- 28. Oktober 2019 Zum Ersatz des vor rund einem Jahr im Zuge von Straßenbauarbeiten fahrlässig beseitigten und verloren gegangenen Stolpersteins für Karl Teufel wird in der Konstanzer Str. 30/1 ein von Gunter Demnig neu gefertigtes Exemplar verlegt.
- 2017-2019 Bereits seit 2017 wird die nördliche Hälfte des Langbahn-Areals der ehemaligen SS-Schießanlage Radolfzell als eine von der Stadtverwaltung, Abteilung Landschaft und Gewässer unter der Hand genehmigte Dauerweide (Ziegen u.a.) incl. Schutzhütte „genutzt“.
Den Zugang auf das seit 2014 von der LpB Stuttgart, Referat Gedenkstättenarbeit, offiziell als „Gedenkstätte“ ausgewiesene, im Eigentum der Stadt Radolfzell befindliche Terrain verhindert ein elektrisch geladener Weidezaun, an dem mehrere Hinweisschilder - „Vorsicht Elektrozaun!“ - jeden potentiellen Besucher der Gedenkstätte warnen bzw. das Betretungsverbot bedeuten.
Das 2015 in Radolfzell verabschiedete „Leitlinienkonzept“ zur „Erinnerungskultur“ wird mit dieser „Umnutzung“ einer KZ-Gedenkstätte eklatant unterlaufen und konterkariert. Der inoffizielle Genehmigungsvorgang und die Maßnahme selbst wurden im Vorfeld weder transparent noch öffentlich kommuniziert oder mit den städtischen Gremien (AK „Erinnerungskultur“) abgestimmt; geschweige denn der zivilgesellschaftlichen Gedenkinitiative bekannt gemacht. Eine angemessene und würdevolle Gedenkstättenarbeit ist unter diesen Umständen vor Ort erschwert oder unmöglich geworden. - 00.00.2019 Nach nur einem Jahr verlässt Dr. Angelika Merk Radolfzell. Die promovierte Historikerin war seit März 2018 Leiterin von Stadtarchiv, Stadtmuseum und der Abteilung Stadtgeschichte. Über den Hintergrund dieser Personalentscheidung wird nichts bekannt.
In Sachen städtischer Erinnerungskultur bzw. Umgestaltung des Luisenplatzes wurde Dr. Merk zuletzt im Mai 2018 mit den Worten zitiert: „Radolfzell muss sich nicht vor seiner Geschichte verstecken. Ohnehin tut die Stadt viel, um den Bürgern ihre Geschichte zu erklären." Vgl. Matthias Güntert: Sie will Geschichte entstauben, Singener Wochenblatt, 9. Mai 2018. - 08.05.2019 Die Stadtverwaltung von Radolfzell beginnt mit der Umsetzung des Gemeinderatsbeschlusses vom 6. November 2018 und pflanzt erste Rosen einer schnell wachsenden Sorte ("Friedenslicht") um das NS-Kriegerdenkmal (1938) auf dem Luisenplatz.
Für die in den letzten Jahren wiederholt vorgeschlagene grundlegende Umgestaltung des Ensembles aus NS-Soldatenskulptur, Namenstafeln (mit Nennung zahlreicher Angehöriger und Täter der Waffen-SS) und problematischer Gedenkinschrift (2011) über diesen Tafeln hatte sich im Gemeinderat ebensowenig eine Mehrheit gefunden wie für die vielfach angemahnte Verlegung des Volkstrauertags an einen anderen Ort in der Stadt. - 01.02.2019 „Landserweg“ - Umbenennung in „Fritz-Klose-Weg“
Mit der Auswechslung der Straßenschilder wird die im November 2018 vom Gemeinderat beschlossene Straßenumbenennung des „Landserwegs“ in „Fritz-Klose-Weg“ umgesetzt. Die Veränderung der Stadtpläne, Adress- und Telefonbücher und Straßenverzeichnisse wird folgen. Eine erläuternde Zusatztafel zu den neuen Straßenschildern ist bislang nicht vorgesehen. Vgl.: Matthias Güntert: Der Landserweg ist Geschichte., Südkurier, 1. Februar 2019.