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Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



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-Zwischen 22. Oktober 1941 und 19. Mai 1942 ins  Außenkommando Radolfzell verlegt, wurde Klose, den die Dachauer Bestandstärkeliste vom Mai 1942 als "PSV"-Häftling (= "polizeiliche Sicherungsverwahrung") führt, am 3. August 1943 mutmaßlich bei einem Außeneinsatz in Böhringen und/oder "auf der Flucht" von einer SS-Wache umgebracht. Seine Leiche wurde nach Angaben des SS-Hauptscharführers Heinz Wendt am 5. August 1943 im [[https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hringer_See|Böhringer See]] gefunden, was Wendt am selben Tag beim Gendarmerie-Posten Radolfzell zur Meldung brachte. Nach Angaben des ebenfalls vorstelligen SS-Unterscharführers Julius Ueltzhöffer (1892-?)[(Julius Ueltzhöffer wurde 1947 von einem amerikanischen Militärgericht in einem Dachauer Folgeprozess([[https://www.online.uni-marburg.de/icwc/dachau/000-050-0002-069.pdf|Case 50-2-69 (PDF))]] wegen begangener Kriegssverbrechen zu lebenslanger Haft veurteilt. Ueltzhöffer war mehrere Jahre in verschiedenen Konzentrations- und Vernichtungslagern eingesetzt: Auschwitz, Mauthausen, Ravensbrück, Natzweiler, Dachau und Außenlager, darunter 1943 in Radolfzell.)]  - als Kommandoführer für die "Betreuung" (sic!) der KZ-Häftlinge in Radolfzell zuständig - sei Klose in einer Gruppe von insgesamt 24 Häftlingen am 3. August 1943, 21. Uhr, "zum Baden in den Böhringer See geführt" worden. "Nachdem das Baden beendet war" habe Ueltzhöffer beim "Feststellen der Häftlinge" die Abwesenheit Kloses bemerkt. Unmittelbar einsetzende Suchmaßnahmen von "im Tauchen geübte(n) Häftlinge(n)" (sic!) hätten wegen der Dunkelheit ergebnislos abgebrochen werden müssen. Erst anderthalb Tage später sei die Leiche Kloses von Ueltzhöffer im abgetrennten Nichtschwimmerbereich des Sees treibend entdeckt und von Wendt geborgen worden. Die Leiche sei in die USR gebracht und dort "eingesargt" worden. SS-Stabsarzt "//Dr. Fischel//"[(Identifiziert als Dr. Walter Fischel, geb. 20.10.1908 in Düsseldorf, gest. 29.5.1977 in Berlin (DDR). Studium der Humanmedizin 1927-1933 LMU München +Zwischen 22. Oktober 1941 und 19. Mai 1942 ins  Außenkommando Radolfzell verlegt, wurde Klose, den die Dachauer Bestandstärkeliste vom Mai 1942 als "PSV"-Häftling (= "polizeiliche Sicherungsverwahrung") führt, am 3. August 1943 mutmaßlich bei einem Außeneinsatz in Böhringen und/oder "auf der Flucht" von einer SS-Wache umgebracht. Seine Leiche wurde nach Angaben des SS-Hauptscharführers Heinz Wendt am 5. August 1943 im [[https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hringer_See|Böhringer See]] gefunden, was Wendt am selben Tag beim Gendarmerie-Posten Radolfzell zur Meldung brachte. Nach Angaben des ebenfalls vorstelligen SS-Unterscharführers Julius Ueltzhöffer (1892-?)[(Julius Ueltzhöffer wurde 1947 von einem amerikanischen Militärgericht in einem Dachauer Folgeprozess([[https://www.online.uni-marburg.de/icwc/dachau/000-050-0002-069.pdf|Case 50-2-69 (PDF))]] wegen begangener Kriegssverbrechen zu lebenslanger Haft veurteilt. Ueltzhöffer war mehrere Jahre in verschiedenen Konzentrations- und Vernichtungslagern eingesetzt: Auschwitz, Mauthausen, Ravensbrück, Natzweiler, Dachau und Außenlager, darunter 1943 in Radolfzell.)]  - als Kommandoführer für die "Betreuung" (sic!) der KZ-Häftlinge in Radolfzell zuständig - sei Klose in einer Gruppe von insgesamt 24 Häftlingen am 3. August 1943, 21. Uhr, "zum Baden in den Böhringer See geführt" worden. "Nachdem das Baden beendet war" habe Ueltzhöffer beim "Feststellen der Häftlinge" die Abwesenheit Kloses bemerkt. Unmittelbar einsetzende Suchmaßnahmen von "im Tauchen geübte(n) Häftlinge(n)" (sic!) hätten wegen der Dunkelheit ergebnislos abgebrochen werden müssen. Erst anderthalb Tage später sei die Leiche Kloses von Ueltzhöffer im abgetrennten Nichtschwimmerbereich des Sees treibend entdeckt und von Wendt geborgen worden. Die Leiche sei in die USR gebracht und dort "eingesargt" worden. SS-Stabsarzt "//Dr. Fischel//"[(Durch Archivrecherchen 2019 (Markus Wolter) identifiziert als Dr. Walter Fischel, geb. 20.10.1908 in Düsseldorf, gest. 29.5.1977 in Berlin (DDR). Studium der Humanmedizin 1927-1933 LMU München, 1934 Promotion LMU München, 30. Juli 1934. Diss.: Die Resorption der Fette bei Pankreasinsuffizienz. Würzburg, Stürz 1934. NSDAP-Mitglied seit 1.7.1937; SS- und Waffen-SS-Mitglied seit ?, NSDÄB seit 25.10.1939. Vom 1.Juni 1936 bis 30. April 1939 Oberarzt, Heil- und Pflegeanstalt Werneck; dort u.a. für Anzeigen/Anträge zur Zwangssterilisation vermeintlich erbkranker Anstaltspatienten nach Maßgabe des GzVeN verantwortlich; Insulin-Schockbehandlungen. Nach eigenen Angaben in Fischels Personalakte 1948 ff., Landesarchiv Berlin, C Rep.118, Nr. 1414): 19.12.1938: Anerkennung als Facharzt für Psychiatrie und Neurologie; Oktober 1939 bis Ende Januar 1940: Innere Abt., Virchow-Krankenhaus, Berlin; 1940 "zur Luftwaffe eingezogen"; 14.8.1940-13.6.1941: Luftwaffen-Lazarett Stolpmünde; 13.6.1941-7.4.1942: Luftwaffen-Lazarett Berlin, Neurochirurgie, Prof. Wilhelm Tönnis; 1.12.1942-12.7.1943: Luftwaffen-Lazarett Le Havre. Seine Mitgliedschaft in NSDAP, (Waffen-)SS und NSDÄB verschweigt Fischel dabei ebenso wie seine Oberarzttätigkeit in Werneck 1936-1939 und 1943 als SS-Truppenarzt (Stabsarzt) der Waffen-SS: "In den [1942] nachfolgenden Kriegsjahren war ich wieder Internist und als Abteilungsarzt in verschiedenen Lazaretten, meist in Frankreich eingesetzt". Auch dass er seit 1946 in amerikanischer Internierungshaft in Ludwigsburg-Oßweil (Lager I.C.74) und in Lager 76 auf der Festung Hohenasperg war, aus der er 1948 - als  ";Kriegsgefangenschaft" bezeichet - entlassen wurde(damalige Wohnadresse in München-Stockdorf), ist seiner Lücken aufweisenden Personalakte  nicht zu entnehmen. Laut eigenen Angaben: 1.9.1943-7.6.1944: Lazarett Turnhout-Beerse, Belgien und Lazarett in L'Aigle (Aube), Frankreich;[8.6.1944-1948: keine Angaben]; 15.5.1948-7.10.1948: Rot-Kreuz-Krankenhaus Bad Reichenhall und Kaufbeuren, Inn. Abt. Anfang 1949 Wechsel nach Berlin (Ost). Dort ab 1.4.1949 Chefarzt, Innere Abt., im "Krankenhaus der Volkspolizei".   
-1934 Promotion LMU München, 30. Juli 1934. Diss.: Die Resorption der Fette bei Pankreasinsuffizienz. Würzburg, Stürz 1934. Um 1937-? Oberarzt in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Danach SS-Truppenarzt (?-?). Seit 1946 in amerikanischer Internierungshaft in Ludwigsburg-Oßweil (Lager I.C.74) und in Lager 76 auf der Festung Hohenasperg; entlassen 1948, mit damaliger Wohnadresse in München-Stockdorf. 1954-1957 Facharzt für innere Krankheiten, Chefarzt der inneren Abteilung des "Regierungskrankenhauses",  Scharnhorststr. 36, Berlin (Ost); 1959-1966 Chefarzt der Zentrale für Herz-Kreislaufkranke, Klosterstr. 71 (Berlin-Ost). 1977 begraben auf dem Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderscher Friedhof I, Berlin)] führte als SS-Truppenarzt der USR am 5. August 1943 eine von ihm als "äußere Besichtigung" bezeichnete Leichenschau durch; nach Fischels Angaben: "die Leiche eines großen, kräftigen Mannes in gutem Ernährungszustand mit Badehose bekleidet" (sic!), wenngleich Fischel dann doch auch die "kahlgeschorene Kopfhaut" erwähnenswert findet. An der ansonsten unauffälligen Wasserleiche will ihm noch aufgefallen sein, dass Augenumgebung und linke Stirn mit "frischem rotem Blut verschmiert" gewesen seien und am linken oberen Augenlid eine "3 cm lange Stichwunde", die er als Verletzung duch einen Bootshaken deutet, der bei der Bergung der Leiche verwendet worden sein soll. Als Todesursache wird von Dr. Fischel, der keine weiteren  "Anzeichen äußerer Gewalt" an der Leiche erkennen kann, "Ertrinken" genannt: "Feststellung des Todes durch ärztliche Leichenschau am 5.3.1943 vormittags, 11.30 Uhr. / gez. Dr. Fischel"[(Sämtliche Recherchen zu Dr. Walter Fischel: Markus Wolter, 2019.)]     + 
 +1955-1959 Facharzt für innere Krankheiten, Chefarzt, Innere Abteilung des "[[https://de.wikipedia.org/wiki/Regierungskrankenhaus_der_DDR|Regierungskrankenhauses der DDR]]",  Scharnhorststr. 36, Berlin; 1959-1966 Chefarzt der Zentrale für Herz-Kreislaufkranke, Klosterstr. 71 (Berlin-Ost). 1977 begraben auf dem Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderschen Friedhof I, Berlin)] führte als SS-Truppenarzt der USR am 5. August 1943 eine von ihm als "äußere Besichtigung" bezeichnete Leichenschau durch; nach Fischels Angaben: "die Leiche eines großen, kräftigen Mannes in gutem Ernährungszustand mit Badehose bekleidet" (sic!), wenngleich Fischel dann doch auch die "kahlgeschorene Kopfhaut" erwähnenswert findet. An der ansonsten unauffälligen Wasserleiche will ihm noch aufgefallen sein, dass Augenumgebung und linke Stirn mit "frischem rotem Blut verschmiert" gewesen seien und am linken oberen Augenlid eine "3 cm lange Stichwunde", die er als Verletzung duch einen Bootshaken deutet, der bei der Bergung der Leiche verwendet worden sein soll. Als Todesursache wird von Dr. Fischel, der keine weiteren  "Anzeichen äußerer Gewalt" an der Leiche erkennen kann, "Ertrinken" genannt: "Feststellung des Todes durch ärztliche Leichenschau am 5.3.1943 vormittags, 11.30 Uhr. / gez. Dr. Fischel"  
Die Leiche Kloses wurde von der für den Fall zuständigen Oberstaatsanwaltschaft Konstanz am 6. August 1943 zur Kremation in Konstanz freigegeben; ob und wo die Asche begraben wurde, ist nicht bekannt. Am selben Tag stellte der Oberstaatsanwalt am Landgericht Konstanz, Dr. Walter Melcher, das "Verfahren" ein; seine lapidare Begründung: "Es liegt kein Verschulden Dritter vor." [(Akten der Oberstaatsanwaltschaft Konstanz, StAF F 178/4 Tote 1 JS 1468/43]])] Die Leiche Kloses wurde von der für den Fall zuständigen Oberstaatsanwaltschaft Konstanz am 6. August 1943 zur Kremation in Konstanz freigegeben; ob und wo die Asche begraben wurde, ist nicht bekannt. Am selben Tag stellte der Oberstaatsanwalt am Landgericht Konstanz, Dr. Walter Melcher, das "Verfahren" ein; seine lapidare Begründung: "Es liegt kein Verschulden Dritter vor." [(Akten der Oberstaatsanwaltschaft Konstanz, StAF F 178/4 Tote 1 JS 1468/43]])]
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===== Ausgewählte Täterprofile (Wikipedia-Artikel) ===== ===== Ausgewählte Täterprofile (Wikipedia-Artikel) =====
-**SS-Angehörige mit Bezug zu Radolfzell**[(Zusammenstellung und Artikel-Ergänzungen: Markus Wolter, 2014)]+**SS-Angehörige mit Bezug zu Radolfzell**[(Zusammenstellung und Artikel-Ergänzungen: Markus Wolter, 2014-2019)]
   * [[https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Barkmann|Ernst Barkmann]], SS-Oberscharführer, von 1937-1939 in Radolfzell stationiert, später SS-Panzerkommandant und nach dem Krieg Bürgermeister von Kisdorf, Holstein.    * [[https://de.wikipedia.org/wiki/Ernst_Barkmann|Ernst Barkmann]], SS-Oberscharführer, von 1937-1939 in Radolfzell stationiert, später SS-Panzerkommandant und nach dem Krieg Bürgermeister von Kisdorf, Holstein.
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   * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Dietsche|Bernhard Dietsche]], geb. 1912 in Singen/Htwl., III/SS-"Germania" seit 1937, Zugführer in der 12. (MG) bzw. 13. (IG) Kompanie in Radolfzell 1937-1939. SS-Division "Wiking" (Westland), Angriff auf die SU, später SS-Gebirgsjäger-Regiment 2 "Prinz Eugen" ("Partisanen"-Bekämpfung) in Jugoslawien. Taktikausbilder an der Junkerschule Bad Tölz.[(Vgl.: Strittmatter, Wolf-Ulrich: Bernhard Dietsche - "Ich blieb ein Bergsteiger und Wanderer in Uniform, auch während des Krieges", in: Proske, Wolfgang (Hg.). Täter, Helfer, Trittbrettfahrer. Band 4, NS-Belastete aus Oberschwaben, Kugelberg Verlag, Gerstetten 2015, S. 84-97)]    * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Bernhard_Dietsche|Bernhard Dietsche]], geb. 1912 in Singen/Htwl., III/SS-"Germania" seit 1937, Zugführer in der 12. (MG) bzw. 13. (IG) Kompanie in Radolfzell 1937-1939. SS-Division "Wiking" (Westland), Angriff auf die SU, später SS-Gebirgsjäger-Regiment 2 "Prinz Eugen" ("Partisanen"-Bekämpfung) in Jugoslawien. Taktikausbilder an der Junkerschule Bad Tölz.[(Vgl.: Strittmatter, Wolf-Ulrich: Bernhard Dietsche - "Ich blieb ein Bergsteiger und Wanderer in Uniform, auch während des Krieges", in: Proske, Wolfgang (Hg.). Täter, Helfer, Trittbrettfahrer. Band 4, NS-Belastete aus Oberschwaben, Kugelberg Verlag, Gerstetten 2015, S. 84-97)]
   * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Dorr|Hans Dorr]], III/SS-"Germania", Zugführer der 10. Kompanie in Radolfzell 1938/39.    * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Dorr|Hans Dorr]], III/SS-"Germania", Zugführer der 10. Kompanie in Radolfzell 1938/39.
-   * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Markus_Faulhaber|Markus Faulhaber]], III/SS-"Germania", 1938 ff. In Radolfzell 1939 verheiratet. Einer der "gefallenen Söhne" der Stadt Radolfzell, derer am Kriegerdenkmal als "Opfer der Gewaltherrschaft" namentlich gedacht wird. Begraben zunächst auf dem städtischen Friedhof (alt), umgebettet auf die Kriegsgräberstätte des neuen städtischen Friedhofs von Radolfzell im Altbohl.+   * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Markus_Faulhaber|Markus Faulhaber]], III/SS-"Germania", 1938 ff. In Radolfzell 1939 verheiratet. Einer der "gefallenen Söhne" der Stadt Radolfzell, derer am Kriegerdenkmal als "Opfer der Gewaltherrschaft" namentlich gedacht wird. Begraben zunächst auf dem städtischen Friedhof (alt), umgebettet auf die Kriegsgräberstätte des neuen städtischen Friedhofs von Radolfzell im Altbohl.[(Recherche: Markus Wolter, 2011-2017.)]
   * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_F%C3%B6rschner|Otto Förschner]], III/SS-"Germania", 12. Kompanie, 31. Juli 1937-1. April 1938 in Radolfzell; August 1943-Anfang Februar 1945 Lagerkommandant KZ Dora-Mittelbau. Im Dachau-Hauptprozess zum Tod verurteilt und als Kriegsverbrecher hingerichtet.    * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_F%C3%B6rschner|Otto Förschner]], III/SS-"Germania", 12. Kompanie, 31. Juli 1937-1. April 1938 in Radolfzell; August 1943-Anfang Februar 1945 Lagerkommandant KZ Dora-Mittelbau. Im Dachau-Hauptprozess zum Tod verurteilt und als Kriegsverbrecher hingerichtet.
   * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Karl_Gesele|Karl Gesele]], SS-Standartenführer, Taktik-Ausbilder an der USR beim 4. RFA-Lehrgang 1941 (1. März 1941-31. Mai 1941); am 12. August 1944 als Kdr. des SS-Panzergrenadier-Regiments 35 verantwortlich für das [[https://de.wikipedia.org/wiki/Sant%E2%80%99Anna_di_Stazzema|Massaker von Sant'Anna di Stazzema]].    * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Karl_Gesele|Karl Gesele]], SS-Standartenführer, Taktik-Ausbilder an der USR beim 4. RFA-Lehrgang 1941 (1. März 1941-31. Mai 1941); am 12. August 1944 als Kdr. des SS-Panzergrenadier-Regiments 35 verantwortlich für das [[https://de.wikipedia.org/wiki/Sant%E2%80%99Anna_di_Stazzema|Massaker von Sant'Anna di Stazzema]].
-   * [[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Gro%C3%9F|Kurt Groß]], SS-Sturmbannführer, WE-Leiter, Stabsabteilung VI, 1943 und Kommandeur USR-'Regiment Radolfzell' und stellvertretender Kommandeur der USR 1944/45. +   * [[https://de.wikipedia.org/wiki/Kurt_Gro%C3%9F|Kurt Groß]], SS-Sturmbannführer, WE-Leiter, Stabsabteilung VI, 1943 und Kommandeur USR-'Regiment Radolfzell' und stellvertretender Kommandeur der USR 1944/45.[(Recherche: Markus Wolter, 2011-2017.)] 
-   * [[https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Niethammer|Günther Niethammer]], SS-Obersturmführer (F), der "Ornithologe von Auschwitz"; nach 1945 enge Verbindungen zur Vogelwarte Radolfzell.+   * [[https://de.wikipedia.org/wiki/G%C3%BCnther_Niethammer|Günther Niethammer]], SS-Obersturmführer (F), der "Ornithologe von Auschwitz"; nach 1945 enge Verbindungen zur Vogelwarte Radolfzell.[(Recherche: Markus Wolter, 2018.)]
   * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Walter_Harzer|Walter Harzer]], SS-Standartenführer, Taktik-Ausbilder an der USR beim 4. RFA-Lehrgang 1941 (1. März  1941-31.Mai 1941).    * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Walter_Harzer|Walter Harzer]], SS-Standartenführer, Taktik-Ausbilder an der USR beim 4. RFA-Lehrgang 1941 (1. März  1941-31.Mai 1941).
   * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Willi_Hund|Willi Hund]], SS-Obersturmführer, Zugführer als 19-jähriger Untersturmführer an der USR (1.September 1942 – 2. März 1943).    * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Willi_Hund|Willi Hund]], SS-Obersturmführer, Zugführer als 19-jähriger Untersturmführer an der USR (1.September 1942 – 2. März 1943).
-   * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Robert_Jau%C3%9F|Hans Robert Jauß]], SS-Hauptsturmführer. 1941 Führerausbildung, in deren Verlauf Teilnahme am 4. Kriegs-Reserve-Führer-Anwärter-Lehrgang (RFA) an der USR, 1. März - 31. Mai 1941, nach erfolgreichem Abschluss Beförderung zum Führeranwärter der Reserve und SS-Oberscharführer d. R. zum 1. Juni 1941.[(Vgl.: Westemeier, Jens: Hans Robert Jauß. Jugend, Krieg und Internierung. Konstanz University Press, Konstanz 2016, S. 55 ff.)] +   * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hans_Robert_Jau%C3%9F|Hans Robert Jauß]], SS-Hauptsturmführer. 1941 Führerausbildung, in deren Verlauf Teilnahme am 4. Kriegs-Reserve-Führer-Anwärter-Lehrgang (RFA) an der USR, 1. März - 31. Mai 1941, nach erfolgreichem Abschluss Beförderung zum Führeranwärter der Reserve und SS-Oberscharführer d. R. zum 1. Juni 1941.[(Vgl.: Westemeier, Jens: Hans Robert Jauß. Jugend, Krieg und Internierung. Konstanz University Press, Konstanz 2016, S. 55 ff.)] 
 +   * [[https://en.wikipedia.org/wiki/Heinrich_Kling|Heinrich ("Heinz") Kling]], als SS-Untersturmführer 1938/39 Komp.führer der 9. Kompanie des III.SS-VT "Germania" in Radolfzell; 1939/40 Komp.führer 6./SS-Totenkopf-Standarte 12 in  Łódź, in dieser Einheit beteiligt an Massenerschießungen von  polnischen Intellektuellen und Juden; später Angehöriger der SS-Panzer-Division „Leibstandarte-SS Adolf Hitler“, Bataillonskommandeur unter [[https://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Peiper|Joachim Peiper]]; SS-Sturmbannführer (1944); verheiratet in Radolfzell, 3 Kinder. Nach britischer Internierungshaft 1945 (Bad Nenndorf)  Textilvertreter bei Schiesser, Radolfzell, und ab 1950 selbstständiger Textil-Kaufmann mit Fabrikation von Kittelschürzen, Blusen und Röcken ("Mettnau-Kleidung"). Am 30. September 1951 bei einer Regatta des Yacht-Clubs Radolfzell im Zellersee gekentert und ertrunken.[(Recherche: Markus Wolter, 2019.)]  
   * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Lausterer|Hugo Lausterer]], Wachmannschaft des KZ-Außenkommandos, 1941/42.    * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hugo_Lausterer|Hugo Lausterer]], Wachmannschaft des KZ-Außenkommandos, 1941/42.
   * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_M%C3%BCller_(SS_officer)|Thomas Müller]], Kdr. der USR, Februar 1941 - Februar 1943    * [[http://en.wikipedia.org/wiki/Thomas_M%C3%BCller_(SS_officer)|Thomas Müller]], Kdr. der USR, Februar 1941 - Februar 1943
-   * [[https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Mussert|Anton Mussert]], Mitgründer und Vorsitzender der niederländischen nationalsozialistischen NSB, NS-„Führer“ der Niederlande, gründete 1941 die [[https://de.wikipedia.org/wiki/34._SS-Freiwilligen-Grenadier-Division_%E2%80%9ELandstorm_Nederland%E2%80%9C_(niederl%C3%A4ndische_Nr._2)|"SS-Freiwilligen-Legion Niederlande"]]. Mussert "rückt am 15.3.[1943] (...)  nach Radolfzell ein." [([[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Rauter|Hanns Rauter]] in einem Brief an Heinrich Himmler, 31. März 1943; vgl.: [[https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/35/N.K.C.A._in_%27t_Veld_-_De_SS_en_Nederland_Documenten_uit_de_SS-archieven_1935-1945_-_Deel_II_1943-1945.pdf|"De SS en Nederland 1933-1945. Documenten uit SS-Archiven, S-Gravenhage-Martinus Nijhoff 1976, Band II, S. 1006]], PDF.)] Näheres zu Funktion und Aufenthaltsdauer in der SS-Kaserne Radolfzell ist bislang nicht bekannt.+   * [[https://de.wikipedia.org/wiki/Anton_Mussert|Anton Mussert]], Mitgründer und Vorsitzender der niederländischen nationalsozialistischen NSB, NS-„Führer“ der Niederlande, gründete 1941 die [[https://de.wikipedia.org/wiki/34._SS-Freiwilligen-Grenadier-Division_%E2%80%9ELandstorm_Nederland%E2%80%9C_(niederl%C3%A4ndische_Nr._2)|"SS-Freiwilligen-Legion Niederlande"]]. Mussert "rückt am 15.3.[1943] (...)  nach Radolfzell ein." [([[https://de.wikipedia.org/wiki/Hanns_Rauter|Hanns Rauter]] in einem Brief an Heinrich Himmler, 31. März 1943; vgl.: [[https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/3/35/N.K.C.A._in_%27t_Veld_-_De_SS_en_Nederland_Documenten_uit_de_SS-archieven_1935-1945_-_Deel_II_1943-1945.pdf|"De SS en Nederland 1933-1945. Documenten uit SS-Archiven, S-Gravenhage-Martinus Nijhoff 1976, Band II, S. 1006]], PDF.)] Näheres zu Funktion und Aufenthaltsdauer in der SS-Kaserne Radolfzell ist bislang nicht bekannt.[(Recherche: Markus Wolter, 2019)]
   * [[http://pl.wikipedia.org/wiki/Max_Pausch|Max Pausch]], III/SS-"Germania", 1935-1939. SS-Obersturmführer und "Musikführer" des Bataillons. 1940-1941 SS-Rgt. "Nordland", 1941-1943 SS-Ers.Btl. 5 "Wiking". Dezember 1944-Mai 1945 Lagerführung im KZ-Außenlager Gusen II (Mauthausen). In einem Mauthausen-Nebenprozess 1947 zum Tod verurteilt und als Kriegsverbrecher 1948 hingerichtet.    * [[http://pl.wikipedia.org/wiki/Max_Pausch|Max Pausch]], III/SS-"Germania", 1935-1939. SS-Obersturmführer und "Musikführer" des Bataillons. 1940-1941 SS-Rgt. "Nordland", 1941-1943 SS-Ers.Btl. 5 "Wiking". Dezember 1944-Mai 1945 Lagerführung im KZ-Außenlager Gusen II (Mauthausen). In einem Mauthausen-Nebenprozess 1947 zum Tod verurteilt und als Kriegsverbrecher 1948 hingerichtet.
-   * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Rumohr|Joachim Rumohr]], III/SS-"Germania", 1937 ff. SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS. In Radolfzell verheiratet. Einer der "gefallenen Söhne" der Stadt Radolfzell, derer am Kriegerdenkmal als "Opfer der Gewaltherrschaft" namentlich gedacht wird. +   * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Joachim_Rumohr|Joachim Rumohr]], III/SS-"Germania", 1937 ff. SS-Brigadeführer und Generalmajor der Waffen-SS. In Radolfzell verheiratet. Einer der "gefallenen Söhne" der Stadt Radolfzell, derer am Kriegerdenkmal als Opfer der Gewaltherrschaft" namentlich gedacht wird.[(Recherche: Markus Wolter, 2017.)]
  * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Seuß|Josef Seuß]], Kommandoführer des KZ-Außenkommandos, 1941/42. Im Dachau-Hauptprozess zum Tod verurteilt und als Kriegsverbrecher hingerichtet.   * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Josef_Seuß|Josef Seuß]], Kommandoführer des KZ-Außenkommandos, 1941/42. Im Dachau-Hauptprozess zum Tod verurteilt und als Kriegsverbrecher hingerichtet.
  * [[https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Stein_(SS-Mitglied)|Walter Stein]], SS-Oberführer, Führer des SS-Abschnitts XXIX der Allgemeinen SS, Konstanz 1937-1939. Mitverantwortlich für die Synagogen-Zerstörung in Konstanz am 9./10.11.1938 und Koordinator der "Zusammenarbeit" mit dem Radolfzeller SS-VT-Bataillon an diesem Tag. Markanter Repräsentant der Allgemeinen SS der Region und häufig Gast des III./SS-VT-"Germania" in Radolfzell.   * [[https://de.wikipedia.org/wiki/Walter_Stein_(SS-Mitglied)|Walter Stein]], SS-Oberführer, Führer des SS-Abschnitts XXIX der Allgemeinen SS, Konstanz 1937-1939. Mitverantwortlich für die Synagogen-Zerstörung in Konstanz am 9./10.11.1938 und Koordinator der "Zusammenarbeit" mit dem Radolfzeller SS-VT-Bataillon an diesem Tag. Markanter Repräsentant der Allgemeinen SS der Region und häufig Gast des III./SS-VT-"Germania" in Radolfzell.
-  * [[https://pl.wikipedia.org/wiki/Julius_Ueltzhoeffer|Julius Ueltzhöffer]], Kommandoführer des KZ-Außenkommandos Radolfzell 1943, in dieser Funktion Nachfolger von Josef Seuß; mutmaßlich beteiligt am gewaltsamen Tod des KZ-Häftlings Fritz Klose, der am 5. August 1943 tot im Böhringer See aufgefunden wurde. +  * [[https://pl.wikipedia.org/wiki/Julius_Ueltzhoeffer|Julius Ueltzhöffer]], SS-Sanitätsdienstgrad u.a. im KZ Auschwitz I, Mauthausen und Dachau, Kommandoführer des KZ-Außenkommandos Radolfzell 1943, in dieser Funktion Nachfolger von Josef Seuß; mutmaßlich beteiligt am gewaltsamen Tod des KZ-Häftlings Fritz Klose, der am 5. August 1943 tot im Böhringer See aufgefunden wurde.[(Recherche Markus Wolter, 2019.)]
  * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Wicklein|Hermann Wicklein]], Führer-Lehrgang an der USR, August-Oktober 1942. Adjutant des Lagerkommandanten in den Konzentrationslagern Herzogenbusch, Ravensbrück und Flossenbürg.   * [[http://de.wikipedia.org/wiki/Hermann_Wicklein|Hermann Wicklein]], Führer-Lehrgang an der USR, August-Oktober 1942. Adjutant des Lagerkommandanten in den Konzentrationslagern Herzogenbusch, Ravensbrück und Flossenbürg.

Termine

Täter-Helfer-Trittbrettfahrer: Prof. Dr. Eugen Fischer (1874-1967)

Eugen Fischer: Der völkische Staat, biologisch gesehen. Berlin 1933. Fotografie: Wikipedia

Vortrag:

Dr. Wolfgang Proske (Hrsg.) / Markus Wolter:

Prof. Dr. Eugen Fischer (1874–1967). Die Freiburger Schule des Rassenwahns

Zeit und Ort:

Dienstag, 28. Mai, 20 Uhr, HS 1009 (Uni Freiburg KGI)

Veranstaltet vom Referat gegen Antisemitismus, Studierendenrat der Universität Freiburg, in Kooperation mit der Fachschaft Geschichte und der Fachschaft Medizin.

https://www.stura.uni-freiburg.de/gremien/referate/gegenantisemitismus

http://www.ns-belastete.de/band_9.html

2019/05/15 16:43 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Vier Filme zum Nationalsozialismus in Überlingen, Radolfzell, Schwarzwald

Gedenkveranstaltung in Überlingen änlässlich des 74. Jahrestages des Kriegsendes

Anlässlich des 74. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges bringt die KulturKiste Überlingen e. V. am Sonntag, 12. Mai 2019 im Rahmen ihrer jährlichen Gedenkveranstaltung „Vier Filme zum Thema Nationalsozialismus in Überlingen, Radolfzell und im Schwarzwald“.

Zu Überlingen werden die beiden Dokumentarfilme über den „Goldbacher Stollen“ „Unter Deutschlands Erde“ von Didi Danquart (BRD 1983) (10.00 Uhr + 19.00 Uhr) sowie „Wie Dachau an den See kam …“ von Jürgen Weber (D 1995) (11.00 Uhr + 18.00 Uhr) gezeigt.

Der Film "Leichen im Keller" von Günter Köhler (D 2010) handelt von Radolfzell im Nationalsozialismus sowie den späteren Umgang damit. (12.00 Uhr + 17.00 Uhr). Darüber hinaus wird um 13.00 Uhr, sowie um 15.00 Uhr der Spielfilm „Viejud Levi“ von Didi Danquart gezeigt, der den Nationalsozialismus in einem Schwarzwaldtal behandelt.

Das Gesamtprogramm findet sich unter: www.kulturkiste-ueberlingen.eu

Wann: Sonntag, 12. Mai 2019

Wo: Kulturbahnhof Nussdorf / Die Rampe, Nussdorfer Str. 100, Überlingen

Eintritt Frei / Spende erwünscht

2019/05/05 14:56 · sw · 0 Kommentare

Eröffnung der Ausstellung: "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit" - Hermann Hesses "Glasperlenspiel" im "Dritten Reich"

„1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde „Das Glasperlenspiel“ auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.“

Ort: Hesse Museum, Kapellenstr. 8, Gaienhofen

Zeit: 17. März 2019, 11.00 Uhr

http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

2019/03/16 09:23 · Markus Wolter · 0 Kommentare

"Wie Dachau an den See kam..."

Filmvorführung und Gespräch mit der Zeitzeugin Dr. Grete Leutz und dem Regisseur Jürgen Weber am 27. Januar 2019 in Konstanz

Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wird in einer Gedenkveranstaltung der regionalhistorische Dokumentarfilm „Wie Dachau an den See kam …“ zur Geschichte des KZ-Außenlagers in Überlingen gezeigt.

Es ist geplant, dass an diesem Abend neben dem Filmemacher Jürgen Weber auch die Überlinger Zeitzeugin Dr. Grete Leutz anwesend sein wird. Als junge Frau wurde sie fast täglich Zeugin des Zuges der KZ-Häftlinge vom Lager Aufkirch zur Überlinger Stollenanlage. In der Außenstelle Überlingen des KZ Dachau mussten ab Oktober 1944 rund 800 Häftlinge einen Stollen in den Molassefelsen treiben, um die Friedrichshafener Rüstungsindustrie am Bodensee „bombensicher“ unterzubringen. Bis April 1945 liefen viermal pro Tag die Kolonnen der Häftlinge - schwer bewacht durch die SS - durch den Überlinger Westen.

Der Film zeichnet mit Aussagen zweier ehemaliger Häftlinge, mit den Erinnerungen von damals jungen Menschen aus Überlingen und mit Fachleuten die Geschichte der KZ-Außenstelle Überlingen nach. Aufgrund seiner regionalhistorischen Bedeutung und teilweise einmaliger Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wurde der Film aus dem Jahr 1995 als Retrospektive 2017 neu in der Reihe „Zeitgeschichtliche Kurz- und Dokumentarfilme“ aufgelegt.

Termin: 27. Januar 2019

Zeit: 19:30 – 21:00 Uhr

Ort: Wolkenstein-Saal (Kulturzentrum am Münster), Konstanz

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“, Kulturamt der Stadt Konstanz, vhs Landkreis Konstanz e. V. DIG Bodensee Region, Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit e.V. Konstanz und weitere

Eintritt: frei

2019/02/11 23:45 · sw · 0 Kommentare

Uraufführung: Gerron

Im Stadttheater Konstanz wird am 2.2.2019 das Stück „Gerron“ von Charles Lewinsky uraufgeführt. Regisseurin ist Annette Gleichmann.

Das Stück basiert auf der wahren Geschichte des jüdischen Künstlers Kurt Gerron. Als Frontsoldat und Arzt im 1. Weltkrieg kämpfend, mehrfach schwer verletzt, wurde er später im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Er floh 1933 zunächst nach Paris, dann nach Österreich, Italien und in die Niederlande, wo er 1943 interniert wurde. Im Jahr 1944 wurden er und seine Familie in das KZ Theresienstadt deportiert. Seine Mitwirkung als Regisseur an dem im KZ gedrehten Propagandafilm “Theresienstadt“ schützte ihn nicht vor der Deportation nach Auschwitz, wo er ebenso wie die 1600 mitwirkenden Kinder nach Ende der Dreharbeiten vergast wurde.

Uraufführung: 2.2.2019, Theaterwerkstatt Inselgasse, 20 Uhr

Ticketreservierung und weitere Spielzeiten: Gerron

Quelle: Stadttheater Konstanz

2019/02/02 13:14 · sw · 0 Kommentare
 
ss-kaserne.1554392035.txt.gz · Zuletzt geändert: 2019/04/04 17:33 von mw
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