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Karte von Radolfzell

Spuren der NS-Herrschaft in Radolfzell


Opfer rechter Gewalt

Todesopfer rechter Gewalt 1990-2010



Zwangsarbeit am Bodensee

Bludenz

  • Getzner. Mutter & Cie (52 A.K.)

Bregenz

  • Dornier-Werk (172 A.K.)
  • Electricus-Volta (126 A.K.)
  • Erich Graetz A.G (250 A.K.)
  • Michel-Werk (100 A.K.)
  • Maschinenfabrik Welz (46 A.K.)

Dornbirn

  • Rüsch-Werke (145 A.K.)
  • Dornier-Werk (51 A.K.)
  • F.M. Hämmerle (26 A.K.)
  • Rondo-Werk (97 A.K.)

Friedrichshafen

  • Zahnradfabrik (1500 Z.)

„Insgesamt an die achttausend Zwangsarbeiter waren in allen genannten Friedrichshafener Rüstungsbetrieben, aber auch in mittelständischen Bauunternehmen und in der Landwirtschaft im unfreiwilligen Einsatz, davon dreitausend Sowjetbürger, tausend Franzosen, achthundert Niederländer, sechshundert Italiener und vierhundert Polen.“ 1)

Gottmadingen

  • Fahr AG (187 Z.Z.)

Hard

  • Gebrüder Sievers (113 A.K.)

Hohenems

  • Schuhfabrik Sachs (80 A.K.)

Hoechst

  • Flugzeugbau Kittelberger (103 A.K.)

Konstanz

  • L. Stromeyer &.Co. (328 A.K.)

In Konstanz arbeiteten 1554 Kriegsgefangene und ZwangsarbeiterInnen. Sie kamen aus 16 Nationen, die meisten aus der Sowjetunion (432), aus Frankreich (379) und aus Belgien (305). Vgl. 2)

Lindau

Die Nationalsozialisten betrieben auf dem Stadtgebiet Lindau folgende Lager:

  • Kamelbuckel, zuletzt belegt mit 210 Männern, Frauen und Kindern. Es wurde Zwangsarbeit für die Reichsbahn, die Escher-Wyss-Werke und die Wankel-Werke verrichtet.3)
  • Rickenbach-Zech („Russenlager“) geplant für 360 Menschen, Zwangsarbeit für die Firma Dornier a.d. Laiblach.4)

Ca. 770 Menschen mussten im Nationalsozialismus in Lindau Zwangsarbeit sowohl in der Landwirtschaft als auch in den Industriebetrieben verrichten.5)

Lochau

  • Bayrisches Leichtmetallwerk (328 A.K.)

Lustenau

  • Steinheil Söhne (107 A.K.)

Radolfzell

  • Schiesser AG
  • Gotthard Allweiler AG
  • Radolfwerke

Rankweil

  • Elko (68 A.K.)
  • Kürbi & Niggeloh (49 A.K.)

Rhomberg

  • Franz M. Rhomberg (89 A.K.)

Schlins

  • Josef Hubers Erben (283 A.K.)

Singen

  • Georg Fischer AG (1.693 P.)
  • Alusingen (792 P.)
  • Maggi (184 P.)

Singen hatte im Jahr 1944 rund 2000 und gelegentlich bis zu 3000 ausländische Arbeitskräfte („Fremdarbeiter“). Vgl. 6)

Wolfurt

  • Konrad Doppelmayr (61 A.K.)

Legende

Erläuterung der Abkürzungen:

  • A.K.: AusländerInnen und Kriegsgefangene
  • Z.Z.: Zivile ZwangsarbeiterInnen
  • Z.: ZwangsarbeiterInnen
  • P.: Personen

Quellen


1) Hug-Biegelmann, Raimund: “Der Luftkrieg am Bodensee und seine historisch-politische Aufarbeitung“, AZW, 22.06.1995
2) Klöckler, Jürgen: Kriegswirtschaft und Zwangsarbeit in Konstanz im Zweiten Weltkrieg. In: Klöckler, Jürgen (Hg.): Konstanz in beiden Weltkriegen, UVK Verlagsgesellschaft, Konstanz 2004
3), 4), 5) Schweizer, Karl; Stauder Heinrich: Lindauer Gedenkweg - Verfolgung und Widerstand 1933 - 1945. Broschüre, hrsg. von der Stadt Lindau. 2010
6) Zang, Gerd: Die zwei Gesichter des Nationalsozialismus. Singen am Hohentwiel im Dritten Reich. Die lokale Entwicklung zwischen allgemeiner Barbarei und örtlicher Modernisierung. Sigmaringen, 1994.

Termine

Kundgebung "NS-Vergangenheit in Radolfzell"

Kundgebung für mehr Toleranz und gegen örtliche Nazistrukturen am 8. Mai 2018 um 14 Uhr auf dem Luisenplatz

Die Stadt Radolfzell hat die Kundgebung am Luisenplatz allerdings untersagt, was von den Anmeldern derzeit rechtlich überprüft wird.

Auch die Luisenplatz-Kundgebung am 21. April war von der Stadt Radolfzell verboten worden. Das Verbot hatte das Freiburger Verwaltungsgericht jedoch in einem Eilverfahren als „offensichtlich rechtswidrig“ kassiert.

Quelle: http://oatkn.blogsport.de/


Ein weiteres Mal kam es zu einem extrem kurzfristigen Verbot einer seit Monaten angemeldeten Kundgebung zur „NS-Vergangenheit in Radolfzell“ auf dem Luisenplatz.

Die Verbotsbegründung der Stadt Radolfzell: der Präventionsrat der Stadt und das Bürgerbündnis Radolfzell für Demokratie (BRD) würden dort ein Friedensfest veranstalten, das aber, wie FGL-Gemeinderätin Nina Breimaier zugab, später angemeldet worden war.

Der Verbotsbescheid kam wieder einmal so kurzfristig, dass ein Eilverfahren für vorläufigen Rechtsschutz nicht mehr möglich war. Soviel zum Demokratiebegriff des Radolfzeller Bürgerbündnisses und der Radolfzeller Versammlungsbehörde.

Der 8. Mai ist ein Feiertag anlässlich des Kriegsendes und der Befreiung vom Nationalsozialismus.

2018/05/07 12:41 · sw · 0 Kommentare

Bündnis Bodensee Nazifrei - Demo am Kriegerdenkmal Radolfzell, 21. April 2018

„Radolfzell gedenkt der Opfer der Gewaltherrschaft“ - an Namenstafeln mit den SS-Tätern.

Vor dem Hintergrund der am „Volkstrauertag“ 2017 von der Stadt Radolfzell kurzerhand verbotenen, angemeldeten Kundgebung, die über die NS-Vergangenheit von Radolfzell sowie das Radolfzeller Kriegerdenkmal und örtliche Neonazi-Strukturen aufklären sollte, ist für den 21. April 2018 eine antifaschistische Demonstration vom Bahnhof zum Luisenplatz geplant. Organisation: Bündnis Bodensee Nazifrei.

Vgl.: Artikel in: seemoz, 13. April 2018.

Datum: Samstag, 21. April 2018

Zeit und Treffpunkt: Bahnhof Radolfzell, 14.00 Uhr

2018/04/16 10:26 · Markus Wolter · 0 Kommentare

Sag Schibbolet! Von sichtbaren und unsichtbaren Grenzen

Eine Ausstellung des Jüdischen Museums Hohenems in Zusammenarbeit mit dem Jüdischen Museum München vom 18. März 2018 bis 17. Februar 2019 in Hohenems.

Ausgehend von der biblischen Erzählung von der Flucht der Efraimiten vor den siegreichen Gileaditern und ihrem tödlichen Scheitern an den Ufern des Jordans, lädt das Jüdische Museum Hohenems internationale Künstler dazu ein, Grenzen in aller Welt kritisch zu betrachten – nur einen Steinwurf vom alten Rhein entfernt, an dem sich ab 1938 Flüchtlingsdramen abspielten, deren Gegenwart wir heute an den Rand unseres Bewusstseins drängen.

http://www.jm-hohenems.at/ausstellungen/aktuelle-ausstellung

2018/03/08 19:35 · sw · 0 Kommentare

Fluchtwege - An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938–1945

Das Jüdische Museum Hohenems bietet im März öffentliche Führungen zu Fluchtwegen im Grenzgebiet zwischen Österreich und der Schweiz und zeigt den Film über den schweizer Fluchthelfer Paul Grüninger.

Sa, 24. Mrz 2018, 09:30-12:00 Uhr Fluchtwege - An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938–1945 Aktionstage Politische Bildung - Angebote für Schulklassen Ort: Jüdisches Museum Hohenems

Sa, 24. Mrz 2018, 13:00-15:00 Uhr Fluchtwege - An der Grenze. Flucht in die Schweiz 1938–1945 Aktionstage Politische Bildung - Angebote für Schulklassen Ort: Jüdisches Museum Hohenems

Sa, 24. Mrz 2018, 17:30-19:30 Uhr „Die Akte Grüninger“ Filmvorführung mit einer Einführung von Hanno Loewy, im Rahmen der Aktionstage Politische Bildung - Angebot für Schulklassen Ort: Bibliothek und Seminarraum Jüdisches Museum Hohenems

Quelle: http://www.jm-hohenems.at

2018/03/08 19:30 · sw · 0 Kommentare

Thälmann-Stolpersteine am 20.2.2018 in Singen/Htwl.

Am 20.2.2018 werden für Ernst, Rosa und Irma Thälmann in Singen/Htwl. zum ersten Mal 3 Stolpersteine verlegt. Der genaue Ort und die Uhrzeit werden noch bekanntgegeben. Irma und Rosa waren bei guten Freunden in Singen/Htlw. untergekommen und im August 1944 verhaftet und ins KZ Ravensbrück eingeliefert worden.

Das wird der Text der Stolpersteine sein:

ERNST THÄLMANN
JG. 1886
VORSITZENDER KPD
REICHSTAGSMITGLIED
GESTAPOHAFT AB 3.3.1933
ERMORDET 14.8.1944
KZ BUCHENWALD

HIER WOHNTE
ROSA THÄLMANN
JG. 1890
IM WIDERSTAND/KPD
VERHAFTET 1944
RAVENSBRÜCK
BEFREIT

HIER WOHNTE
IRMA VESTER
GEB.THÄLMANN
JG. 1919
VERHAFTET 1944
RAVENSBRÜCK
BEFREIT

2017/12/10 13:14 · sw · 0 Kommentare
 
region/zwangsarbeit_am_bodensee.txt · Zuletzt geändert: 2013/08/05 08:25 von mw
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