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2020

  • 09.11.2020 Relaunch des Wiki "Radolfzell zur NS-Zeit"
  • 24.09.2020 Im Gedenkjahr - 80 Jahre „Euthanasie“-„Aktion T4“ - kommt es zur Verlegung von fünf weiteren Stolpersteinen im Stadtgebiet von Radolfzell. Sie gelten Josepha Trost, geb. Klaus, Opfer der „Euthanasie“-„Aktion T4“ 1940, sowie Hermine Bauer und den Geschwistern Josefine Fetzer, Anna Fetzer und Agnes Zimmermann, geb. Fetzer , die nach Maßgabe des „Gesetzes zur Verhütung erbkranken Nachwuches“ zwischen 1934 und 1939 zwangssterilisiert wurden. Vgl. Verlegte Stolpersteine in Radolfzell
  • 24.09.2020 Der tradierte Narrenvers "Fetzer, Fetzer Fine, alte Dreschmaschine" verbietet sich in Zukunft.
    Am 17. Februar 2020 wurde die Narrenzunft „Narrizella Ratoldi“ schriftlich darüber informiert, dass sich der traditionelle, an der Radolfzeller Fastnacht seit Jahrzehnten zur Melodie des Allensbacher Narrenmarsches gesungene Narrenvers „Fetzer, Fetzer Fine, alte Dreschmaschine“ nachweislich gegen Josefine Fetzer, ein Opfer des Nationalsozialismus, richtet und diese ad personam verhöhnt. In diesem Jahr war „Fe(t)zer Fine“ außerdem als Spottbild auf dem an der Straßenfastnacht 2020 verkauften "Brettle" der "Narrizella Ratoldi" (Bild) zu sehen. Die bereits gefertigten Brettchen wurden trotz vorheriger Information nicht aus dem Verkehr gezogen, sondern vollständig abverkauft.
    Am 24.9.2020 nimmt „Narrizella“-Präsident Martin Schäuble in seiner Rede ( Redemanuskript (PDF) ) bei der Stolpersteinverlegung für die Geschwister Fetzer hierzu persönlich Stellung und entschuldigt sich im Namen der Narrenzunft: „Wir Radolfzeller Narren sind alle über diesen Stein gestolpert“, so Schäuble. Nachfolgende interne Recherchen, wann und wie der Spruch enstand, seien ins Leere gelaufen. Den laut Schäuble „oberflächlich harmlos wirkenden Reim“ sehe man vor dem Hintergrund der neuen Erkenntnisse nun anders; eine weitere Verwendung des Narrenverses „Fetzer, Fetzer Fine“ verbiete sich in Zukunft, so Schäuble.
    Vgl.: Anna Maria Schneider: Radolfzell vergisst seine Opfer nicht: Fünf Stolpersteine für Opfer von Euthanasie und Zwangssterilisation sind verlegt worden, Südkurier, 25. September 2020; Online.
  • 24.07.2020 Neuer Dokumentarfilm: „Carl Diez – Ich bleibe. Dokumentation eines Lebens in Demokratie und Diktatur“. Ein Film von Dieter Stadtfeld. Schwarzweiß und Farbe. 85 Min. Weikenmeier & Stadtfeld, Köln 2020. Der Film wird von den Urhebern am 24. Juli 2020 auf dem Videoportal Vimeo eingestellt: www.vimeo.com.
  • 08.05.2020 Antifaschistische Kundgebung zum 8. Mai 2020 auf dem Luisenplatz mit ca. 40 TeilnehmerInnen.
  • 2020 Nachfolgerin von Dr. Angelika Merk als neue Leiterin des Stadtarchivs Radolfzell wird nach einer etwa halbjährigen Vakanzzeit die Kunsthistorikerin Katrin Koyro.