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2011

  • 11.10.2011: Der Radolfzeller Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung vom 11.10.2011 für die Realisierung des Entwurfs des Pforzheimer Künstlers René Dantes (geb. 1962) zur Gestaltung einer „Erinnerungsstätte“ im Eingangsbereich der Kaserne (Errichtung voraussichtlich 2012) mehrheitlich entschieden. Die Kosten (EUR 10.000 für vier Informations-Stelen und EUR 30.000 für eine Edelstahl-Skulptur) sollen von der Stadt getragen werden. → vgl. Südkurier, 18.10.2011
  • 27.09.2011: Der Verwaltungs- und Finanzausschuss des Radolfzeller Gemeinderats hat in seiner Sitzung am 27. September 2011 den Kauf des bislang in Bundeseigentum befindlichen, 69212 qm großen Geländes des ehemaligen SS-Schießplatzes zu einem Preis von 57.000 Euro beschlossen. Das von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben gemachte Angebot sieht vor, das Gelände „altlastenfrei“ und also nach Entfernung der bleiverseuchten Sande an die Stadt zu verkaufen. Wie allerdings der geschichtlich kontaminierte Ort als bleibende Erinnerungs- und Mahnstätte erhalten werden soll und kann, wird noch zu entscheiden sein. → vgl. Südkurier, 29.09.2011
  • 27.05.2011 Sebastian Hausendorf von der Universität Konstanz präsentiert einen Werkstattbericht seines Forschungsprojekts „Radolfzell im Dritten Reich 1933 – 1935“ im Stadtmuseum Radolfzell. Schwerpunkt der Untersuchung liegt auf der nationalsozialistischen Gleichschaltung in Politik und Verwaltung zu Beginn der 1930er Jahre. Eingeladen hat der Förderverein Museum und Stadtgeschichte Radolfzell.
  • 08.04.2011: Das Weltkloster lädt ein zu einem „Versöhnungsweg“ zwischen der SS-Kaserne und dem SS-Schießstand, zum Gedenken an die ehemaligen Häftlinge des Dachauer Außenkommandos Radolfzell (1941-1945) und aller in jener Zeit in Radolfzell Verfolgten. Die Namen von 121 KZ Häftlingen werden verlesen. Am Pistolenschießstand der SS-Schießanlage werden 121 mit den Häftlingsnamen beschriftete Steine in einem Zementrahmen verankert. → vgl. Südkurier 2 3 4
  • 07.04.2011: Vernissage zur Ausstellung „Größte Härte… Verbrechen der Wehrmacht in Polen (September bis Oktober 1939)“, die vom 7. April bis 22. Mai 2011 im Stadtarchiv Konstanz gezeigt wird. Ein Teil der Ausstellung und des Begleitprogramms stellt den lokalen Bezug zur SS-Standarte Germania in Radolfzell her, die sich am Überfall auf Polen beteiligt hatte. Vgl. Südkurier 09.04.2011
  • 03.04.2011: „Außenkommando“ – Die Waffen-SS und Dachauer KZ-Häftlinge in Radolfzell. Zweistündiger Vortrag des Historikers Markus Wolter im Bürgersaal von Radolfzell. → vgl. Südkurier 05.04.2011