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Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



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Hier werden die Unterschiede zwischen zwei Versionen gezeigt.

ss-kaserne [2019/04/04 17:33]
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-Zwischen 22. Oktober 1941 und 19. Mai 1942 ins  Außenkommando Radolfzell verlegt, wurde Klose, den die Dachauer Bestandstärkeliste vom Mai 1942 als "PSV"-Häftling (= "polizeiliche Sicherungsverwahrung") führt, am 3. August 1943 mutmaßlich bei einem Außeneinsatz in Böhringen und/oder "auf der Flucht" von einer SS-Wache umgebracht. Seine Leiche wurde nach Angaben des SS-Hauptscharführers Heinz Wendt am 5. August 1943 im [[https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hringer_See|Böhringer See]] gefunden, was Wendt am selben Tag beim Gendarmerie-Posten Radolfzell zur Meldung brachte. Nach Angaben des ebenfalls vorstelligen SS-Unterscharführers Julius Ueltzhöffer (1892-?)[(Julius Ueltzhöffer wurde 1947 von einem amerikanischen Militärgericht in einem Dachauer Folgeprozess([[https://www.online.uni-marburg.de/icwc/dachau/000-050-0002-069.pdf|Case 50-2-69 (PDF))]] wegen begangener Kriegssverbrechen zu lebenslanger Haft veurteilt. Ueltzhöffer war mehrere Jahre in verschiedenen Konzentrations- und Vernichtungslagern eingesetzt: Auschwitz, Mauthausen, Ravensbrück, Natzweiler, Dachau und Außenlager, darunter 1943 in Radolfzell.)]  - als Kommandoführer für die "Betreuung" (sic!) der KZ-Häftlinge in Radolfzell zuständig - sei Klose in einer Gruppe von insgesamt 24 Häftlingen am 3. August 1943, 21. Uhr, "zum Baden in den Böhringer See geführt" worden. "Nachdem das Baden beendet war" habe Ueltzhöffer beim "Feststellen der Häftlinge" die Abwesenheit Kloses bemerkt. Unmittelbar einsetzende Suchmaßnahmen von "im Tauchen geübte(n) Häftlinge(n)" (sic!) hätten wegen der Dunkelheit ergebnislos abgebrochen werden müssen. Erst anderthalb Tage später sei die Leiche Kloses von Ueltzhöffer im abgetrennten Nichtschwimmerbereich des Sees treibend entdeckt und von Wendt geborgen worden. Die Leiche sei in die USR gebracht und dort "eingesargt" worden. SS-Stabsarzt "//Dr. Fischel//"[(Identifiziert als Dr. Walter Fischel, geb. 20.10.1908 in Düsseldorf, gest. 29.5.1977 in Berlin (DDR). Studium der Humanmedizin 1927-1933 LMU München +Zwischen 22. Oktober 1941 und 19. Mai 1942 ins  Außenkommando Radolfzell verlegt, wurde Klose, den die Dachauer Bestandstärkeliste vom Mai 1942 als "PSV"-Häftling (= "polizeiliche Sicherungsverwahrung") führt, am 3. August 1943 mutmaßlich bei einem Außeneinsatz in Böhringen und/oder "auf der Flucht" von einer SS-Wache umgebracht. Seine Leiche wurde nach Angaben des SS-Hauptscharführers Heinz Wendt am 5. August 1943 im [[https://de.wikipedia.org/wiki/B%C3%B6hringer_See|Böhringer See]] gefunden, was Wendt am selben Tag beim Gendarmerie-Posten Radolfzell zur Meldung brachte. Nach Angaben des ebenfalls vorstelligen SS-Unterscharführers Julius Ueltzhöffer (1892-?)[(Julius Ueltzhöffer wurde 1947 von einem amerikanischen Militärgericht in einem Dachauer Folgeprozess([[https://www.online.uni-marburg.de/icwc/dachau/000-050-0002-069.pdf|Case 50-2-69 (PDF))]] wegen begangener Kriegssverbrechen zu lebenslanger Haft veurteilt. Ueltzhöffer war mehrere Jahre in verschiedenen Konzentrations- und Vernichtungslagern eingesetzt: Auschwitz, Mauthausen, Ravensbrück, Natzweiler, Dachau und Außenlager, darunter 1943 in Radolfzell.)]  - als Kommandoführer für die "Betreuung" (sic!) der KZ-Häftlinge in Radolfzell zuständig - sei Klose in einer Gruppe von insgesamt 24 Häftlingen am 3. August 1943, 21. Uhr, "zum Baden in den Böhringer See geführt" worden. "Nachdem das Baden beendet war" habe Ueltzhöffer beim "Feststellen der Häftlinge" die Abwesenheit Kloses bemerkt. Unmittelbar einsetzende Suchmaßnahmen von "im Tauchen geübte(n) Häftlinge(n)" (sic!) hätten wegen der Dunkelheit ergebnislos abgebrochen werden müssen. Erst anderthalb Tage später sei die Leiche Kloses von Ueltzhöffer im abgetrennten Nichtschwimmerbereich des Sees treibend entdeckt und von Wendt geborgen worden. Die Leiche sei in die USR gebracht und dort "eingesargt" worden. SS-Stabsarzt "//Dr. Fischel//"[(Identifiziert als Dr. Walter Fischel, geb. 20.10.1908 in Düsseldorf, gest. 29.5.1977 in Berlin (DDR). Studium der Humanmedizin 1927-1933 LMU München, 1934 Promotion LMU München, 30. Juli 1934. Diss.:  Die Resorption der Fette bei Pankreasinsuffizienz. Würzburg, Stürz 1934. NSDAP-Mitglied sei 1.7.1937; SS- und Waffen-SS-Mitglied seit ?, NSDÄB seit 25.10.1939. Vom 1.Juni 1936 bis 30. April 1939 Oberarzt an der Heil- und Pflegeanstalt Werneck, in dieser Zeit für Anzeigen/Anträge zur Zwangssterilisation vermeintlich erbkranker Anstaltspatienten nach Maßgabe des GzVeN verantwortlich. Mit Beginn des  Krieges SS-Truppenarzt (?-?); im Rang eines Stabsarztes in dieser Funktion 1943 an der Waffen-SS-Unterführerschule Radolfzell. Seit 1946 in amerikanischer Internierungshaft in Ludwigsburg-Oßweil (Lager I.C.74) und in Lager 76 auf der Festung Hohenasperg; entlassen 1948, mit damaliger Wohnadresse in München-Stockdorf. 1954-1957 Facharzt für innere Krankheiten, Chefarzt der inneren Abteilung des "Regierungskrankenhauses",  Scharnhorststr. 36, Berlin (Ost); 1959-1966 Chefarzt der Zentrale für Herz-Kreislaufkranke, Klosterstr. 71 (Berlin-Ost). 1977 begraben auf dem Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderschen Friedhof I, Berlin)] führte als SS-Truppenarzt der USR am 5. August 1943 eine von ihm als "äußere Besichtigung" bezeichnete Leichenschau durch; nach Fischels Angaben: "die Leiche eines großen, kräftigen Mannes in gutem Ernährungszustand mit Badehose bekleidet" (sic!), wenngleich Fischel dann doch auch die "kahlgeschorene Kopfhaut" erwähnenswert findet. An der ansonsten unauffälligen Wasserleiche will ihm noch aufgefallen sein, dass Augenumgebung und linke Stirn mit "frischem rotem Blut verschmiert" gewesen seien und am linken oberen Augenlid eine "3 cm lange Stichwunde", die er als Verletzung duch einen Bootshaken deutet, der bei der Bergung der Leiche verwendet worden sein soll. Als Todesursache wird von Dr. Fischel, der keine weiteren  "Anzeichen äußerer Gewalt" an der Leiche erkennen kann, "Ertrinken" genannt: "Feststellung des Todes durch ärztliche Leichenschau am 5.3.1943 vormittags, 11.30 Uhr. / gez. Dr. Fischel"[(Sämtliche Recherchen zu Dr. Walter Fischel: Markus Wolter, 2019.)]    
-1934 Promotion LMU München, 30. Juli 1934. Diss.:  Die Resorption der Fette bei Pankreasinsuffizienz. Würzburg, Stürz 1934. Um 1937-? Oberarzt in der Heil- und Pflegeanstalt Werneck. Danach SS-Truppenarzt (?-?). Seit 1946 in amerikanischer Internierungshaft in Ludwigsburg-Oßweil (Lager I.C.74) und in Lager 76 auf der Festung Hohenasperg; entlassen 1948, mit damaliger Wohnadresse in München-Stockdorf. 1954-1957 Facharzt für innere Krankheiten, Chefarzt der inneren Abteilung des "Regierungskrankenhauses",  Scharnhorststr. 36, Berlin (Ost); 1959-1966 Chefarzt der Zentrale für Herz-Kreislaufkranke, Klosterstr. 71 (Berlin-Ost). 1977 begraben auf dem Dorotheenstädtisch-Friedrichswerderscher Friedhof I, Berlin)] führte als SS-Truppenarzt der USR am 5. August 1943 eine von ihm als "äußere Besichtigung" bezeichnete Leichenschau durch; nach Fischels Angaben: "die Leiche eines großen, kräftigen Mannes in gutem Ernährungszustand mit Badehose bekleidet" (sic!), wenngleich Fischel dann doch auch die "kahlgeschorene Kopfhaut" erwähnenswert findet. An der ansonsten unauffälligen Wasserleiche will ihm noch aufgefallen sein, dass Augenumgebung und linke Stirn mit "frischem rotem Blut verschmiert" gewesen seien und am linken oberen Augenlid eine "3 cm lange Stichwunde", die er als Verletzung duch einen Bootshaken deutet, der bei der Bergung der Leiche verwendet worden sein soll. Als Todesursache wird von Dr. Fischel, der keine weiteren  "Anzeichen äußerer Gewalt" an der Leiche erkennen kann, "Ertrinken" genannt: "Feststellung des Todes durch ärztliche Leichenschau am 5.3.1943 vormittags, 11.30 Uhr. / gez. Dr. Fischel"[(Sämtliche Recherchen zu Dr. Walter Fischel: Markus Wolter, 2019.)]     +
Die Leiche Kloses wurde von der für den Fall zuständigen Oberstaatsanwaltschaft Konstanz am 6. August 1943 zur Kremation in Konstanz freigegeben; ob und wo die Asche begraben wurde, ist nicht bekannt. Am selben Tag stellte der Oberstaatsanwalt am Landgericht Konstanz, Dr. Walter Melcher, das "Verfahren" ein; seine lapidare Begründung: "Es liegt kein Verschulden Dritter vor." [(Akten der Oberstaatsanwaltschaft Konstanz, StAF F 178/4 Tote 1 JS 1468/43]])] Die Leiche Kloses wurde von der für den Fall zuständigen Oberstaatsanwaltschaft Konstanz am 6. August 1943 zur Kremation in Konstanz freigegeben; ob und wo die Asche begraben wurde, ist nicht bekannt. Am selben Tag stellte der Oberstaatsanwalt am Landgericht Konstanz, Dr. Walter Melcher, das "Verfahren" ein; seine lapidare Begründung: "Es liegt kein Verschulden Dritter vor." [(Akten der Oberstaatsanwaltschaft Konstanz, StAF F 178/4 Tote 1 JS 1468/43]])]

Termine

Eröffnung der Ausstellung: "Ein Panzer gegen die hässliche Zeit" - Hermann Hesses "Glasperlenspiel" im "Dritten Reich"

„1943 veröffentlichte Hermann Hesse seinen letzten Roman in kleiner Auflage in der Schweiz, erst Ende 1946 wurde „Das Glasperlenspiel“ auch einem größeren Publikum in Deutschland bekannt. Ursprünglich hätte „Das Glasperlenspiel“ schon 1942 in Berlin erscheinen sollen, doch die NS-Behörden verweigerten die Druckgenehmigung. Seinem Sohn Heiner teilte Hesse 1942 resigniert mit, „dass das Buch nun also die Leser, für die es bestimmt war, nicht erreicht“.“

Ort: Hesse Museum, Kapellenstr. 8, Gaienhofen

Zeit: 17. März 2019, 11.00 Uhr

http://www.hesse-museum-gaienhofen.de

2019/03/16 09:23 · Markus Wolter · 0 Kommentare

"Wie Dachau an den See kam..."

Filmvorführung und Gespräch mit der Zeitzeugin Dr. Grete Leutz und dem Regisseur Jürgen Weber am 27. Januar 2019 in Konstanz

Am Jahrestag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, dem internationalen Gedenktag für die Opfer des Nationalsozialismus, wird in einer Gedenkveranstaltung der regionalhistorische Dokumentarfilm „Wie Dachau an den See kam …“ zur Geschichte des KZ-Außenlagers in Überlingen gezeigt.

Es ist geplant, dass an diesem Abend neben dem Filmemacher Jürgen Weber auch die Überlinger Zeitzeugin Dr. Grete Leutz anwesend sein wird. Als junge Frau wurde sie fast täglich Zeugin des Zuges der KZ-Häftlinge vom Lager Aufkirch zur Überlinger Stollenanlage. In der Außenstelle Überlingen des KZ Dachau mussten ab Oktober 1944 rund 800 Häftlinge einen Stollen in den Molassefelsen treiben, um die Friedrichshafener Rüstungsindustrie am Bodensee „bombensicher“ unterzubringen. Bis April 1945 liefen viermal pro Tag die Kolonnen der Häftlinge - schwer bewacht durch die SS - durch den Überlinger Westen.

Der Film zeichnet mit Aussagen zweier ehemaliger Häftlinge, mit den Erinnerungen von damals jungen Menschen aus Überlingen und mit Fachleuten die Geschichte der KZ-Außenstelle Überlingen nach. Aufgrund seiner regionalhistorischen Bedeutung und teilweise einmaliger Interviews mit Zeitzeugen und Zeitzeuginnen wurde der Film aus dem Jahr 1995 als Retrospektive 2017 neu in der Reihe „Zeitgeschichtliche Kurz- und Dokumentarfilme“ aufgelegt.

Termin: 27. Januar 2019

Zeit: 19:30 – 21:00 Uhr

Ort: Wolkenstein-Saal (Kulturzentrum am Münster), Konstanz

Veranstalter: Initiative „Stolpersteine für Konstanz – Gegen Vergessen und Intoleranz“, Kulturamt der Stadt Konstanz, vhs Landkreis Konstanz e. V. DIG Bodensee Region, Gesellschaft für Christlich- Jüdische Zusammenarbeit e.V. Konstanz und weitere

Eintritt: frei

2019/02/11 23:45 · sw · 0 Kommentare

Uraufführung: Gerron

Im Stadttheater Konstanz wird am 2.2.2019 das Stück „Gerron“ von Charles Lewinsky uraufgeführt. Regisseurin ist Annette Gleichmann.

Das Stück basiert auf der wahren Geschichte des jüdischen Künstlers Kurt Gerron. Als Frontsoldat und Arzt im 1. Weltkrieg kämpfend, mehrfach schwer verletzt, wurde er später im Nationalsozialismus verfolgt und ermordet. Er floh 1933 zunächst nach Paris, dann nach Österreich, Italien und in die Niederlande, wo er 1943 interniert wurde. Im Jahr 1944 wurden er und seine Familie in das KZ Theresienstadt deportiert. Seine Mitwirkung als Regisseur an dem im KZ gedrehten Propagandafilm “Theresienstadt“ schützte ihn nicht vor der Deportation nach Auschwitz, wo er ebenso wie die 1600 mitwirkenden Kinder nach Ende der Dreharbeiten vergast wurde.

Uraufführung: 2.2.2019, Theaterwerkstatt Inselgasse, 20 Uhr

Ticketreservierung und weitere Spielzeiten: Gerron

Quelle: Stadttheater Konstanz

2019/02/02 13:14 · sw · 0 Kommentare

Vor 80 Jahren: Aktion "T4" - "Denkmal der Grauen Busse" 2019 im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen

Wirtschaftsgebäude von Grafeneck, Personal der als Tarnorganisation eingerichteten „Gemeinnützigen Krankentransport GmbH (Gekrat)“; einer von drei Bussen der Gekrat, mit denen ab Januar 1940 geistig und körperlich behinderte und psychisch kranke Menschen aus Pflegeeinrichtungen und Heilanstalten (wie z. B. Freiburg, Emmendingen und Reichenau, Konstanz) in die Vernichtungsanstalt Grafeneck gebracht wurden. Innerhalb eines Jahres wurden in der Gaskammer von Grafeneck 10.654 Menschen ermordet. Fotografie: Gedenkstätte Grafeneck

Die Radolfzeller Opfer der Aktion "T4" 1939-1941 waren Patient/innen der psychiatrischen Heil- und Pflegeanstalten Reichenau, Emmendingen und Wiesloch, der Kreispflegeanstalt Geisingen, der Universitätsnervenklink Freiburg und/oder minderjährige „Pfleglinge“ der St. Josefsanstalt Herten und davor in Kinderheimen in Freiburg, Konstanz und Sigmaringen untergebracht:

Maria Amann 1899-1941 | Frieda Armbruster 1890-1940 | Alwin Bödler 1883-1940 | Walter Böhler 1934-1940 | Emma Braun 1886-1940 | Albertine Hässig 1890-1940 | Nikolaus Honsell 1887-1940 | Otto Hans Keller 1893-1940 | Leopold Kohler 1887-1940 | Anna Ronkat 1904-1940 | Josefa Trost, geb. Klaus 1878-1940 | Helmut Waller 1920-1940 | Berta Welschinger 1902-1940 | Elisabeth Welschinger 1931-1940

"Denkmal der grauen Busse" 2019 im Zentrum für Psychiatrie Emmendingen.

Montag, 28. Januar 2019, 11.00 Uhr Eröffnungsveranstaltung zum Gedenktag der Opfer des Nationalsozialismus

Ort: Festhalle des Zentrums für Psychiatrie Emmendingen

Programm: Kranzniederlegung und Gedenkminute am Denkmal im ZfP Emmendingen Begrüßung Michael Eichhorst, Geschäftsführer ZfP Emmendingen und Calw

Vortrag „Erinnern, gedenken, bilden: Oder: Wie können wir in unseren psychiatrischen Kliniken mit der NS Vergangenheit umgehen?“

Referent: Prof. Dr. med. Thomas Müller, Leiter des Forschungsbereichs Geschichte und Ethik in der Medizin am ZfP Südwürttemberg / Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie I der Universität Ulm. Er ist Leiter des Württembergischen Psychiatriemuseums und Koordinator der Historischen Forschung der Zentren für Psychiatrie in Baden-Württemberg.

Eröffnung und Ausstellung des Denkmals der Grauen Busse

Zu den weiteren Veranstaltungen des Begleitprogramms 2019:

Download (PDF)

Beschlussvorlage - Zur Umbenennung des "Landserwegs" in "Fritz-Klose-Weg"

Der „Landserweg“ im Dezember 2018, links die alte Mauereinfassung des Kasernenareals, rechts die Wohnblöcke der ehemaligen SS-Siedlung. Fotografie: Markus Wolter

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In seiner Sitzung am 27. November 2018 wird der Radolfzeller Gemeinderat über eine Straßenumbenennnung entscheiden. Der durch den einschlägigen NS-Kontext in die Kritik geratene „Landserweg“ - zwischen ehemaliger SS-Kaserne und SS-Wohnsiedlung - soll nach einer im Sommer 2018 an den Ältestenrat übermittelten Initiativanfrage umbenannt werden. Nach ensprechender Empfehlung des Ältestenrats folgte eine nochmalige, quellengestützte Überprüfung der Sachlage und Stellungnahme durch die Abteilung Stadtgeschichte. In der Initiativanfrage war von Markus Wolter die Umbennung des „Landserwegs“ in „Fritz-Klose-Weg“ vorgeschlagen worden, benannt nach dem neben Jacob Dörr zweiten nachweislichen Todesfall eines KZ-Häftlings im Außenkommando Radolfzell. Alternativ schlägt die Abteilung Stadtgeschichte die historisch überlieferte Flurbezeichnung „Am Entennest“ (sic) vor.

Beschlussvorlage:abgerufen auf: Ratsinformationssystem, Sitzungskalender (PDF)

2018/11/23 20:57 · Markus Wolter · 0 Kommentare
 
ss-kaserne.1554392035.txt.gz · Zuletzt geändert: 2019/04/04 17:33 von mw
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