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Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



Unterschiede

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prozesse_gegen_radolfzeller_ss-angehoerige [2019/07/07 10:34]
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SS-​Hauptschar­füh­rer, Rap­port­füh­rer und be­rüch­tig­ter Bun­ker­füh­rer des KZ Dachau, dem sein Ruf bei der Ver­set­zung nach Ra­dolf­zell vor­aus­eil­te. Im Au­gust 1942 an­we­send bei der Er­schies­sung von 35 rus­si­schen Kriegs­ge­fan­ge­nen in Dachau. Kom­man­dofüh­rer des Ra­dolf­zel­ler Au­ßen­la­gers von Mai 1941 bis Au­gust 1942. Führ­te sich nach ei­ge­nen An­ga­ben in Ra­dolf­zell be­son­ders bru­tal auf. Zitat sei­nes Un­ter­ge­be­nen Laus­te­rer: „SS-​Hauptschar­füh­rer Seuß schlug die Ge­fan­ge­nen sehr oft wäh­rend ihrer Zeit in Ra­dolf­zell. Er schlug sie mit sei­nen Hän­den, mit Stö­cken und trat sie auch mit Füßen. Ein­mal sah ich, wie er einen kran­ken Häft­ling schlug, weil der Häft­ling zu krank für die Ar­beit war. Ich sah Seuß auch, wie er Häft­lin­ge von einem 30 bis 50 Meter hohen Damm hin­un­ter­stieß. Er tat dies, nach­dem er sie ge­schla­gen hatte“. Ver­ur­teilt zum Tode im Dachau-​Haupt­pro­zess [[http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/d3.pdf|Case No. 000-50-2]] (US vs. Martin Gottfried Weiss et al) Tried 13. Dec. 1945. Seuß wurde am 28. Mai 1946 im Kriegsverbrechergefängnis Landsberg gehängt. Vgl. a. [[http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Seu%C3%9F|Wikipedia.]] SS-​Hauptschar­füh­rer, Rap­port­füh­rer und be­rüch­tig­ter Bun­ker­füh­rer des KZ Dachau, dem sein Ruf bei der Ver­set­zung nach Ra­dolf­zell vor­aus­eil­te. Im Au­gust 1942 an­we­send bei der Er­schies­sung von 35 rus­si­schen Kriegs­ge­fan­ge­nen in Dachau. Kom­man­dofüh­rer des Ra­dolf­zel­ler Au­ßen­la­gers von Mai 1941 bis Au­gust 1942. Führ­te sich nach ei­ge­nen An­ga­ben in Ra­dolf­zell be­son­ders bru­tal auf. Zitat sei­nes Un­ter­ge­be­nen Laus­te­rer: „SS-​Hauptschar­füh­rer Seuß schlug die Ge­fan­ge­nen sehr oft wäh­rend ihrer Zeit in Ra­dolf­zell. Er schlug sie mit sei­nen Hän­den, mit Stö­cken und trat sie auch mit Füßen. Ein­mal sah ich, wie er einen kran­ken Häft­ling schlug, weil der Häft­ling zu krank für die Ar­beit war. Ich sah Seuß auch, wie er Häft­lin­ge von einem 30 bis 50 Meter hohen Damm hin­un­ter­stieß. Er tat dies, nach­dem er sie ge­schla­gen hatte“. Ver­ur­teilt zum Tode im Dachau-​Haupt­pro­zess [[http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/Holocaust/dachautrial/d3.pdf|Case No. 000-50-2]] (US vs. Martin Gottfried Weiss et al) Tried 13. Dec. 1945. Seuß wurde am 28. Mai 1946 im Kriegsverbrechergefängnis Landsberg gehängt. Vgl. a. [[http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Seu%C3%9F|Wikipedia.]]
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"Dieser Lump [Josef Seuß] war ein Jahr mein Kommandoführer" - Handschriftliche Bemerkung von Oldřich Sedláček zu einem Text von Karel Kasák über "Zeuss(!) jun.(es war der größere"), in: Almanach Dachau - kytice událostí a vzpomínek..., Praha 1946. Kasák charakterisiert hier allerdings nicht Josef Seuß (geb. 1906), sondern dessen jüngeren Bruder Wolfgang Seuß (geb. 1907), der bis zu seiner Versetzung nach Natzweiler 1938 ebenfalls zum Wachpersonal in Dachau gehörte und dort wegen seiner Grausamkeiten nicht weniger gefürchtet war als sein Bruder. Als Oldřich Sedláček 1940 nach Dachau kam, war Wolfgang Seuß bereits in Natzweiler. Privatexemplar von Oldřich Sedláček. Privatbesitz Jiří Sedláček, Kladno. "Dieser Lump [Josef Seuß] war ein Jahr mein Kommandoführer" - Handschriftliche Bemerkung von Oldřich Sedláček zu einem Text von Karel Kasák über "Zeuss(!) jun.(es war der größere"), in: Almanach Dachau - kytice událostí a vzpomínek..., Praha 1946. Kasák charakterisiert hier allerdings nicht Josef Seuß (geb. 1906), sondern dessen jüngeren Bruder Wolfgang Seuß (geb. 1907), der bis zu seiner Versetzung nach Natzweiler 1938 ebenfalls zum Wachpersonal in Dachau gehörte und dort wegen seiner Grausamkeiten nicht weniger gefürchtet war als sein Bruder. Als Oldřich Sedláček 1940 nach Dachau kam, war Wolfgang Seuß bereits in Natzweiler. Privatexemplar von Oldřich Sedláček. Privatbesitz Jiří Sedláček, Kladno.

Termine

Der Vortrag entfällt aus bekannten Gründen- Verschoben auf Herbst 2020

Vortrag VHS Konstanz - "Dr. med. Ludwig Finckh und die NS-Rassenhygiene"

Gauschulungslager des NS-Lehrerbundes (NSLB), Gaienhofen. „5. Lehrgang, Sonderkurs in Erbbiologie und Rassenkunde“, 1935. Ansichtskarte eines Kursteilnehmers an seine Familie in Pforzheim

Über Dr. med. Ludwig Finckh (1876-1964) wäre vermutlich längst das letzte Wort gesprochen und der Autor vergessen worden, wenn es sich bei ihm nur um den sogenannten „Heimat-Dichter“, den „Rosendoktor“ von der Höri gehandelt hätte. Als virulenter Nationalsozialist gibt Finckh stattdessen heute noch Anlass, sich mit seinem Fall kritisch auseinanderzusetzen. Teils als Vordenker, teils als Vortragsredner in Sachen NS-„Rassenhygiene“, betätigte sich Finckh u.a. als „Weltanschauungslehrer“ des NS-Lehrerbundes am Gauschulungslager des NSLB in Gaienhofen und an der Waffen-SS-Unterführerschule in Radolfzell. Neueste Recherchen belegen die Teilnahme von Finckhs Gauschulungslagern an eugenischen Tagungen der Heil- und Pflegeanstalt Reichenau in den Jahren 1934-1938. (Text: Markus Wolter)

Referent: Markus Wolter, MA

Ort: VHS Konstanz-Singen e.V., Katzgasse 7, Astoria Saal

Datum: 24. März 2020

Zeit: 19.30 - 21.00 Uhr

Anmeldung: VHS-Konstanz

2020/01/30 12:15 · Markus Wolter · 2 Kommentare

Gerhard Zahner: "Weißes Blut". Eine dramatische Lesung zur Weihnacht

Zeit: 24.12.2019, 14.00 Uhr

Ort: THEATER-KULTUR-ZENTRUM, Fürstenbergstrasse 7a, Radolfzell

„Der Arzt Nathan Wolf (1882–1970) war Jude aus Wangen, er wurde von den Nazis vertrieben und im KZ Dachau eingesperrt und gepeinigt. Nach dem Krieg kehrte er nach Wangen, in seine Höri zurück. Er ist zurück gekehrt, nicht heimgekehrt. Die jüdische Gemeinde in der Höri vernichtet, die Synagogen zerstört. Nicht heimkehren, zurückkehren, darum geht es diesem Stück. Eine Situation, die heute so viele Flüchtlinge betrifft. Auch ihre Heimat ist für immer zerstört. Die neue Heimat ist vielleicht, solchen Menschen wie Nathan Wolf gerecht zu werden, ihrem Leben. Letztlich, wenn heute Abgeordnete aus den Protokollen der Weisen von Zion zitieren, diesem Buch aus dem Giftschrank der Verleumdung, scheitern wir alle und vertreiben uns selbst.“

Programmtext: http://www.zellerkultur.de/veranstaltungen.html

Hintergrund: https://www.wolf-wangen.com/

2019/12/14 16:25 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Der Reichspogrom 1938 am westlichen Bodensee - Vortrag von Prof. Dr. Jürgen Klöckler in Radolfzell

Der 9. November 1938 im westlichen Bodenseeraum: Opfer – Täter – Zuschauer“

Vortrag in Zusammenarbeit mit der Stadtbibliothek Radolfzell und des Arbeitskreises „Erinnerung“

„Kaum ein anderes Datum der deutschen Geschichte ist so aufgeladen wie der 9. November 1938. Aus der Perspektive von Opfern und Tätern, aber auch der zahlreichen Zuschauer, sollen die Ereignisse in Radolfzell, auf der Höri sowie im westlichen Bodenseeraum rekonstruiert und in das allgemeine Verfolgungsgeschehen im Deutschen Reich eingebettet werden. Die entscheidende Rolle bei der Zerstörung der Synagogen in Wangen, Gailingen und Randegg kam der in Radolfzell stationierten SS zu. Mit Ekrasit sprengte sie unter der Verantwortung von SS-Obersturmbannführer Heinrich Koeppen auch die Konstanzer Synagoge.“ (www.radolfzell.de)

Referent: Prof. Dr. Jürgen Klöckler, Stadtarchiv/Universität Konstanz

Ort: Stadtbibliothek Radolfzell

Zeit: Freitag, 8. November 2019, 19.30 Uhr

2019/11/07 12:56 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Verlegung des Stolpersteins für Karl Teufel

Zum Ersatz des vor rund einem Jahr im Zuge von Straßenbauarbeiten fahrlässig beseitigten und verloren gegangenen Stolpersteins für Karl Teufel wird am 28. Oktober 2019, 16.30 Uhr, in der Konstanzer Str. 30/1 ein von Gunter Demnig neu gefertigtes Exemplar verlegt.

2019/10/28 12:33 · Markus Wolter · 0 Kommentare
 
prozesse_gegen_radolfzeller_ss-angehoerige.txt · Zuletzt geändert: 2019/10/08 12:19 von mw
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