei "eine Schande, einen  Vater zu inhaftieren, von dem drei Söhne an der Front kämpften." Diez hat die Gesamtdauer seiner Verhaftungen später auf 13 Wochen beziffert. [(Vgl. u. zit. nach: Reiner Haehling von Lanzenauer: Carl Diez, in: Ottnad, B. / Sepaintner, F.L. (Hg.): Baden-Württembergische Biographien Band III, Stuttgart, Kohlhammer 2002, S. 32-34.)] 
-  * **Max Porzig** (1879 - 1948), ein Singener Sozialdemokrat, wurde bereits 1933 verhaftet und kam ins Radolfzeller Gefängnis am Luisenplatz. Dort saß er zunächst zusammen mit mit dem Zentrumsabgeordneten Carl Diez und dem Fabrikanten Schroff, ebenfalls Zentrum, in einer Zelle. Im Rahmen der "Aktion Gitter" am 22. August 1944 wurde Prozig von der Gestapo erneut verhaftet und kam zunächst ins KZ Natzweiler, am 6. September 1944 in das KZ Dachau und das Außenlager Allach. Max Porzig wurde am 24. September 1944 wieder entlassen und starb 1948 an den Spätfolgen seines KZ-Aufenthalts.[(geschichtswerkstatt_singen)][(Porzig, Max: Schulung: Ein Tatsachenbericht aus den Konzentrationslagern Natzweiler, Dachau, Allach. Neuaufl. (Nachdr.) d. Ausg. Singen, 1945: Geschichtswerkstatt Singen. Singen 1994)] +  * **Max Porzig** (1879 - 1948), ein Singener Sozialdemokrat, wurde bereits 1933 verhaftet und kam ins Radolfzeller Gefängnis am Luisenplatz. Dort saß er zunächst zusammen mit dem Zentrumsabgeordneten Carl Diez und dem Fabrikanten Schroff, ebenfalls Zentrum, in einer Zelle. Im Rahmen der "Aktion Gitter" am 22. August 1944 wurde Prozig von der Gestapo erneut verhaftet und kam zunächst ins KZ Natzweiler, am 6. September 1944 in das KZ Dachau und das Außenlager Allach. Max Porzig wurde am 24. September 1944 wieder entlassen und starb 1948 an den Spätfolgen seines KZ-Aufenthalts.[(geschichtswerkstatt_singen)][(Porzig, Max: Schulung: Ein Tatsachenbericht aus den Konzentrationslagern Natzweiler, Dachau, Allach. Neuaufl. (Nachdr.) d. Ausg. Singen, 1945: Geschichtswerkstatt Singen. Singen 1994)] 
-  * **Wilhelm Haaf** wurde am 4. Mai 1939 von der Gestapo verhaftet und in das Radolfzeller Gefängnis gebracht, wo er bis zum 28. Mai 1939 blieb. Angeklagt und verurteilt wegen Vergehens nach §2 des „Heimtückegesetzes“, kam er am 28.5.1939 in das Strafgefängnis Mannheim. Er wurde wegen „nicht öffentlichen, gehässigen, hetzerischen und von niedriger Gesinnung zeugenden, böswilligen Äußerungen über leitende Persönlichkeiten des Staates und der NSDAP“ verurteilt. In einem Gespräch habe Haaf u.a. geäußert: „Meine älteste Tochter, die BDM-Führerin ist, befindet sich in Holland, die hat die Nase voll bekommen vom Dritten Reich u.v.m.“ Der an Multipler Sklerose erkrankte und zuletzt vollständig gelähmte Haaf starb am 2. September 1947, kurz vor seinem 54. Geburtstag, an den Spätfolgen der Haft. Für Wilhelm Haaf wird im Jahr 2015 ein [[stolpersteine:geplante_verlegung_2015|Stolperstein in der Seetorstr. 1]] verlegt.+  * **Wilhelm Haaf** (1893-1947) wurde am 4. Mai 1939 von der Gestapo verhaftet und in das Radolfzeller Gefängnis gebracht, wo er bis zum 28. Mai 1939 blieb. Angeklagt und verurteilt wegen Vergehens nach §2 des „Heimtückegesetzes“, kam er am 28.5.1939 in das Strafgefängnis Mannheim. Er wurde wegen „nicht öffentlichen, gehässigen, hetzerischen und von niedriger Gesinnung zeugenden, böswilligen Äußerungen über leitende Persönlichkeiten des Staates und der NSDAP“ verurteilt. In einem Gespräch habe Haaf u.a. geäußert: „Meine älteste Tochter, die BDM-Führerin ist, befindet sich in Holland, die hat die Nase voll bekommen vom Dritten Reich u.v.m.“ Der an Multipler Sklerose erkrankte und zuletzt vollständig gelähmte Haaf starb am 2. September 1947, kurz vor seinem 54. Geburtstag, an den Spätfolgen der Haft. Für Wilhelm Haaf wird im Jahr 2015 ein [[stolpersteine:geplante_verlegung_2015|Stolperstein in der Seetorstr. 1]] verlegt.
   
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In der Regel gingen die Anzeigen bei der örtlichen Polizei ein, die sie umgehend an die zuständige Gestapostelle weiterleitete. Je nach Zielgruppe lag der Denunziationsanteil aus der Bevölkerung zwischen einigen Prozent (9-15% bei Homosexualität), einem Viertel (Verfolgung der badischen Zeugen Jehovas), über der Hälfte  ("Rassenschande" oder "Judenfreundschaft" in Würzburg), oder bis zu 87,5% (bei [[http://de.wikipedia.org/wiki/Heimt%C3%BCckegesetz|"Heimtückefällen"]] in Saarbrücken). In der Regel gingen die Anzeigen bei der örtlichen Polizei ein, die sie umgehend an die zuständige Gestapostelle weiterleitete. Je nach Zielgruppe lag der Denunziationsanteil aus der Bevölkerung zwischen einigen Prozent (9-15% bei Homosexualität), einem Viertel (Verfolgung der badischen Zeugen Jehovas), über der Hälfte  ("Rassenschande" oder "Judenfreundschaft" in Würzburg), oder bis zu 87,5% (bei [[http://de.wikipedia.org/wiki/Heimt%C3%BCckegesetz|"Heimtückefällen"]] in Saarbrücken).
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 +**Denunziation bei einem Firmenbesuch 1937: Der Fall Moritz Max Strauss **
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 + „Hitler ist ein Scheißkerl, weil er auf die Bolschewisten in Spanien hat schießen lassen.“ - Diesen Satz soll der Ulmer Handelsvertreter Moritz Max Strauss (1884-1941) am 1. Juni 1937 bei einem Firmenbesuch in Radolfzell geäußert haben. Ferner habe er durch "lächerliche Marschbewegungen das Ansehen der SA heruntergesetzt." Denunziert hatten ihn die Geschäftsinhaberin Wilhelmine und deren Tochter Helma Hamma des Möbelhauses Hugo Hamma in der Adolf-Hitler-Straße 15. Strauss wurde von der zuständigen Gestapo Außenstelle Ulm verhört und bestritt, diese Aussage in dem Radolfzeller Möbelhaus gemacht zu haben. Die Denunziantinnen blieben jedoch bei ihrer Aussage, die sie im Oktober 1937 vor der Kriminalabteilung Radolfzell der Konstanzer Kriminalpolizei, Bezirksamt Konstanz, zu Protokoll gegeben hatten. Wegen „heim­tückischer Angriffe auf Staat und Partei“ ([[https://de.wikipedia.org/wiki/Heimt%C3%BCckegesetz|Heimtückegesetz]]) wurde Strauss am 22. April 1938 vom Sondergericht Mannheim zu einem Jahr Haft verurteilt. Nach wenigen Wochen wurde er ins KZ Dachau überstellt und im September 1938 ins KZ Buchenwald transportiert. Strauss, der jüdischer Herkunft war, hatte 1919 die nicht-jüdische Kriegswitwe Else Rosa Falch in Ulm geheiratet und ein kleines Handelsunternehmen gegründet. Nach 1933 arbeitete er als Handelsvertreter für die Ulmer Polstermöbelfabrik Metzger & Co im Außendienst und besuchte in den Folgejahren mehrmals auch die Möbelhäuser Mattes und Hamma in Radolfzell.
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 +Nach der Deportation ihres Mannes ins KZ ließ sich Else Strauss überreden, die Scheidung einzureichen, um weitere Benachteiligungen für sich und Tochter Erika zu vermeiden. Strauss verlor damit jeglichen Schutz, den sein Status als jüdischer Partner in einer sogenannten [[https://de.wikipedia.org/wiki/Mischehe_(Nationalsozialismus)|Mischehe]] bis dahin noch bedeutet hatte. Im Rahmen der [[https://de.wikipedia.org/wiki/Aktion_14f13|"Aktion 14f13"]] wurde Strauss am 14. Juli 1941 in die NS-Tötungsanstalt Pirna-Sonnenstein transportiert und noch am selben Tag in der Gaskammer ermordet. Seit dem 13. Juli 2018 erinnert in der Ulmer Schwörhausgasse 15 ein [[http://stolpersteine-fuer-ulm.de/wp-content/uploads/2018/06/Stolperstein-Flyer-Juli-2018.pdf|Stolperstein an Moritz Max Strauss]].[(Recherche: Dr. Mark Tritsch, Initiative Stolpersteine Ulm, [[https://www.swp.de/suedwesten/staedte/ulm/scheidung-bedeutet-den-tod-27131134.html|"Scheidung bedeutet den Tod"]], Südwestpresse  Ulm, 12. Juli 2018 und Markus Wolter; vgl. [[https://www.bundesarchiv.de/gedenkbuch/directory.html.de?result#frmResults|Moritz Max Strauss im Gedenkbuch des Bundesarchivs Berlin.]])]
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 +{{gallery>:max_moritz_strauss-ulm.jpg?300x300&lightbox)}}
 +Stolperstein für Moritz Max Strauss, Ulm. Fotografie: Wikimedia Commons.
 +
 +Quelle: Sondergerichtsakte Mannheim zu Moritz Strauss, GLA Karlsruhe, http://www.landesarchiv-bw.de/plink/?f=4-3583453
===== NS-Sondergerichtsverfahren ===== ===== NS-Sondergerichtsverfahren =====
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 +Beim Generallandesarchiv Karlsruhe (Bestand 507) sind 31 Ermittlungs- und Verfahrensakten des Sondergerichts Mannheim der Jahre 1933-1945 mit Bezug zu Radolfzell archiviert. Die Beschuldigten und Verurteilten mit Geburtsort und/oder Wohnort und/oder mit Tatort Radolfzell waren angeklagt aufgrund des "Heimtückegesetzes" und wegen "Rundfunkverbrechen". [[https://www2.landesarchiv-bw.de/ofs21/olf/struktur.php?bestand=11769|GLA Karlsruhe, Findbuch, Sondergerichtsakten Mannheim]]
 +Darunter befinden sich auch die Verfahrensakten zu Ernst Gnirß, Wilhelm Haaf und Ernst Ludwig Kreer, für die bereits Stolpersteine verlegt wurden.
Beim Staatsarchiv in Freiburg sind 727 Akten von über 1000 [[http://de.wikipedia.org/wiki/Sondergericht|Sondergerichtsverfahren]] der Jahre 1941-1945 aus Südbaden archiviert. Die damals Beschuldigten waren angeklagt aufgrund des [[http://de.wikipedia.org/wiki/Heimt%C3%BCckegesetz|"Heimtückegesetzes"]] (30%), wegen [[http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_%C3%BCber_au%C3%9Ferordentliche_Rundfunkma%C3%9Fnahmen|"Rundfunkverbrechen"]], [[|"Kriegswirtschaftsverbrechen"]] (23%), wegen der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegssonderstrafrechtsverordnung |Kriegssonderstrafrechtsverordnung]][(zumeist wg. [[http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrkraftzersetzung|"Wehrkraftzersetzung"]], Wehrdienstentziehung oder Beihilfe zur Fahnenflucht)] (14%) oder Delikten nach der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_gegen_Volkssch%C3%A4dlinge|"Volksschädlingsverordnung"]] sowie wg. Diebstählen, Beleidigungen oder Gewalttaten nach der "Gewaltverbrecherverordnung". Todesurteile hatten dabei einen Anteil von 3% an den verhängten Strafen. Beim Staatsarchiv in Freiburg sind 727 Akten von über 1000 [[http://de.wikipedia.org/wiki/Sondergericht|Sondergerichtsverfahren]] der Jahre 1941-1945 aus Südbaden archiviert. Die damals Beschuldigten waren angeklagt aufgrund des [[http://de.wikipedia.org/wiki/Heimt%C3%BCckegesetz|"Heimtückegesetzes"]] (30%), wegen [[http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_%C3%BCber_au%C3%9Ferordentliche_Rundfunkma%C3%9Fnahmen|"Rundfunkverbrechen"]], [[|"Kriegswirtschaftsverbrechen"]] (23%), wegen der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Kriegssonderstrafrechtsverordnung |Kriegssonderstrafrechtsverordnung]][(zumeist wg. [[http://de.wikipedia.org/wiki/Wehrkraftzersetzung|"Wehrkraftzersetzung"]], Wehrdienstentziehung oder Beihilfe zur Fahnenflucht)] (14%) oder Delikten nach der [[http://de.wikipedia.org/wiki/Verordnung_gegen_Volkssch%C3%A4dlinge|"Volksschädlingsverordnung"]] sowie wg. Diebstählen, Beleidigungen oder Gewalttaten nach der "Gewaltverbrecherverordnung". Todesurteile hatten dabei einen Anteil von 3% an den verhängten Strafen.

Termine

"Täter - Helfer - Trittbrettfahrer": Walther Kirn (1891-1944)

Vortrag: Bankrotteur - NS-Funktionär - „Volksschädling“. Aufstieg und Fall des Donaueschinger Kreisleiters Walther Kirn

Referenten: Dr. Wolf-Ingo Seidelmann + Dr. Wolfgang Proske

Veranstalter: Verein für Geschichte und Naturgeschichte der Baar e.V.

Veranstaltungsort: Landratsamt, Humboldstr. 11, 78166 Donaueschingen

Zeit: Mittwoch, 12. September 2018, 19.30 Uhr

Information des Veranstalters

Zur Schriftenreihe: http://www.ns-belastete.de/index.html

2018/09/11 09:50 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Kundgebung "NS-Vergangenheit in Radolfzell"

Kundgebung für mehr Toleranz und gegen örtliche Nazistrukturen am 8. Mai 2018 um 14 Uhr auf dem Luisenplatz

Die Stadt Radolfzell hat die Kundgebung am Luisenplatz allerdings untersagt, was von den Anmeldern derzeit rechtlich überprüft wird.

Auch die Luisenplatz-Kundgebung am 21. April war von der Stadt Radolfzell verboten worden. Das Verbot hatte das Freiburger Verwaltungsgericht jedoch in einem Eilverfahren als „offensichtlich rechtswidrig“ kassiert.

Quelle: http://oatkn.blogsport.de/


Ein weiteres Mal kam es zu einem extrem kurzfristigen Verbot einer seit Monaten angemeldeten Kundgebung zur „NS-Vergangenheit in Radolfzell“ auf dem Luisenplatz.

Die Verbotsbegründung der Stadt Radolfzell: der Präventionsrat der Stadt und das Bürgerbündnis Radolfzell für Demokratie (BRD) würden dort ein Friedensfest veranstalten, das aber, wie FGL-Gemeinderätin Nina Breimaier zugab, später angemeldet worden war.

Der Verbotsbescheid kam wieder einmal so kurzfristig, dass ein Eilverfahren für vorläufigen Rechtsschutz nicht mehr möglich war. Soviel zum Demokratiebegriff des Radolfzeller Bürgerbündnisses und der Radolfzeller Versammlungsbehörde.

Der 8. Mai ist ein Feiertag anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus.

2018/05/07 12:41 · sw · 0 Kommentare

Bündnis Bodensee Nazifrei - Demo am Kriegerdenkmal Radolfzell, 21. April 2018

„Radolfzell gedenkt der Opfer der Gewaltherrschaft“ - an Namenstafeln mit den SS-Tätern.

Vor dem Hintergrund der am „Volkstrauertag“ 2017 von der Stadt Radolfzell kurzerhand verbotenen, angemeldeten Kundgebung, die über die NS-Vergangenheit von Radolfzell sowie das Radolfzeller Kriegerdenkmal und örtliche Neonazi-Strukturen aufklären sollte, ist für den 21. April 2018 eine antifaschistische Demonstration vom Bahnhof zum Luisenplatz geplant. Organisation: Bündnis Bodensee Nazifrei.

Vgl.: Artikel in: seemoz, 13. April 2018.

Datum: Samstag, 21. April 2018

Zeit und Treffpunkt: Bahnhof Radolfzell, 14.00 Uhr

2018/04/16 10:26 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München vom 18. März 2018 bis 17. Februar 2019 in Hohenems.

Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Flucht der Efraimiten vor den siegreichen Gileaditern und ihrem tödlichen Scheitern an den Ufern des Jordans, lädt das Jüdische Museum Hohenems internationale Künstler dazu ein, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten – nur einen Steinwurf vom alten Rhein entfernt, an dem sich ab 1938 Flüchtlingsdramen abspielten, deren Gegenwart wir heute an den Rand unseres Bewusstseins drängen.

http://www.jm-hohenems.at/ausstellungen/aktuelle-ausstellung

2018/03/08 19:35 · sw · 0 Kommentare

Fluchtwege - An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938–1945

Das Jüdische Museum Hohenems bietet im März öffentliche Führungen zu Fluchtwegen im Grenzgebiet zwischen Österreich und der Schweiz und zeigt den Film über den schweizer Fluchthelfer Paul Grüninger.

Sa, 24. Mrz 2018, 09:30-12:00 Uhr Fluchtwege - An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938–1945 Aktionstage Politische Bildung - Angebote für Schulklassen Ort: Jüdisches Museum Hohenems

Sa, 24. Mrz 2018, 13:00-15:00 Uhr Fluchtwege - An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938–1945 Aktionstage Politische Bildung - Angebote für Schulklassen Ort: Jüdisches Museum Hohenems

Sa, 24. Mrz 2018, 17:30-19:30 Uhr „Die Akte Grüninger“ Filmvorführung mit einer Einführung von Hanno Loewy, im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung - Angebot für Schulklassen Ort: Bibliothek und Seminarraum Jüdisches Museum Hohenems

Quelle: http://www.jm-hohenems.at

2018/03/08 19:30 · sw · 0 Kommentare
 
ordnungspolizei_und_gestapohaft_in_radolfzell.1443706615.txt.gz · Zuletzt geändert: 2015/10/01 15:36 von mw
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