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ZeitzeugInnen

Radolfzell

  • Ein Interview mit dem Überlebenden des Dachauer KZ-Außenkommandos Radolfzell, dem Bildhauer Leonhard Oesterle (1915-2009), befindet sich in Sigbert E. Kluwes Jugendroman „Glücksvogel. Leos Geschichte“, Baden-Baden 1990. Im übrigen beruht das ganze Buch auf Oesterles Lebensgeschichte. Kluwe und Oesterle trafen sich 1988 in Toronto und führten über mehrere Tage ein intensives Gespräch, das auf Tonbändern aufgezeichnet und vollständig transkribiert wurde und in Teilen und literarisch bearbeitet in den Jugendroman Eingang fand. Anlässlich zweier Kunstausstellungen 1991 in Bietigheim und Radolfzell führten Oesterle und Kluwe ein weiteres Interview, das vom Südwestfunk (S 2 Kultur, "Zeitgenossen") 1992 ausgesendet wurde.
  • Bosch, Manfred: „Hitler war weg und wir waren da“ - Manfred Bosch im Gespräch mit Hannelore König. Das Gespräch wurde vom 14. bis 16.07.2004 geführt und erschien in: Hegau-Geschichtsverein e.V.: Hegau. Zeitschrift für Geschichte, Volkskunde und Naturgeschichte des Gebietes zwischen Rhein, Donau und Bodensee, Bd. 64, Singen, 2007, S. 239-310
  • Stadtverwaltung Radolfzell, Abteilung Stadtgeschichte, Hildegard Bibby (Hg.): Schriftenreihe zur Geschichte der Stadt Radolfzell am Bodensee. Band 1: „Das ist mir in Erinnerung geblieben“ - ZeitzeugInnen in Radolfzell 1930-1950, Interviews: Arbeitskreis ZeitzeugInnen in Radolfzell 1930-1950, Konstanz 2015.
  • Ströble, Adolf (geb. 1930): 14 Jahre, Radolfzell, die SS-Kaserne und die Franzosen (12.08.2005) in: Dossier „60 Jahre Kriegsende“ der Badischen Zeitung (http://www.badische-zeitung.de/dossier/60-jahre-kriegsende)
  • Stupp, Johann Adam (geb. 1927): Meine Schulzeit in Wien im Zweiten Weltkrieg. 1939-1945, Berlin 2013; darin: Kindheit in Radolfzell, Kriegsausbruch 1939 und Kriegsende 1945 in Radolfzell.; vgl. auch die Vorschau-Seite des Verlags.

Kriegserinnerungsliteratur ehemaliger Angehöriger der Waffen-SS

  • Scheinpflug, Walter (geb. 1925): Über Leichen zum Sieg. Der Irrsinn des Krieges. Verlag Videel 2001. Inhalt: u.a. detailliert zur Unterführerausbildung, USR-Lehrgang, Februar-Juni 1944. Mit dem USR-„Alarm-Bataillon“ / SS-Panzergrenadier Brigade 49 unter Markus Faulhaber über Dänemark an die Front in der Normandie verlegt. Leseprobe online.
  • Köstler, Erhard (geb. 1927): Heckenrosen. Tagebücher aus Krieg und Gefangenschaft in Frankreich. November 1944 bis Oktober 1948. München, Bachmaier 2003, S. 9-13 (Online). Inhalt: u.a. zu seiner Vereidigung und Gefechtsausbildung an der USR, 15.11.-1.12 1944. Mit dem SS-Regiment „Radolfzell“ („Kampfgruppe Braun“) an die Front im Elsass (Sigolsheim) verlegt, wo er in Kriegsgefangenschaft geriet.
  • Köhler, Hans (geb. 1928): Die SS-Buben von Radolfzell. Ein Erlebnisbericht, in: Hegau, Band 63. Themenband „Hegau-Menschen-Schicksale“. Singen 2006, S. 235-256. Inhalt: u.a. zur Gefechtsausbildung an der USR, März 1945, Exekution von SS-Deserteuren, Einsatz gegen die anrückenden französischen Streitkräfte im Hegau, Absetzung mit USR-Mannschaften nach Vorarlberg, Gefangennahme durch franz. Streitkräfte, Mai 1945.

Allgemein

  • http://www.zeitzeugengeschichte.de/ Das offene Webportal für Zeitzeugeninterviews. Das Webportal „zeitzeugengeschichte.de“ ist eine Austauschseite für hör- und sehbare Zeitzeugnisse des NS-Regimes, die hauptsächlich von Jugendlichen und MultiplikatorInnen produziert werden und wurden. Ziel ist es Zeitzeugeninterviews in Form eines öffentlichen und virtuellen Archivs zugänglich zu machen.
  • http://www.memoryloops.net Memory Loops. 400 Audiodokumente zu NS-Verbrechen, die auf Orte in München bezogen sind. Bei den Tonspuren handelt sich um Zeitzeugnisse und Dokumente wie Briefe, Zeitungsartikel oder Gesetze, die neu - meist von jungen Menschen im Alter zwischen 9 und 13 Jahren - eingesprochen und mit Musik hinterlegt wurden. Anders als bei zeitzeugengeschichte.de ist nicht erkennbar, welchen konkreten Personen die Stimmen geliehen wurden. Es befinden sich darunter auch SS-Männer, Polizisten, Kinder von Tätern, Nachbarn und Freunden, die Verbrechen beobachteten.
  • http://www.vha.fu-berlin.de/ Das Visual History Archive der Shoah Foundation gibt über eine schlagwortunterstützte Recherchefunktion Zugriff auf 120.000 Interviewstunden mit ZeitzeugInnen und Überlebenden des Holocaust. In Deutschland steht steht dieses technisch aufwändige Video-Archiv bislang nur an der FU-Berlin zur Verfügung. Fragt die Bibliothek Eures Vertrauens, ob sie das Angebot der FU-Berlin für Euch ebenfalls zugänglich macht!